Würde des Menschen

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

Grundgesetz Deutschland Artikel 1, Paragraph 1

So heißt es also im „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“ über die Würde des Menschen.

Leider wird in vielen Ländern auf der Erde die Würde des Menschen nicht geachtet. Dabei ist das Kostbarste, was wir auf der Erde eigentlich alle haben sollten, die Würde, sich in Freiheit zu entwickeln und innerlich zu wachsen. Das ist nicht mehr überall gewährleistet, selbst hier nicht, alleine schon durch die gegenwärtige Situation der Unsicherheit durch Kriege , Teuerungen, Ängste und Nöte.

Was sollte aber wirklich sein, wie sieht es mit der Würde des Menschen im weiteren Sinne aus, in der Schöpfung, wozu ist er geworden, was ist das Ziel des Ganzen und wo hört die Würde des Menschen auf.

Die Würde des Menschen hört nicht auf, es ist ein immerwährendes Werden *1) und Wachsen nicht nur auf dieser Erde sondern auch im Jenseits, wobei wir hier sind, um die Grundlagen dafür zu legen und uns dahin zu entwickeln, jeder von uns ist für sich selber verantwortlich und sollte sich dessen bewußt sein und danach handeln.

Leider ist dieses Wissen so wenig verbreitet und das, was uns helfen könnte, die Stimme unseres Gewissens, wird leider nur allzuoft überhört. Dabei ist es diese, die uns zu einem besseren, bewußteren Handeln anleiten und uns den Weg zurück ins Vaterhaus führen möchte. Und dieses andere Handeln ist ja nicht nur auf uns bezogen, es betrifft auch unsere Beziehung zum Mitmenschen, der vielleicht Hilfe braucht und uns die Gelegenheit gibt, ihm Gutes zu tun und unser Ego abzulegen und uns mehr zur Liebe zum Nächsten und zur Liebe Gottes zu bewegen. Alles ganz einfach.

So ein wenig über den Tellerrand hinauszuschauen und das große Ganze zu sehen, das ist der Sinn dieser Schriften, in diesem Falle beziehe ich mich auf das Kapitel Nr. 14 „Die Würde des Menschen“ in dem Buch Lebensgeheimnisse von Gottfried Mayerhofer (aufgezeichnet 22. 10. 1872)

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*1) Würde kommt von Werden

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Link zum Kapitel 14 – Lebensgeheimnisse von Gottfried Mayerhofer

www.vitaswing.de/gm/lgeh/LGEH-014.HTM

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14. Kapitel: Würde des Menschen (22.10.1872)


01] „Nun, über diesen Gegenstand was eigentlich „des Menschen Würde heißt oder bedeuten soll, da herrschen ebenso viele Ansichten, als es gebildete oder erzogene Menschen gibt; denn die wilden Völker und die rohen verwahrlosten Menschen haben ja so keine Idee, was der Name Mensch bedeuten soll, und wie sie sich dessen würdig machen könnten.

02] Nur wo der Mensch sittlich, moralisch erzogen und gebildet ist, nur da kann man annehmen, daß eine Idee von der eigentlichen Würde des Menschen zu finden sei, welche jedoch eben wieder gemäß der Erziehung, des Lebensberufes, verschieden sein muß.

03] Alle diese gangbaren und vorherrschenden Ideen über den Begriff „Würde des Menschen“ aber sind nicht der Grund, warum Ich dieses Wort erklären will und warum euch sagen, in was denn eigentlich die Würde des Menschen besteht, sondern Ich will euch nur dazu verhelfen, eben Meine Lehre mit dem praktischen Leben zu verbinden, und so auf diese Art würdig zu werden, als ein Wesen zwischen zwei Welten gestellt, geistig und seelisch zugleich dem großen Schöpfungs-Gedanken eures himmlischen Vaters zu entsprechen; denn auch ihr habt, obwohl schon vieles von Mir empfangen, doch noch nicht die rechte Idee, was eigentlich „Würde des Menschen heißen will, da ihr eben nur zu sehr an andern seht, wie sie diesen Titel für sich wohl beanspruchen, aber auch gemäß ihren Begierden und Leidenschaften ihn zu wenden und zu erklären suchen, um nach ihren Begierden ein jeder in seiner Art ein würdiger Mensch zu sein!

04] Um nun die Würde des Menschen besser zu begreifen und das Folgende leichter zu fassen, so wollen wir wieder mit dem Begriff des Wortes beginnen, es aus der Wurzel seines Entstehens herleiten und sodann den eigentlichen Begriff und Wert desselben feststellen, wie es bei euch Gebrauch sein sollte, und wie Ich es Mir vorstelle.

05] Sehet, das Wort „Würde“ kommt von „Werden“ her, und das Wort „Werden“ ist eigentlich ein Wort aus dem Schöpfungsgedanken, welcher als Grundlage Meines Wesens der ganzen sichtbaren Welt gegeben wurde; denn ohne das „Werden wäre keine Sonne, kein Planet, kein großes Welten, kein großes Geisterreich, da Ich nur durch den Ausspruch „Es werde!“ die ganze Unendlichkeit belebte, belebte zur Seligkeit der erschaffenen Wesen, und zur Seligkeit Meines eigenen Ich, das die personifizierte Liebe ist, welcher Ausdruck „Liebe“ aber nur heißen will – alles für andere tun und schaffen, und an dem Verstehen und Vervollkommnen anderer seine eigene Seligkeit, seine eigene Wonne finden.

06] Mit dem Ausspruch „Es werde!“ war aber auch das Gesetz und der Weg gegeben, was ein jedes Geistes oder Seelenprodukt sein soll, oder zu welchem Grade der Vervollkommnung es bestimmt war, wo natürlich die in die materielle Welt gebundenen, gefesteten Geister einen andern Weg zu gehen hatten, als die freigestellten sich selbst bewußten Geisterheere Meiner unendlichen Geisterwelt.

07] Nun, mit dem „Werde entstand natürlich auch die Frage, ob besonders die freigestellten, sich selbst überlassenen Geister auch das geworden sind, was sie werden sollten, das heißt, ob sie wurden, was Ich mit ihnen bezweckte.

08] Durch das Wort „Wurde“ entstand ein Zustand, welcher, wenn er Meinen Absichten entsprach, dem Titel „Würde“ oder „würdig“ entsprach, ebenso wie bei euch auf der Welt ihr demjenigen eine „Würde“ verleihet, oder ihn „würdig“ heißet welcher diese Stellung oder durch seine Eigenschaften als geistiger Mensch das Prädikat „würdig“ verdient hatte.

09] Was also ihr als Würde bezeichnet, drückt eigentlich aus, daß dieser Mensch, der eine Würde bekleidet oder würdig genannt zu werden verdient, jene Eigenschaften innehat, welche den Menschen als geistiges Wesen adeln – ihn zu etwas Besserem stempeln sollten, als was die übrige Anzahl seiner Mitbrüder erreichen konnte!

10] Diese Idee von Würde, die ihr im allgemeinen habt, eben diese Idee nur in anderm Maßstabe, habe auch Ich in bezug auf die von Mir geschaffenen Geschöpfe.

11] Als Ich auf eurer Erde den ersten Menschen erschuf, setzte Ich ihn ein, wie ihr einen höher gestellten Beamten mit einer Würde bekleidet, indem Ich ihm die Macht einräumte, über vieles zu gebieten, erhabener zu sein als alles andere geschaffene Geschöpf auf Erden. Ich verlieh ihm mittels seiner geistigen Eigenschaften als Abkömmling von Mir Vollmachten, das zu sein, zu was Ich ihn nämlich machen wollte, das heißt „Herr der Erde zu werden!“ So sollte er seine Fakultäten (Fähigkeiten) ausbeuten, zum Besten seiner selbst, und zum Wohle aller ihn umgebenden Welt.

12] Damit er aber auch seine eigene Würde erst in dem Sinne begreifen möge, wie Ich sie verstanden haben möchte, so ließ Ich ihn frei, ließ ihn alle in ihn gelegten Triebe benützen, zum Guten oder Bösen, damit er erst dadurch erkennen möge, daß die ihm von Mir übergebene Würde nur darin besteht, wenn er nicht als Maschine sondern als freies, selbsthandelndes Wesen seine Eigenschaften, Triebe und Begierden zu regeln weiß, und daß er nur in der Beherrschung seiner Leidenschaften die geistige Würde erlangen kann, wozu Ich ihm alle Mittel gegeben habe, sie zu erreichen und ein würdiges Mittelglied zwischen der gebundenen und der ganz freien Geisterwelt zu sein.

13] Ich rief ihm das „Werde!“ zu, und er ward oder wurde – was – das könnt ihr jetzt überall sehen; leider nicht das, zu was Ich ihn berufen habe, sondern statt Freiherr ist er Sklave seiner Leidenschaften geworden, und hat so ganz entgegengesetzt seiner Bestimmung sich und die ihn umgebende Natur entwürdigt, mißbraucht; und daher kommen auch alle Mißstände, welche in geistiger und materieller Hinsicht den Menschen jetzt verfolgen mit Übeln und Leiden aller Art, weil er entgegengesetzt seiner hohen Bestimmung, statt sich Meiner würdig zu machen, sich vom Wege des Rechtes entfernt hat, „unwürdig“ geworden ist, ein „Mensch“ zu heißen, welchen Ich einst, ihm Meinen geistigen Odem einhauchend, zu einem Kinde Meines großen Geisterreiches stempeln wollte, welches große Geisterreich er jetzt erst auf großen Umwegen, und mit aller Art von Übeln und Leiden kämpfend, erreichen kann.

14] Nachdem nun die Menschen mit ihrer vermeintlichen Wissenschaft und Gelehrsamkeit so weit gekommen sind, sich dieses Wort „Würde des Menschen“ so bequem als möglich zu machen, nachdem der Egoismus als Gegenpol Meiner Liebe und der Liebe überhaupt das Hauptsteckenpferd der jetzt lebenden Menschheit geworden ist, nachdem aber auch eben durch dieses tolle Treiben das Maß der Verirrungen auf eurer Seite und das Maß Meiner Geduld ebenfalls zu Ende zu gehen anfängt, so ist eben dieses Wort wieder euch gegeben, um noch vor dem allgemeinen Verfall so manchen zu retten, damit er nicht ganz seine Würde – seinen einzigen Anteil an der geistigen Welt verlieren möge!

15] Wohl ist dieses und alle Meine Worte, die Ich bis jetzt euch durch Meine Schreiber zukommen ließ, nur für wenige erst zugänglich; aber Geduld, die Mißzustände des menschlichen Lebens werden bald noch manchen in euer Lager führen, so daß er endlich, nachdem er alles vergeblich versucht hat, bei euch einkehren und euch bitten wird mit den Worten:

16] „Freunde und Brüder! Habt ihr keinen Trost, kein Labsal für meine wundgepeitschte Seele, ich fühle es, ich habe die Würde des Menschen verloren, ich habe sie mit Füßen getreten, und jetzt, wo ich Trost und Ruhe von all den Hirngespinsten verlange, die man mir als Weisheit, als religiöse Dogmen angerühmt hat, jetzt erweisen sie sich alle als unzugänglich, als nicht stichhaltig. Wie ein Nebelgebilde zerfließt aller Traum eines rationellen, vernunftmäßigen Scheinwissens; gebet mir die Würde des geistigen Menschen zurück, daß ich mich fühle als Mensch, als geistiges Wesen, welches einst rein aus der Hand eines liebenden Schöpfers hervorgegangen, jetzt wieder Seiner würdig zu Ihm zurückkehren möchte!“

17] Dann, Meine Kinder, dann sind es die Worte, welche Ich unter Heutigem euch gebe, welche dem Dürstenden Labsal und Trost bringen und ihn zu dem Rufe mit dem Blick nach oben zwingen werden: „Was bin ich, o Herr, daß Du meiner gedenkest?“

18] Das ist der Zweck, euch und allen Suchenden die „Würde des Menschen“ wieder mit klaren, hell leuchtenden Zügen darzustellen, damit der Suchende, der Fehlende, der Zweifelnde erkennen möge, wie weit er von ihr abgekommen ist, und wo die Mittel der Wiedergewinnung sind, um das verlorene Paradies wiederzufinden.

19] Denn wisset, wie Adam Meinem Befehle entgegen gehandelt hatte, verlor er sein Paradies, das heißt, er verlor das Bewußtsein seiner geistigen Würde, und eben dieser Verlust stürzte seine Nachkommen bis auf den heutigen Tag in den Wirrwarr von falschen Ideen, Begriffen, Lebens und Weltansichten, welche alle nichts anders sind als das ewige Streben nach Wiedererlangung einer geistigen Würde, welche den Menschen weit über alles Materielle, über alles Sinnliche erhebt, ihn über Trümmer der Verheerung und Unglücksfälle mit einer Zuversicht nach einer andern Welt blicken läßt, wo alle diese Kalamitäten, welche am Ende doch nur das leibliche Wohl der Menschen angehen, als Null entschwinden, und ihre Zulassung klar und einfach eingesehen wird als Mittel zu dem Zwecke, den ins Materielle versunkenen Menschen wieder zum geistigen Weltbürger zu erheben, zu welchem Ich ihn einst geschaffen habe, und welches er auch wieder werden muß, wenn er gleich noch so viele Seitensprünge macht; es ist nur die Zeit verschieden, aber das Endziel bleibt sich gleich. Was Ich hergegeben habe, muß zu Mir wieder zurückkehren, denn es war Mein und muß es wieder werden!

20] Nun, nachdem Ich euch mit wenigen Worten gezeigt habe, was „Würde“ ist, wie sie von Mir euch gegeben, und wie sie von euch Menschen mißbraucht wurde, jetzt muß Ich euch auch beweisen und streng mit Worten festen Abschlusses vor die Augen stellen, was eigentlich Würde des Menschen nach Meiner Idee heißt, damit auch ihr einen klaren Begriff bekommt von dem, was Ich euch gab und was Ich von euch auch wiederbegehren kann, damit ihr Meinen Wünschen entsprechen mögt.

21] Nun sehet, Meine Kinder! Die menschliche Würde ist eigentlich nichts anderes, als das fortwährende Handeln, Denken und Wollen nach Meinen Liebesgesetzen!

22] Ich, der Ausdruck der Liebe, habe euch aus Liebe erschaffen, ihr also Erschaffene müßt eben diesem Schöpfer, der den Funken der Liebe in euch legte, gleich zu werden trachten, soviel es in eurer Macht steht.

23] Dies ist der eigentliche Grundbegriff der Liebe, von der Würde des Menschen, welcher, seine Leidenschaften des Zornes, des Hasses oder der Rache bezähmend, nur alles aus Liebe, nur alles für andere tut, leidet und fühlt.

24] So wird der materielle, körperliche Mensch mit seinen menschlichen Bedürfnissen durch die höhere Glut einer göttlichen Liebe geheiligt, vergeistigt, seiner eigentlichen Abstammung mehr würdig, und eher fähig, Seinen Schöpfer zu verstehen und sich Ihm zu nähern!

25] Die Würde des Menschen besteht also nur in der Unterjochung alles Unedlen, sei es in Gedanken, Wort oder Tat! – So ist der Mensch allein nur erhaben über das Tier, das doch so manche Eigenschaften mit dem Menschen gemein hat; allein eben diese Eigenschaften zu edleren Zwecken zu benützen, auch das gemeinste sinnliche Begehren geistig zu verschönern, ihm einen edleren Anstrich zu geben, ihm höhere Beweggründe zu unterlegen, das adelt den Menschen, das gibt ihm seine angestammte Würde wieder, wodurch er ein Bürger eines Geisterreiches wird, welches einst sein bleibender Aufenthalt sein wird.

26] Den Menschen adelt nicht das konventionelle Halten der Anstandsregeln und der staatlichen Gesetze. Nein! Den Menschen adelt sein eigenes Gewissen, wenn er das Bewußtsein hat, alles nur aus den edelsten, erhabensten Beweggründen getan zu haben, alles gewirkt zu haben aus Liebe, aus Liebe zu seinem Schöpfer, aus Liebe zu seinen Mitgeschaffenen.

27] Nicht die Tat stempelt den Wert, sondern das „Warum“ solche Tat geschehen ist! Die Tat sieht wohl der Mensch, den Beweggrund kennen aber nur zwei – Ich und der Handelnde, wo Ich bei ihm sein lohnendes oder strafendes Gewissen repräsentiere.

28] Was sind denn „Gewissensbisse“ anderes als die Unruhe, seiner geistigen Würde zuwidergehandelt zu haben? Daher, so oft ihr etwas unternehmt, so oft Gedanken euch beschleichen, seid aufmerksam auf sie, damit sie euch nicht entwürdigen; denn ein jeder trägt sein Lebensbuch in sich, und am Ende seiner Laufbahn wird er in einem Bilde erschauen können, welche Physiognomie (Gesichtsausdruck) sein geistiger Mensch beim Scheiden aus dieser Welt erhält; denn der Abglanz des weltlich gelebten Lebens wird der Ausdruck des seelischen Gewandes sein, wo die Gesamtzahl aller Gedanken, Wünsche und Begierden den geistigen Menschen so bezeichnend den andern Geistern darstellen wird, wie er nicht körperlich geformt, wohl aber geistig sich ausgebildet hat.

29] Daß natürlich diese Form des würdigsten Menschenbildes bis zur Ungestalt millionartige Abstufungen haben muß, versteht sich von selbst. Ein jeder prägt sich das Gesicht auf, wie er gelebt hat; je mehr seiner Würde gemäß, desto reiner werden auch die äußeren seelischen Formen das innere Geistige ausdrücken! Ist ja schon jetzt, obwohl nicht jedem, doch manchem lesbar, welche Seele oft ein oder der andere Körper verbirgt, wo doch noch so viele Verstellung im menschlichen Körper möglich ist, was in der andern Welt wegfällt.

30] Deswegen sende Ich euch diese Worte und rufe euch zu:

31] Lebet eurer würdig! Lasset alles Scheinen weg, und zeiget euch auch andern als Menschen, so wie Ich einst den ersten schuf, als Menschen, welche den Funken des unsterblichen Geistes in sich tragen, als Menschen, welche gerade durch alle früheren Vorkommnisse, wie selbst Meine Menschwerdung, zu so großen Zwecken bestimmt und erschaffen wurden!

32] Verunglimpfet nicht eure Würde, seid streng gegen eure Gedankenwelt, sie ist die erste Verführerin, welche euch so leicht über die Brücke des Schicklichen, über das Edle ins Unedle führt.

33] Die Würde des Menschen ist ja euer einziges Heiligtum, durch sie werdet ihr alles, ohne sie versinket ihr zur Tierwelt hinunter, werdet gleich Tieren materielle Geschöpfe, die nicht eines göttlichen Funkens wert sind, werdet eigentlich noch mehr (weniger) als Tier; denn wenn das Tier Handlungen begeht, die für euer Auge grausam und hinterlistig sind, so weiß es solche nicht zu beurteilen, sie liegen in seiner Natur; aber der Mensch sinkt eben deswegen unter das Tier hinab, weil er die Fakultät (Fähigkeit) hat, seine Handlungen und Gedanken zu beurteilen, abzuwägen, und wohl sich bewußt, daß er etwas ganz anderes tun sollte, doch das Entgegengesetzte vollführt, weil es seiner sinnlichen, nicht aber seiner göttlichen Natur schmeichelt.

34] Die Würde des Menschen ist das Palladium (Schutzbild), welches heilig gehalten werden sollte, und in dieser Reinheit liegt die Ruhe und der Trost bei Unglücksfällen jeder Art; denn dieses Palladium führt zum Vertrauen auf eine leitende Vaterhand, welche, wenn auch dem Anschein nach strafend, doch nur aus Liebe bessern will!

35] Diese Würde des Menschen macht die Menschen zu Engeln, so wie der Verlust derselben sie zu Teufeln in menschlicher Gestalt umwandelt.

36] Wenn nicht eben diese so viel mißverstandene „Würde“ eigentlich der Grundpfeiler und das Grundprinzip zu allen Gedanken und Handlungen wäre, so hätte Ich es euch nicht näher auseinandergesetzt, damit ihr etwas strenger auf euch selbst aufmerksam sein sollt und stündlich und täglich erkennen mögt – wie oft ihr eben gegen diese Würde in Gedanken, Worten und Taten fehlt oder sündigt!

37] Unbemerkt und unbelauscht gehen zwar die unlautern Gedanken an der Mitwelt vorüber, aber an eurem Seelenmenschen bleiben sie haften. Dort werden einst andere mit Schrecken lesen, wie so mancher Würdenträger eurer Welt nicht einen Funken von Menschenwürde mehr besaß, welche Ich ihm als Mein Ebenbild auf seine Lebensreise mitgegeben habe.

38] Lasset daher diese Hochgestellten ihre Sache mit sich selbst ausmachen; auch sie werden in Verhältnisse kommen, wenn nicht in dieser doch gewiß in der andern Welt, wo mit Grauen und Schrecken Wesen voreinander fliehen werden, die hier mit Freundschaft aneinander hingen.

39] Die Enttäuschung wird kommen, wenngleich spät, für die Unwürdigen aber noch immer zu früh! Bewahret daher eure Gedankenwelt rein! Dort lasset eure Menschenwürde als reine Flamme der Liebe, der Duldung und der Verehrung leuchten, und ihr werdet, wenngleich von euren Mitmenschen verkannt, den Himmel schon auf Erden genießen, welcher hier nur flüchtig, dort einst bleibend in und um euch sein wird!

40] Sehet, Meine Kinder, wüßte Ich nicht, was euch während eures Erdenwandels noch erwartet, Ich würde euch diese menschliche Würde nicht so ans Herz legen; aber ein guter Arzt weiß, wenn er Symptome (Anzeichen) von Krankheiten sieht, schon als Vorsichtsmaßregeln Mittel anzuordnen, damit wenn eine Krankheit sich einstellt, derselben vorgebeugt werden kann.

41] So auch Ich; bald werden Mißgeschicke auf Mißgeschicke sich häufen, der Gärungs und Scheidungs-Prozeß muß seinem Ende entgegengehen, die geistige Luft eures Erdballs ist, wie oft die materielle Atmosphäre, mit gewitterschweren Dünsten angefüllt, die Entladung muß folgen, und ebendeswegen rate Ich euch:

42] Fliehet zu Mir! Verletzet eure Menschenwürde nicht; denn nur so habt ihr Vertrauen zu Mir und nicht zu euch selbst, so nur könnt ihr allen Stürmen trotzen; denn diese geistige Würde erhebt euch über das gewöhnliche Leben, läßt euch alle noch so großen Übel in einem andern Licht erblicken und erfüllt euer Herz mit Vertrauen und Zuversicht auf euren Vater im Himmel, der ja nur, eben weil der größte Teil der Menschheit schon längst seine Würde eingebüßt, solche Mittel zulassen muß, um durch Elend und Not das zu erreichen, was mit Güte nicht erreichbar war!

43] Die Würde des Menschen, oder das geistige Bewußtsein – ich bin nicht von dieser, sondern von einer andern, besseren und ewigen Welt – dieses Bewußtsein erhebt den Menschen, wenn er auch unter den allgemeinen Mißzuständen leiden muß, doch über diese irdische Welt hinaus, und es ergeht ihm wie einem auf einem hohen Berge Stehenden, er übersieht mit Gleichmut das Wirren und Treiben unter ihm und erfreut sich einer größeren, weiten und schönen Aussicht. Es wird ihm dann wohl der Gedanke oft aufsteigen:

44] „O warum sind diese Menschen so blind und vergessen ob der weltlichen Dinge drunten im Schlamme der niedrigsten Leidenschaften das Wesentliche, was sie eigentlich sein sollten! Ach, wenn es ihnen an Mut nicht gebräche, wenn sie es wagten, zu Mir heraufzuklimmen, wie lächerlich, wie töricht würden sie alles das finden, was ihnen jetzt so wichtig, so unumgänglich notwendig erscheint; wie würde es sie schaudern bei dem Gedanken, daß sie alles, was sie sich errungen zu haben glaubten, nur eben durch den Verlust ihres einzigen Gutes erkauft hatten, durch den Verlust der geistigen Menschenwürde!“

45] So wird mancher denken, der über Schlamm und Schmutz der niedrigsten Leidenschaften sich hinausgearbeitet und seine Würde wiedererlangt hat; so sollt auch ihr denken, ihr, die Ich schon seit längerer Zeit mit Gnaden und Lichtworten überschütte, damit ihr, eurer Menschenwürde bewußt, euch des erhabenen Standpunktes freuen sollt, auf welchen Ich euch gestellt habe, und stets eingedenk eurer eigenen Würde danach streben mögt, auch selbst würdig zu werden dessen, was Ich euch schon oft geheißen habe, nämlich Meine lieben Kinder! Dieser Vaterruf ist nur für die, welche ihre Menschenwürde zu wahren wissen; denn indem sie sie bewahren, erlangen sie auch stets mehr die Würde, Meine Kinder zu werden, das, was Ich bei Erschaffung des ersten Menschen wollte, daß er es werde, aber leider nicht wurde!

46] So seid streng! „Wachet und betet, auf daß ihr nicht in Versuchung fallet“, so rief Ich einst Meinen Jüngern zu. Ich wußte wohl in jener Zeit warum, und jetzt sage Ich es euch nochmals: Wachet und betet, auf daß ihr euch nie entwürdigt und stets dem getreu bleibt, was ihr durch so viele Worte von Mir leicht entziffern könntet, daß nämlich nur durch den Seelen-Adel die Menschenwürde erlangt, gefestigt und behalten werden kann, ohne welche alles Lesen und Beten nichts nützt! Der innere Mensch muß Mir gleichsehen, dann wird sein Außenbild schon einst auch zu seiner geistigen Umgebung im Jenseits passen, und daher trachtet, mit einem geistig-seelischen Antlitz begabt in die andere Welt zu kommen; es ist besser, das hier schon vorzubereiten, als es erst dort erlangen zu wollen! Hier gehört dazu „des Menschen Würde“, dort ist „des Geistes Würde“ eine andere Stufe, welche die Menschenwürde als Unterlage hat, aber ohne sie nicht erreichbar ist!

47] Ich bereite euch vor, im kurzen irdischen Lebenswandel das zu vollbringen, was dort bei weitem schwerer zu erreichen ist. Daher folget Meinen Worten, sie kommen von eurem Vater, der eben euch Seiner würdig machen möchte, welches ihr aber nicht werden könnt, bevor ihr nicht eurer selbst würdig geworden seid!

48] Dieses zur Danachachtung für euch und alle kommenden Durstigen und Hungrigen, welche bei euch wiedererlangen wollen, was sie bewußt oder unbewußt oft leichtsinnig verloren haben, das ist – ihre eigene Würde, als alleinigen einzigen Halt mitten im Leben, zwischen Kampf und Entbehrung aller Art, als Anker des Vertrauens, der Hoffnung und der Liebe! Amen!

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Jesus spricht zu uns

Der Vater durch Christel

„Jesus Christus spricht, und Er grüßt euch, und Er ist mitten unter euch, bei euch, in euch, um euch, und ihr könnt hören Sein Wort gesprochen durch Menschen in ihrer Art, in ihrer Färbung, ob als Mann, oder als Weib. So wie sie sind, so nehme Ich sie und bin demütig genug, ihre Fehler, ihre Mängel an Meinem Wort zu belassen. Ich habe es nicht nötig, so sehr gestochen, kristallklar zu euch zu sprechen, denn wann immer ich spreche aus der Liebe, spreche Ich in der Alltagssprache, so natürlich und einfach wie die Liebe selber ist. Und je mehr ich euch liebe, desto einfacher spreche Ich. Denn was tun Liebende? Sie tauschen keine Weisheiten aus, sie brillieren nicht, sondern sie schauen sich an und sprechen die einfachsten Worte, und meistens sprechen sie immer das gleiche, und es ist ihnen genug. Und so erkennt ihr immer in den einfachen Worten Meine Liebe und meine Sprache.

Gelehrte, Predigten, brillante Vorträge habt ihr genug. Ihr seid hergekommen die Wege, um des Herrn Worte zu hören, des Herrn Wort aus der Liebe. Und so umfange Ich euch denn aus Meiner Liebe, aus Meiner tiefen, unendlichen Liebe, aus dem Born Meiner überquellenden Gottesliebe. Ich umfange euch, Ich ziehe euch an Mich, Ich speise euch, denn ihr seid hungrig und durstig. Ich halte Meine Hände auf, und ihr trinkt das Wasser des Lebens. Ich könnt euer Gesicht hinein legen und euch baden in dem Wasser Meines Geistes. Und mach einem werde Ich süßen Wein reichen, da er so sehr bedarf der Stärkung. Und manch einer wird eine bittere Medizin aus Meinen Händen entgegennehmen – jeder das, was er benötigt, um zu gesunden.

Was ist hier in dieser Schule? Woher wißt ihr, daß Ich es bin? Seht, Ich möchte es euch nahe bringen, Ich möchte es in euer Herz hineinschreiben, woran ihr Mich erkennen könnt: Was immer ihr beurteilt, was ihr beurteilt an einem Menschen, müßt ihr beurteilen nach der Motivation, nach der Gradlinigkeit. Und seht, so viele Gemeinschaften verkünden das Wort des Herrn, genauso wie damals der Tempel in Jerusalem Gottes Wahrheit verkündete. Aber man hatte den Vorhang vor das Allerheiligste gezogen, man hütete die Ware Gott, man verkaufte sie. Und man verkaufte sie nicht billig. Man hatte Gott, aber man machte eine Ware daraus. Es gab nicht Brüder und Schwestern, sondern Privilegierte und Leute, die man beherrschte. Und Jesus war derjenige, der dieses durchbrach.

Ich war es, der aus dem Allerheiligsten herausgetreten war, das Mich vom Volke trennte. Ich war es, der sich über diese Gepflogenheiten des Tempels derart dramatisch hinwegsetzte, indem Ich die Tische umwarf und die hinauspeitschte, die das Haus des Vaters zu einer Geldhöhle, zu einer Wechselstube degradiert hatten.

Es war also die Wahrheit, die verkündet wurde, die Wahrheit des Volkes Israel, das an einen Gott glaube, an Mich. Und genau dieselbe Wahrheit, des einen Gottes, der da Mensch geworden war in Jesus Christus wird heute auch verkündet. Laßt euch nicht täuschen von der Trinitätslehre, die keiner begreift. Wer begreift sie? Ich bin Gott und wurde Mensch; und der Wille aus Mir, Mein Liebewille, ist der heilige Geist, ist der Geist Gottes, der alles umweht. Und so bin Ich ewig nur Einer. Ich, Gott, wurde Mensch, daß ihr Mich fassen könnt, begreifen könnt. Jesus und der Vater sind eins. Und wenn Jesus den Vater in Sich befragte und mit Ihm sprach, dann wandte Er sich an die große, unendliche Gottheit, die das Universum regierte, während das Liebezentrum auf der Erde weilte und Mensch war. Gott und Jesus waren eins, so wie die Sonne in sich eines ist, ob sie Licht sendet oder Wärme sendet. Licht und Wärme sind die verschiedenen Aspekte der gleichen Sonne – man kann einmal das Licht sehen und einmal die Wärme spüren, und doch gehört beides zusammen.

Sehet all die Ungereimtheiten, die euch nahegebracht werden. Aber nicht darüber möchte Ich jetzt sprechen; Ich habe es nur gestreift um einiger weniger wegen, in deren Herzen Ich ersehe, daß sie Klarheit brauchen.

Wie schrecklich sieht es aus in den Gemeinschaften, die Mein Wort verkünden: Diese Enge, dieser Haß aufeinander, dieses ‚nur‘ ich habe die Wahrheit, nur bei mir wirst du Mensch selig, wenn du diesen und jenen Weg gehst!‘ Wie oft sprach Ich hier in dieser Schule davon, daß sie wohl Meine Wahrheit haben, eine Teilwahrheit haben. Aber fragt einmal einen Mormonen, einen Zeugen Jehovas, einen Adventisten, irgend einen aus einer Gemeinschaft, ob er glaube, daß der andere auch in der Wahrheit sei. Dann wird er sagen, ‚nein‘ und wird euch belegen anhand der Bibel, daß die anderen unmöglich in der Wahrheit sein können. Und wenn sie sich auch nicht mehr die Köpfe abschlagen, wenn sie sich nicht mehr die Häuser anzünden, wenn sie auch keine heiligen Kriege mehr führen hier im Abendland, so seht ihr ja was in anderen Teilen der Welt vor sich geht. ‚Heiliger Krieg!‘ Welch ein Widersinn schon alleine im Wort! Es ist der Schwachsinn überhaupt – ‚heiliger Krieg‘! Die Gemeinschaften glauben alle von sich, nur sie allein hätten die Wahrheit, und die anderen – nun, man duldet sie. Glaubt ihr, daß es ihnen genügen würde, daß sie Menschen zu Gott bringen, und daß es ihnen egal wäre, ob diese in ihrer Gemeinschaft bleiben? – Was hier geschieht in dieser Schule ist, daß Menschen mit Gott in Berührung gebracht werden sollen, daß sie berührt werden sollen, daß sie erfahren sollen, daß es einen Vater im Himmel gibt, der sich durchaus verantwortlich fühlt für das Leben; das Er zeugte in diese Welt. Und daß man Ihn erfahren kann in sich, der der Himmel ist inwendig in euch. Und da es so laut geworden ist um euch, müßt ihr schon in die Stille gehen, ganz tief hinein in euch. Ganz tief in euch bin Ich.

Und Ich habe Mir ausgedacht für diese Zeit, daß Ich die unendliche Liebe gebe, soweit es überhaupt möglich ist, sie durch Menschen zu geben. Und diese Liebe will, daß du, Mensch, nur berührt werden sollst in aller Freiheit, daß du das Wort des Herrn hören darfst in aller Freiheit, daß du nicht den Weg mit uns hier gehen mußt. Diese Meine Kinder verkünden nichts weiter als die Freiheit, Liebe und Wahrheit aus Gott. Und sie sind glücklich, wenn einer in dieser oder in jener Gemeinschaft ist. Die Hauptsache ist, daß er Gott gefunden hat, daß er den Halt in seinem Leben hat, daß er die Hilfe hat. Ob er nun bei der Heilsarmee ist, oder in der katholischen Kirche, oder wo auch immer und in welcher Religion, ob er nun zu Bhagwan geht oder zu irgendjemandem, Hauptsache er kommt von seinem Ego weg und findet den Sinn seines Lebens im Du, in Mir, im Inneren und im Menschen, im anderen. Das allein ist wichtig, daß sie berührt werden, und daß sie erkenne, daß es Gott gibt; daß man eine Verantwortung hat für all sein Tun; daß man nicht einfach über die anderen hinweg gehen kann, und sie belügen und betrügen kann. Sondern daß es einen Gott gibt, der die Fäden in der Hand hat und der dich Mensch dennoch ganz individuell ansieht, als gäbe es nur dich.

Mein Anliegen hier ist es, daß Ich Menschen zum Glauben an Mich bringe, und Ich mache Mir die Mühe, sie einzeln anzusprechen. Denn ihr seid so unterschiedlich, ihr, die ihr hier versammelt seid. Da sind die, die das erste Mal hierher kommen und die, die schon lange dabei sind; diejenigen, die den Liebe-Mystikweg in der Tiefe gehen und andere, die kaum die Bibel kennen, die kaum Gott kennen. Sie alle sind Zuhörer, sie alle sind zusammen da. Und so spreche Ich euch einzeln an, nehme euch bei der Hand und leite den Strom Meiner unendlichen Liebe durch dich, Mensch, auf daß Ich dich berühre. Und wohin du dann gehst, in welche Gemeinschaft du gehst, das ist Mir nicht wichtig. Das ist das Merkmal dieser Schule, und es zeigt euch, daß sie aus Mir ist, weil sie frei ist, und weil Meine Mittler, die hier Mein Wort sprechen, jeden gehen lassen. Es ist nicht wichtig, daß ihr die Hefte lest, es ist nicht wichtig, daß ihr hierher kommt. Wichtig ist, daß ihr zum Glauben an Gott gebracht werdet, daß ihr von eurem Ego gelöst werdet, daß ihr im anderen den Bruder erkennt. Und daß ihr wißt in dieser Zeit , die da kommt, und die euch die Folgen eurer zerstörten Umwelt bringt, daß ihr von guten Mächten wunderbar geborgen seid – wie es in einem Lied heißt, das wir nachher hier singen wollen; daß ihr wißt, wenn ihr einen Becher voll des Leides zu verkosten bekommt, daß er aus Meiner guten Hand euch gegeben wird, und daß es Meine Liebe ist. Auch im Leid und gerade im Leid erkennst du Mich. Im Leid alleine wirst du, Mensch, nachdenklich. Im Leid verwandelst du dich. Im Leid lernst du die Güte kennen. Im Leid alleine lernst du von dir abzusehen auf den anderen und zu begreifen, daß es noch anderes gibt als deine Person, wichtigeres gibt als deine Person.

Ihr werdet Mich hier daran erkennen, daß Ich mir selber ewig treu bleibe. Und so wie Ich damals vor zweitausend Jahren den Vorhang des Tempels niederriß und das Allerheiligste unter die Menschen bracht, Mich Selber, indem Ich mit ihnen aß und trank, indem Ich mitten unter ihnen war, sie belehrte, heilte, tröstet und so sehr gehaßt wurde von den, die erkannten welche Gefahr Ich war – das war ja der tiefe Grund, daß sie fürchteten um ihre Macht – so werde Ich auch heute, morgen und übermorgen wieder verfolgt und gehaßt um Meiner Wahrheit wegen, die Ich verkündigen werde. Ich sage, daß es nicht darauf ankommt, Mensch, in welcher Gemeinschaft du bist und wie du Mich nennst, sondern, daß du an Gott glaubst, daß du ein guter Mensch bist, und daß du weißt, daß Ich, Der Ewige in Jesus Christus Mensch wurde, daß ich am Kreuze starb, und daß ich Dich nach Hause bringe; daß es niemals eine ewige Verdammnis geben kann bei einem Gott, der da ist die Liebe. Wenn ihr schon als Mensch niemals euch auch nur vorstellen könntet, wie mögt ich Mir solches in die Schuhe schieben? Und daran müßtet ihr erkennen, was gewisse Gemeinsachten mit solchen Lehren ausdrücken. Sie wollen die Menschen damit unter Druck setzen. Ich aber bin ein Gott, der da liebt und alles nach Hause zurückbringen will. Von Mir ging alles aus, von Mir wendete sich ein Teil ab, brachte sich ins Unglück, verhärtete sich, schnitt sich ab vom Band der ewig pulsierenden, wärmenden, durchstrahlenden Liebe und erstarrte und wurde zur Materie. Und ich komme und durchstrahle sie und durchglühe sie, durchpulse sie, hauche sie an und will sie wieder nach Hause bringen, hinein in den Born Meiner überfließenden Liebe. Das ist Gott, und daran werde ihr Mich erkennen, daß ich spreche wohl aus dem Ernste und der Ordnung, aber doch ganz und gar aus der Liebe.

Und so wird in dieser Schule immer nur Meine Wahrheit verkündet und niemals werdet ihr in irgendeiner Weise etwas hören, daß die Wahrheit nur in der ‚Bieberauer Schule‘ sei. Niemals werdet ihr hören, daß es wichtig sei, diesen Weg zu gehen. Wie oft sage ich zu einem Menschen: ‚Mein Kind, du bist fasziniert von der Form, wie Ich Mich hier offenbare; aber ich sage Dir, der Weg in dieser Schule ist ein harter Weg. Du kehrst besser in die Gemeinschaft zurück, aus der du kommst. Dort hast du die Richtlinien und die Ordnung, die du brauchst‘. Denn viele brauchen eine Lebensführung. Und nicht umsonst haben die Jugendsekten derart viel Zulauf, denn die Menschen scheitern an der Sinnlosigkeit, an der Leere, und sie brauchen einen Halt. Sie werden da aufgefangen und so dienen auch diese Gemeinschaften letztlich Mir, denn sie sind eine Stufe. Eine Stufe, auf der die Menschen auch von ihrem Ego und von ihrer Sinnlosigkeit, von ihrer Leere befreit werden, auf daß sie Stufe um Stufe weitergehen können.  Hier aber gebe ich keine Verhaltensmaßregeln, wie ihr nun im Einzelnen euren Alltag zu bewältigen habt. Ich gebe euch wohl die geistigen Bilder, und Ich verkünde Meine Wahrheit und gebe Anregungen. Aber niemals werde Ich sagen: *Du sollst dieses tun, du mußt jeden Sonntag in die Kirche gehen und mindestens einmal im Jahr zur Beichte, und du mußt dieses und jenes lassen.‘ Hier verkündige Ich Meine Wahrheit; und wer sie annehmen kann, der nehme sie an und setze sie um. Und wenn ihr sie nicht annehmen könnt, so verdammet nicht die, die Meine Wahrheit verkünden, sondern segnet sie und saget, *ich kann sie zwar nicht verstehen, ich kann sie nicht annehmen, aber ich erkenne, daß es nur Gutes ist, was dort gepredigt wird!‘ Vielleicht kommst du zu einer späteren Zeit dazu.

Meine Wahrheit wird also erkannt an der Freiheit von jedem äußeren Druck. Und daran, daß nicht gesagt wird: ‚Wir alleine haben hier die Wahrheit, wir allein besitzen die alleinseligmachende Religion – wir hier mit unserem ‚Bieberauer Jesus!‘ Es gibt keinen ‚Bieberauer Jesus‘! Es gibt nur Jesus Christus den Gekreuzigten, der sich hier ein kleines Werk geschaffen hat, das hell und strahlend ist im geistigen Reich, und das Sein Liebelicht, Sein Wahrheitslicht aussenden wird über diese Welt. Und es ist ein kleines Licht, aber es ist unendlich intensiv. Und dieses intensive Licht wird gehaßt, und man möchte es verlöschen, denn es ist wie dein Dorn im Fleisch. Und ein Dorn ist im Verhältnis zum Menschen klein und doch verursacht er Schmerz. Und diese kleine Schule verursacht Schmerz, denn Meine Wahrheit tut dem weh, der glaubt in der Wahrheit zu sein, weil er Erkenntnisse und Weisheiten stapelt und dann doch erkennen muß, daß das gar nicht gefragt ist. Ich bin gekommen einzufordern Mein Liebegebot: ‚Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst!‘ Ja, Ich sage es ganz kraß: Liebe und tue aus dieser Liebe heraus, was dein Herz dir eingibt! Aber prüfe dein Herz, ob es nicht die Eigenliegt ist, die es dir eingibt. Überprüfe immer deine Motive, warum du etwas tust. Und so viele gute Taten sind letztlich vor Mir nur eine Selbstdarstellung. Ich habe nicht umsonst in der Bergpredigt gesagt, daß sie die guten Werke im Verborgenen tun sollen und nicht mit Schellen und Glockengeläut. Aber wie viel auch meiner lieben Kinder reden und stellen sich dar. Und ich achte doch nur das, was im Verborgenen getan wird, was man um Meinetwillen und um eines anderen willen tut und nicht, um such etwas zu erkaufen.

Seht, Meine Wahrheit ist unendlich einfach, klar und durchscheinend. Und diese Wahrheit verkünde Ich hier, die Wahrheit der Freiheit Gottes. Und wer sie versteht, wird unendlich beseligt sein, denn er hat endlich das gefunden, wonach er immer suchte. Es ist die Wahrheit des Urchristentums, es ist die Wahrheit, für die Menschen ihr Leben ließen, die Wahrheit, die die Menschen ganz durchdringt, sie neu belebt, den Sinn ihres Lebens ihnen erschließt. Die Wahrheit ist frei, frei von Dogmen, frei von Zwang, frei von Menschenwerk. Und Ich bin wieder da, wie ich es versprochen habe. Ich habe Meinen Geist ausgegossen in dieser Zeit und spreche ganz und gar die Wahrheit des Geistes Gottes aus, die da ist so unendlich belebend und wohltuend. Und so halte Ich euch Meine Hände hin. Tauchet sein eure heiße Stirn und kühlet sie und kostet Mein Wasser des Lebens, auf daß Ich euch erfrische, auf daß Ich euch belebe, auf daß ich euch kläre euren Geist; auf daß ihr erkennt, wo die Wahrheit ist und wie die Wahrheit ist. Amen.

Gebet Christel:   

Du hast noch andere Mittler, und doch sagst Du mir, daß Du noch einmal durch mich sprechen möchtest. Und so bitte ich Dich denn, daß Dein Wille an mir geschehe.

Der Vater durch Christel:

‚Ich tue, was Ich will und tue manchmal etwas, das euch überrascht, das dich überrascht, Mein Kind. Aber Ich tue, was Ich für nötig halte. Und ich möchte sprechen aus dem überfließenden Born Meiner Liebe. Ich möchte euch nehmen in diese Liebe, euch halten in dieser Liebe, weil so viele diese Liebe benötigen, und weil so viele da sind aus der Liebe. Und ich möchte euch sagen: Ich nehme eure Liebe, und Ich brauche eure Liebe, denn Ich gebe und gebe und gebe, und Ich erhalte so unendlich wenig zurück. Und wenn ich dann Kinder der Liebe beisammen habe, die ihre Sehnsucht, ihre Liebe auf Mich richten, dann bade Ich mich einmal in dieser Liebe. Und ich gehe erquickt und mit dem Tau dieser Liebe versehen wieder an Meine Gottesarbeit.

So wenig werde ich geliebt um Meiner Selbst willen. So sehr bin Ich überschattet und verdeckt von den Bildern, Zeremonien und Meinungen und so wenig freie, reine Liebe begegnet Mir. Und wo Ich ihrer habhaft werde, da ziehe Ich sie an Mich, denn Ich brauche sie. Und so sage Ich: Ich danke euch, Ich danke euch, daß ihr euch geöffnet habt! Ich danke euch, daß ihr eure Liebe zu Mir fließen laßt, denn sie tut Mir unendlich wohl. Ich gebe euch, Ich überschütte euch und bin so dankbar für das, was Mir gegeben wird.

Ich war Mensch, Gott war Mensch und hat sich dieses Menschsein für ewig bewahrt. Und Er kann nicht geliebt werden in Seiner Größe und Unendlichkeit, sondern nur im Kern Seiner Wesenheit, in Jesus Christus. Und aus diesem Kern spreche Ich euch an, und in ihm liebe Ich euch. In ihm empfinde Ich eure Schwingung, eure Antwort, und sie trifft Mich mitten hinein in Mein Herz, und das Herz Jesu antwortet euch.

Ich habe so viele Worte gesprochen hier aus Meinem Willen und aus der Ordnung und aus der Strenge, und doch hungert es Mich immer wieder nach eurer Liebe, und ich sehe euren Hunger nach der Meinen. Und so kommet und sättigt euch und trinket das Wasser Meiner Liebe, wie Ich da trinke das, was ihr Mir reicht. Wir sind voneinander abhängig – Schöpfer und Geschöpf, denn Ich habe euch geschaffen. Ich habe Meine Liebe in euch gelegt. Ich habe Mein Gottesleben in euch gelegt, und in euch spiegle Ich Mich, in euch sehe Ich Mich, in euch erkenne Ich Mich. In euch erkenne Ich die unendlichen Möglichkeiten der Gottheit, denn jeder von euch ist ein winziger Teil aus Mir. Und voller Ergriffenheit sehe Ich Mich und fühle und erkenne Ich mich in euch. Ich lerne Mich kennen in euch wie sich die Eltern erkennen in ihren Kindern, wie ihr euch kennt im Partner, wie ihr euch erkennet im Freund. Den wir kann man sich erkennen, wenn man kein Du hat, in dem man sich spiegelt? Ihr seid die vielen Dus, die Ich habe. Und Ich ziehe euch an Mich und lehre euch, die Liebe Gottes ein klein wenig zu begreifen und zeuge euch, daß sie frei sein muß. Und Ich bitte euch, und Ich ermahne euch, gebt diese Freiheit in der Liebe an die Menschen weiter, die euch nahe sind, mit denen ihr verheiratet seid, die eure Kinder sind. Lehret die Freiheit in jeder Beziehung, denn nur wenn ihr loslaßt, nur wenn ihr die Freiheit begriffen habt, werden ihr wirklich Liebe erfahren, denn Liebe muß frei sein. Wenn ihr etwas erwartet von einem andern, dann zerstört ihr seine Liebe. Liebe will sich verschenken, verströmen und ist von ihrer Natur her purste Freiheit. Und wenn ihr von eurem Partner irgendetwas erwartet, so werdet ihr nicht mehr die reine Liebe bekommen, denn die Erwartungshaltung ist der Tod jeder Liebe! Gebt frei, laßt los, und ihr werdet eine neue Intensität, ein neues Glück erfahren! Eifersucht ist wirklich der Tod einer jeden Beziehung. Wo kein Vertrauen, wo keine Liebe ist, da ist der Tod, da ist Gewöhnung, da ist eine Lebensgemeinschaft – vielleicht, weil man ein Haus hat, oder Kinder hat und meint, daß es anders nicht ginge – aber mit Liebe hat diese nichts mehr zu tun.

Laßt eure Kinder frei, laßt sie gehen und erwartet nicht immer, daß sie euch besuchen, daß sie euch verstehen. Habt ihr denn eure Eltern verstanden? Habt ihr sie dauernd besucht? Hattet ihr Bedürfnis, sie dauernd zu sehen? Gebt euch doch frei und begegnet euch in der freien Liebe aus Mir, die beglückt ist, wenn sie bedacht wird, wenn sie besucht wird. Wie schön ist es, wenn ihr wißt, daß euer Kind kommt, weil es Sehnsucht hat und nicht, weil es sich verpflichtet fühlt. Wie schön, wenn ihr einen Anruf bekommt, nicht weil der andere sich verpflichtet fühlt, sondern weil er eure Stimme hören möchte, weil er euch vermißt. Oh, lasset frei, um endlich wieder die Intensität in eurer Leben zu bringen, die Freude und die Wahrheit, die euch verlorengegangen ist. Alle habt ihr permanent Erwartungshaltungen an euren Partner, an eure Eltern, an eure Kinder, an eure Kollegen. Oh, gebet doch einmal erst etwas von euch, verschenkt euch, verströmt euch und erwartet nichts. Und nach der Gesetzmäßigkeit der Liebe, die Ich bin, muß Liebe, die ihr abgebt, zwangsläufig zu euch zurückkehren, unendlich wunderbare Liebe. Wenn sie freiwillig gegeben wird, ist Liebe in sich Beglückung.

Ich bitte euch, daß ihr dieses verinnerlicht, daß ihr loslaßt und erkennt, daß ihr überhaupt nichts zu erwarten habt. Ihr könnt bitten und betteln und erwarten und doch wird euch nur ein Bruchteil gegeben. Es ist dann ein Muß, weil man euch nicht weh tun will und hat mit Liebe nichts zu tun. Ihr seid durch Werbefernsehen und alle möglichen Dinge derart belastet, daß ihr meint, wenn man euch Blumen mitbringt, wenn man euch Pralinen mitbringt, wenn man euch dieses und jenes mitbringt, daß das die Liebe sei und erwartet vom anderen, daß er euch etwas schenkt. Und wenn er euch keine Blumen mitbringt und keine Pralinen, dann – ja – dann ist es keine Liebe mehr. Da sagt ihr ganz spitz, ‚na, du hättest mir aber auch mal wieder etwas mitbringen können‘. Und damit ist schon wieder ein Stück der Liebe abgebrochen, und es ist nicht mehr zu ersetzen. Es ist wie mit den menschlichen Zähen – es gibt keinen Ersatz, man kann nur Kunststücke einsetzen dazwischen, Kunstzähne, man kann sie plombieren, man kann sie überkronen, aber sie wachsen nicht nach. Und war ihr in der Liebe kaputt macht, das kann wohl geflickt werden, aber es wird niemals wieder nachwachsen, es wird niemals heil sein. Die Liebe ist derart kostbar, derart zerbrechlich, wie ihr es überhaupt nicht wißt.   

Meine Liebe ist die eure, Ich habe sie in euch hineingegeben. Ihr seid nach Meiner Liebe programmiert. Jeder von euch sehnt sich nach dieser Liebe und ihr trampelt auf der Liebe herum und habt Scherben in euren Händen und schneidet euch und habt blutige Hände. Oh betrachtet sie als das Kostbarste in euren Leben, denn ich sage euch: Wenn es einen Himmel auf Erden gibt, dann ist er in einer guten Ehe; und wenn es eine Hölle auf Erden gibt, dann ist sie in einer schlechten Ehe! Und das übertragt auf die Kinder. Der Himmel auf Erden in einer guten Ehe strahlt aus auf die Kinder und auf all; und umgekehrt wird alles zerstört und demoralisiert, wenn keine Liebe da ist. Ich habe euch so viel von Meiner Liebe gegeben, und diese Liebe besagt, daß ihr sie hüten sollt als das Heilig, Zerbrechliche, Wunderbare aus Mir, das euch gegeben wurde hier für diese Zeit. Hütet die Liebe, die zwischenmenschliche Liebe. Amen. „   

Kundgabe vom 7. 11. 1984 in Wersau B.S.

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Gott liebt den Menschen

Er liebt den sündigen Menschen – nicht die Sünde – und er tut alles, daß dieser Mensch ihn und seine Liebe erkennen kann. Besonders freut es ihn, wenn ein Mensch einen liebevollen Kontakt mit ihm sucht, dann kann er sich zu erkennen geben.

Aber es sind so wenige, die den direkten Kontakt suchen, einfach so, vom Kind zum Vater, vom Freund zum Freund und vom Geschöpf zum Schöpfer. Er ist sich nicht zu groß oder zu mächtig, sich nicht zum Menschen herniederzubeugen und ihn in den Arm zu nehmen, ihn in Not zu trösten, und er erkennt die Not und sucht, sie zu lindern.

Warum leben wir dann in der Welt in Not und Angst? Es ist so, daß das Geschöpf sich in seiner Freiheit von Gott abgewandt hat. Aber es ist frei, sich Gott wieder zuzuwenden oder von ihm entfernt zu bleiben. Wendet es sich Gott zu und verbindet es sich mit ihm und bittet ihn um etwas, so kann es ihm gegeben werden, solange es nicht die Freiheit des anderen beeinträchtigt. Es ist unendlich kompliziert, das alles zu beachten. Aber das ist nicht Sache des Menschen, der sich mit Gott verbindet, aber es bedeutet, daß eventuell etwas nicht sofort geschehen kann, sondern etwas zwar leichter für den einzelnen Menschen wird, aber das ganze negative Geschehen sich nur langsam ändert.

Und selbst wenn man diesen scheinbar fernen Gott nicht wahrnimmt, so ist er doch nahe, und er hört jede Bitte und hilft, soweit es möglich ist. Diese Einschränkung sollte euch nicht davon abhalten, euch mit ihm zu verbinden und ja, ganz einfach mit ihm zu reden und auf die Antwort zu lauschen.

Nur so geht es durch eine Liebeserklärung in eine erste Verbindung, die dann zu einer immerwährenden Herzensverbindung und einem Leben in Frieden mitten in dieser Welt werden kann. Versucht es doch einfach einmal und seid hartnäckig genug, nicht locker zu lassen bis es funktioniert. Dieses Versuchen ist eine Willenserklärung an Gott, den Kontakt aufzubauen und das wird dann beantwortet.

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Die Berge des Herrn 19. November

“ Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt.

Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ (Psalm 121 1,2 Luther-Übersetzung)

Ja! Hebet stets Eure Augen von der Gemeinheit und Schlechtigkeit, allem Niedrigen der Erde auf zu den Bergen des Herrn. Aus Eurer irdischen Kleinheit und Armseligkeit blicket hinaus, von wo die Hilfe des Herrn kommt.

In Augenblicken der Schwäche hebet Eure Augen auf zu den Bergen des Herrn.

Schärft Eure Augen und bemüht Euch stets um diese ferne Sicht. Gewöhnt Euch mehr und mehr daran, stets weiter und weiter zu blicken, bis die fernsten Gipfel Euch vertraut erscheinen.

Die Berge des Herrn; die Berge von denen Euch Hilfe kommt. Eine ausgedörrte, dürstende Erde blickt sehnsüchtig hinaus zu den Bergen, von wo ihre Flüsse, ihre Ströme, ihr Leben kommt. Schaut auch Ihr also verlangend hinauf zu den Bergen. Von dort wird auch Euch die Hilfe werden. Die „Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“

Darum: Blickt für Eure geistigen Bedürfnisse auf zum Herrn, der den Himmel erschuf, und für alle Eure irdischen Bedürfnisse schaut zu mir hin, dem Besitzer all‘ dessen, was ist, dem Herrn, der die Erde erschuf.

aus „Ich rufe Euch“ – zwei einfache englische Frauen haben zu Beginn der dreissiger Jahre des vorigen Jahrhunderts Kundgaben empfangen, die zusammengefaßt wurden in dem Büchlein „God calling“ in deutsch „Ich rufe Euch“. Im Vorwort steht, daß sie in ihrem bisherigen Leben schon überdurchschnittlich viel Kummer, Leid und Schwierigkeiten erlebt haben. Sie waren damit einverstanden, daß diese Beiträge veröffentlich wurden, wollten aber anonym bleiben. Gesammelt von A. J. Russell übersetzt von Dr. Richard E. Koch.

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Hills of the Lord November 19

I will lift up mine eyes unto the hills, from whence cometh my help. My help cometh from the Lord, which made Heaven and earth. – Psalm cxxi. 1, 2.

YES! always raise your eyes, from earth’s sordid and mean and false, to the Hills of the Lord. From poverty, lift your eyes to the Help of the Lord.

In moments of weakness, lift your eyes to the Hills of the Lord.

Train your sight by constantly getting this long view. Train it to see more and more, further and further, until distant peeks seem familiar.

The Hills of the Lord. The Hills whence commes your help. A parched earth looks to the Hills for its rivers, its streams, its life. So look you to the Hills. From those Hills comes Help. Help from the Lord- Who made Heaven and earth.

So, for all your spiritual needs, look to the Lord, who made Heaven, and for all your temporal needs look to Me, owner of all this, the Lord Who made the earth.

God calling – A. J. Russell – Two Listeners

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God calling by two listeners

https://archive.org/details/GodCallingComplete/mode/2up

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Der herrschende Weltmensch

Immer mehr Menschen wollen absolut über ihre Mitmenschen bestimmen, und dies zu Zeiten, in denen die Menschen eigentlich gelernt haben sollten, daß das nichts bringt, daß die Menschen frei und gleich sind.

Was bedeutet es zu herrschen, und nicht nur über die Menschen im eigenen Land, sondern auch Krieg zu führen, um die Macht über große Gebiete zu erlangen, und zwar mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Es bedeutet Kampf, Zerstörung und weil die Nachbarländer sich nicht einfach so unterordnen wollen, was ja auch gut ist, noch mehr Krieg, Zerstörung und Drohungen, Gefahr von Hungersnöten, Teuerungen usw.

Wozu das alles, wenn man den Initiator eines Krieges fragen würde, warum, dann kommen wenige Antworten, vielleicht weiß er es selber nicht so genau. Was er aber weiß, ist, wie Drohungen auf andere Menschen wirken, es ist ein Spiel mit der Macht. Ich habe die Macht, euch leiden zu lassen, euch Angst zu machen, euch einzuschüchtern usw.

Wir erleben es ja gerade hautnah, wie einer dieser Herrscher mit Macht Unheil anrichtet in seinem Lande bei seinen Mitmenschen und in einem Nachbarland, das sich gegen seine Übergriffe wehrt. Es ist keine Alternative, sich überfallen und terrorisieren zu lassen.

Ja, und dieser Machthaber geht so weit, mit Atomwaffen zu drohen und das Szenario eines dritten Weltkrieges heraufzubeschwören und der nächste „Herrscher“ bereitet schon einen Angriff vor und dann noch einer und noch einer ….

Und das alles in einer Situation, die eh schon angespannt ist durch die Überbevölkerung der Erde, mangelnde Ressourcen, Trockenheit, Dürren oder Überschwemmungen, Mißernten, Hungersnöte und der Aussicht, daß in etwas mehr als 20 Jahren die Erde für die Menschen unbewohnbar sein wird.

Die Erde wäre nicht der erste Planet, den die eigenen Bewohner verwüstet und unbewohnbar gemacht bzw. durch ihre Gier zerstört haben.

Im Asteroidengürtel kreisen die Überreste eines Planeten, dem dieses Schicksal widerfahren ist. Das Verhalten der dortigen Menschen und die Ursache für die Katastrophe werden in dem Buch Mallona von Leopold Engel beschrieben, auch als Warnung und Aufklärung für die Menschen. *1)

Steht dieses Schicksal auch dem Planeten Erde und den Menschen bevor?

Nein, es wird wohl heftige Kämpfe und viele Probleme geben, aber letztendlich ist der innere Zustand vieler Menschen soweit fortgeschritten, daß es einer Zerstörung der Erde nicht mehr bedarf. Ja, es ist so, daß die Menschen es sogar schaffen könnten, daß es einen sanften Übergang in die „neue Zeit“ geben kann, wenn sich viele von ganzem Herzen darum bemühen und auf Gott vertrauen.

Mehr oder weniger ist in jedem von uns die Anlage zum „Herrschen wollen“ vorhanden. Wenn wir nun diese negative Eigenschaft ablegen und uns darum bemühen, in Liebe, Frieden und Eintracht mit dem anderen zu leben, dann kann sich das Blatt wenden und die Probleme sich lösen. Dazu noch die Bitte an Gott um Hilfe und klare Gedanken und es gibt eine Chance.

Jesus greift ein, wenn wir ihn darum bitten. Das Bitten ist deswegen notwendig, da er unsere Freiheit achtet. Und wer jetzt glaubt, das würde nichts helfen, soll es doch bitte einmal ernsthaft versuchen, dann wird er es erleben.

In der Lage zwischen Teuerungen, Hungersnot, drittem Weltkrieg und der Unbewohnbarkeit der Erde in absehbarer Zeit haben wir wenig Alternativen.

Und ist es wirklich so schlimm, die negativen Eigenschaften, das Herrschen wollen, das Bestimmen wollen, das über dem Nächsten stehen wollen, abzulegen und dafür in Liebe und Frieden mit den Mitmenschen leben?

Stellt euch nur mal vor, was ihr gegen den jetzigen Zustand eintauscht, ein Leben in Frieden mit Gott, dem Nächsten und auch mit sich selbst.

So stelle ich mir das Paradies vor.

So laßt uns mit Gottes Hilfe aus der sterbenden Erde mit streitenden Menschen und Machthabern ein Paradies für alle Menschen machen.

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*1) Mallona von Leopold Engel

Artikel über Mallona – Astro.com

https://www.astro.com/astrowiki/de/Mallona

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Artikel von Michael Hoppe in naturscheck

https://naturscheck.de/mallona-der-untergang-des-asteroiden-planeten/

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Mallona auf YouTube komplettes Buch gelesen –

https://www.youtube.com/watch?v=RwDPKvrTuFw

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Das Buch Mallona von Leopold Engel (80 Seiten )

http://www.vielewelten.at/pdf/mallona.pdf

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Auf Amazon Kindle ist das Buch erhältlich für € 0,99

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Nachstehend das letzte Kapitel von Mallona

Die letzte Vision


Ich schwebe fern von Mallona im Weltenraum. Der Planet ist umgeben von Dämpfen, sodaß von seiner Oberfläche nichts zu sehen ist. Da zuckt es plötzlich hell auf. Flammen sprießen aus den Dünsten, und ich sehe wie der Erdball in tausend Trümmern auseinandersprengt. Die Monde, die ihn umgaben, verlieren
ihren Umlaufkreis und irren mit den Trümmern im Raume umher. Nach allen Seiten schießen gleich Sternschnuppen die Reste des gewaltigen Weltkörpers. Teile treffen auch auf die andern Planeten unseres Sonnensystems und können erzählen von jener furchtbaren Schicksalstragödie im Weltenraum.


Jetzt sehe ich, wie eine glänzende Gestalt herniedersteigt, gleichsam wie aus dem Kern Mallonas entstanden. Sie schwebt der Sonne zu. Ein siebensterniges Strahlendiadem schmückt das Haupt, die Hand hält eine Friedenspalme, unendliche Güte und Milde zeigt das Antlitz. Die Gestalt winkt mir zu und spricht:


„Gib Kunde von dem, was du gesehen! Einst sollte Mallona der Träger höchster Liebe werden. Es sollte ein Menschengeschlecht erzeugen, dem freie Selbstbestimmung eigen, damit es die höchsten Güter des Geistes erringe und gottähnlich werde. Nur dort, wo der Mensch ein Engel oder Teufel werden kann, erblüht die Freiheit des Geistes. Erkennt er die Liebe Allvaters und die Weisheit
Seiner Gesetze, so besiegt er den Tod und erringt das ewige Leben. Verschmäht er beides, trifft ihn sicherer Untergang. Nur eine Kraft herrscht im All, nur eine weisheitsvolle Liebe. Sie kennt die Wege und die besten Mittel des ewigen Schöpfungsplans.

Ein anderer Planet wird jetzt erwählt, Träger der höchsten Liebe zu werden. Sieh dort hinab, du kennst ihn wohl, es ist dein irdisches Heimattal. In dieser Stunde entsteht dort der erste Mensch, dem tief ins Herz Ich pflanze den Geistessamen höchster Menschenwürde. Nichts wird ihn hemmen fortzuschreiten zu höchster
Stufe der Kultur, vergißt er der Liebe nicht. Geistesfreiheit wird das neue Geschlecht dann erringen und über alles Böse triumphieren!“


Die Gestalt senkt sich hinab und ich sehe die Erde immer näher kommen. Ich erkenne ihre Oberfläche und sehe die Entstehungsperiode, die man heute die Tertiärzeit nennt. Ich erkenne in wilden Gegenden längst ausgestorbene
Tiergattungen, sehe den Höhlenbären und auch den Urmenschen.


Da glüht plötzlich im Osten ein rosiges Licht. Ein gelindes Brausen zieht durch die Lüfte und mir ist es, als flüstere mir eine Stimme zu:


„Dort im fernen Osten ward jetzt ein Menschenpaar geboren als das erste, dessen Seelen das Samenkorn des ewigen Geistes empfingen. Von diesem werden nun mehr die Völker ausgehen, die einst wandeln sollen im Lichte der Wahrheit!“ —

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Leopold Engel, Mallona

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Die Bedeutung der Zahl 666

Die Zahl 666 hat zwei Bedeutungen, einmal steht sie für einen sehr „schlechten“ und zum anderen für einen vollkommenen Menschen.

Es hängt von der Aufschlüsselung bzw. der Zuordnung der Liebesanteile für Gott, für den Nächsten und für sich selbst ab. Die Idealzahl für den vollkommenen Menschen, der wir uns annähern sollten, lautet:

Vollkommener Mensch

600 Teile für Gott

60 Teile für den Nächsten

6 Teile für sich selbst

und für den

sadhanischen Menschen

600 Teile für sich selbst

60 Teile für den Nächsten

6 Teile für sich selbst

Es ist beides Mal die gleiche Gesamtzahl von „666“ und doch ist der eine ein vollkommener Mensch und der andere ein vollkommener Egoist.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß für den Nächsten jedes Mal 60 Teile stehen und doch ist auch da ein himmelweiter Unterschied, denn wenn ich für Gott bin und für die Liebe Gottes arbeite, und nur das kann man aus den 600 Teilen für Gott folgern, dann arbeite ich in seinem Sinne für die Menschen und dann profitieren natürlich die Mitmenschen auch davon.

Bin ich ein Egoist, dann tue ich alles, was ich denn doch für meine Mitmenschen tue, im Prinzip nur für mich selbst, da ich ja immer meine eigenen Interessen im Auge habe und dann nutze ich meine Mitmenschen aus, selbst wenn ich scheinbar etwas für sie tue.

Bleibt denn etwas übrig für mich, wenn ich doch nur 6 Teile habe und alles weitere für Gott und für den Nächsten gebe? Nun, mein Nächster gibt mir ja auch und so bekomme ich und kann wieder geben, und ich bekomme ja nicht nur vom Nächsten sondern auch von der göttlichen Liebe und so ist mehr als genug für mich wie für jeden anderen da.

Dieses Prinzip in letzter Konsequenz gelebt, führt zu einem Zustand, der nur als himmlisch bezeichnet werden kann. Die himmlische Liebe – gelebt auf Erden – wäre das nicht schön und erstrebenswert. Alles ließe sich in Frieden und Eintracht lösen, es wäre für alle genug da und alles würde auf eine liebevolle Art und Weise geschehen. Ja, und wenn es wirklich mal an etwas mangelte, eine Bitte an die göttliche Liebe würde bald die Lösung auf die eine oder andere Art bringen. Ein Gedanke, der umgesetzt werden kann. Eine Entdeckung von etwas, das für diesen Zeitpunkt bereit stand. Es ist alles vorbereitet, wir sind nicht alleine, die göttliche Liebe wacht über uns und wartet nur darauf, daß wir uns ihr zuwenden.

Es wäre schön, wenn man dieses Prinzip einfach so lernen und leben könnte, aber in der Umstellungsphase, solange viele Mitmenschen noch das sadhanische Prinzip leben, heißt es, vorsichtig zu sein und auf das eigene Herz hören, dieses kann uns leiten und je mehr wir uns darauf konzentrieren und nachfragen, umso klarer hören wir, was richtig ist.

Das ist ein bißchen wie die Einstellung eines Senders, erst rauscht es nur, wenn wir ihn suchen, dann wird es klarer und wenn wir die Frequenz gefunden und eingestellt haben, können wir die Sendung klar empfangen. Auch wenn es dauert, das kann jeder. Wenn er es nur ernsthaft möchte, dann wird er von innen geleitet und findet, was er sucht.

Verurteilt den anderen nicht, auch er ist ein Kind Gottes und wenn ihr das Prinzip etwas schneller erkannt habt, und es lebt, das ist nur Gnade und vielleicht gibt es für euren Nächsten und für euch etwas zu lernen durch die Konfrontation.

Letztendlich wird das Gute siegen bzw. es hat in der Geistigen Welt bereits gesiegt, es dauert nur immer bis es dann in der Materie ankommt. Ihr könnt euch sicher sein, die Liebe hat den Sieg errungen.

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BD. Nr. 7811:     Liebet einander ….

BD. Nr. 7811:     Liebet einander ….

Ein Gesetz gilt für euch alle, daß ihr einander liebet und daß ihr dadurch auch eure Zusammengehörigkeit mit Mir beweiset. Und wenngleich sich euch Gedanken aufdrängen, daß ihr keine innere Verbindung habt mit dem Mitmenschen, den ihr lieben sollet, so sollet ihr doch an dessen Seele denken, die sich noch in der Fessel des Leibes befindet, und ihr sollt wissen, daß die Seele Mein Eigentum ist, selbst wenn ihr Wille noch wider Mich gerichtet ist. Denn ihr seid alle Meine Kinder, und ihr sollt daher den Mitmenschen als Bruder betrachten und gemeinsam dem Vater zustreben. Die Liebe soll euch verbinden, dann gebet ihr ein Zeugnis, daß ihr Kinder eines Vaters seid. Und diese Liebe soll euch zurückhalten von jeder Verdächtigung oder Aburteilung des Nächsten, die Liebe soll alle seine Schwächen und Fehler euch ertragen lassen; ihr sollt nur immer denken, daß die Seele dessen noch in einem niederen Reifegrad sein kann und daß der Mensch darum so handelt, wie er es tut, auch wenn es euch mißfällt. Ihr sollt kein scharfes Urteil fällen, denn ihr veranlaßt dann auch Mich, euch in gleicher Weise zu verurteilen, denn ihr seid alle nicht ohne Fehler, ihr habt alle noch nicht den Reifegrad der Seele erreicht, der Mängel und Schwächen ausschließt, und Ich ertrage euch dennoch in übergroßer Liebe und Geduld und spreche kein hartes Urteil über euch aus. Und darum habe Ich euch ein Gebot gegeben: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst …. Erfüllet ihr dieses Gebot der Nächstenliebe, dann breitet ihr auch einen barmherzigen Schleier über dessen Fehler und Schwächen, ihr sucht ihm nur Hilfe zu bringen, und ihr werdet bei ihm nur Gegenliebe erwecken, wenn ihr ihn eure Liebe spüren lasset. Euch alle spreche Ich durch diese Worte an, die ihr geneigt seid, die Fehler des Nächsten aufzudecken, denn ihr beweiset dadurch eure eigene Lieblosigkeit und habt sonach kein Recht zu einem Urteil über euren Nächsten. Und ihr macht euch dadurch selbst sündig, denn ihr vergeht euch gegen das Gesetz der Liebe …. Wollet ihr also Meine Kinder sein, dann müsset ihr euch auch befleißigen, den Willen des Vaters zu erfüllen, der immer sein wird, daß ihr einander liebet, ansonsten ihr Meinem Gegner angehöret, der bar ist jeder Liebe und euch immer zu beeinflussen sucht, wider das Gesetz der Liebe zu handeln. Und liebet ihr euren Bruder, wenn ihr euch an ihm ärgert? Wenn ihr seine Fehler und Schwächen hervorhebt, wenn ihr ein hartes Urteil fället über ihn? Ihr sollt ihn ertragen lernen in seiner Schwäche und ihm helfen …. Dann handelt ihr in Meinem Willen, und dann wird euch auch eure Handlungsweise Segen eintragen, ihr werdet ihn zu eurem Freund gewinnen, er wird sich euer Beispiel zu Herzen nehmen, er wird es euch gleichtun wollen, und auch sein Wesen wird liebeerfüllt sein euch gegenüber, denn Liebe erweckt Gegenliebe, und dann gebt ihr auch den Beweis, daß ihr Kinder eines Vaters seid, Dessen Wesen pur Liebe ist. Und dann wird euch auch Meine Liebe immer inniger umfassen, und eure Herzen werden stets liebewilliger werden, so daß sie dem Nächsten die Liebe weitergeben und ihr nun wahrlich Meine rechten Kinder seid, wie es Mein Wille ist ….

Amen

Bertha Dudde Kundgabe 7811 vom 30. 1. 1961

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Glaube, Vertrauen und Zuversicht

Etwas zu glauben setzt voraus, daß man Vertrauen in die Person hat, die einem etwas sagt, dann kann man auch die Zuversicht haben, daß ein Versprechen eingehalten wird. Das ist bei den derzeitigen irdischen Verhältnissen schwierig. Die Umstände ändern sich sehr schnell und was gestern noch sicher war, ist heute schon nicht mehr wahr, jedenfalls auf irdischer Ebene.

Ganz anders verhält es sich bei dem geistigen Glauben, dem Glauben an Gott, hier können wir das Vertrauen haben, daß die ewige Liebe unwandelbar zu ihrem Wort steht. Sie ist immer ansprechbar, man kann ihr vertrauen und die Zuversicht haben, daß Hilfe nahe ist, wenn man sie braucht und um sie bittet.

Dieses rechte Bitten ist so sehr aus der Mode gekommen. Was auch fehlt ist das Vertrauen, die Zuversicht, daß die Bitte erfüllt wird? Wer hat es denn schon einmal versucht, von den vorgegebenen Gebeten abzuweichen und einfach mit Jesus zu sprechen, wie mit einem Vater, Freund oder einem Bruder und hat ihm ein Anliegen vorgelegt oder ihn um etwas gebeten, dessen man dringend bedarf?

Fehlt dir der Glaube, daß er dir zuhört. Dann geh auf Nummer sicher und rufe ihn, rufe ihn drei mal bei seinem Namen Jesus Christus, und er steht neben dir. Darauf kannst du vertrauen. Und du kannst dich ganz einfach mit ihm unterhalten, erzähle ihm, was dich bedrückt. Und wenn du ihn um etwas bittest, vergiß nicht, dich dafür zu bedanken. Es ist ein Geheimnis um dieses „danken“. Jesus selbst hat darauf hingewiesen, daß nach einer Bitte auch das Danke folgen sollte, weil er dann doch gar nicht mehr anders kann als deine Bitte zu erhören, wegen des darin liegenden Vertrauens.

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Lebensgeheimnisse von Gottfried Mayerhofer

Glaube, Vertrauen, Zuversicht

http://www.vitaswing.de/gm/lgeh/LGEH-010.HTM

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Das in dem Kapitel erwähnte Adelma „Betrachtungsbuch“ ist bei Google Play zu finden, kann entweder am PC gelesen werden oder über eine App heruntergeladen werden.

https://play.google.com/store/books/details/Betrachtungsbuch_f%C3%BCr_Alle_von_mehreren_seligen_Gei?id=izySKhcSaqcC&gl=US

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Neues Testament Lukas 11, 9 – Übersetzung Martin Luther

Vom Vertrauen beim Beten

Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.

Denn wer da bittet, der nimmt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.

Wo bittet unter euch ein Sohn den Vater ums Brot, der ihm einen Stein
dafür biete? und, so er um einen Fisch bittet, der ihm eine Schlange für den Fisch biete?

oder, so er um ein Ei bittet, der ihm einen Skorpion dafür biete?

So denn ihr, die ihr arg seid, könnet euren Kindern gute Gaben geben, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

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Im Himmel wird es nicht langweilig

Jedenfalls nicht, nachdem man durch die ersten Phasen durchgegangen ist.

Es dauert normalerweise seine Zeit bis der Mensch im Jenseits begreift, daß er nicht mehr auf der Erde lebt, sondern an einem anderen Ort ist. Und dort geht es darum, daß er die auf der Erde gelernten „Weisheiten“ vergißt und ablegt. Meist ist die Seele – und nur diese kommt ins Jenseits – auch noch belastet mit Aufgaben, die nicht erledigt wurden.

Und so kommt die Seele an einen Ort, an dem sie erst mal zur Ruhe kommt, sich besinnen und noch bestehende Lasten abarbeiten kann. Natürlich wird sie dort nicht alleine gelassen, auch wenn es so aussieht. Sie bekommt zur rechten Zeit Hilfe auf jede erdenkliche Weise, etwa, daß sie jemand besucht und mit ihr spricht und Hinweise gibt oder daß sie ihrem „Erzfeind“ noch von der Erde her begegnet und sich mit diesem auseinandersetzten soll.

Je nachdem wie sich die Seele entwickelt, werden die Aufgaben größer und die Begegnungen öfter. Bis zu dem Punkt, der in dieser Entwicklung angestrebt wird, die Begegnung mit dem Herrn – mit Jesus. Oft gibt sich dieser bei den ersten Begegnungen nicht zu erkennen, sondern läßt die menschliche Seele noch einmal gehörig arbeiten und sich fragen, warum sie zu diesem Menschen sich so hingezogen fühlt, bis zu dem Punkt, an dem dieser den Herrn erkennt.

So auch in dem Buch von Jakob Lorber „Bischof Martin“. In dem beschrieben wird, wie der (katholische) Bischof dem Leibe nach stirbt und sich dann in einer Situation wiederfindet, die er sich nie so ausgemalt hat und vor der er erst einmal ratlos dasteht. Er ist nämlich ganz alleine und selbst seine Rufe nach einigen Heiligen, die ihm beistehen sollen, sind vergebens.

Endlich begegnet ihm jemand, der wie er, ein Bischof zu sein scheint, er trägt jedenfalls Bischofskleider. Und dieser Mensch konfrontiert ihn sogleich mit einer evangelischen Kirche, ihm einem katholischen Bischof ist dies natürlich total zuwider. …

Und so geht es weiter und weiter bis zu der Begegnung mit dem Herrn und der Führung durch ihn. Er lernt die Planeten und ihre Bewohner kennen, soweit es für ihn zuträglich ist. Und nach und nach hat er immer weitere Begegnungen mit Menschen von der Erde, denen er helfen kann und die ihn herausfordern. Er bekommt es mit Missionaren und Klosterschwestern zu tun und sieht auch dabei, daß nicht immer, was wir Menschen auf Erden meinen, daß es gottgefällig sei, es auch tatsächlich ist. Aber es läßt sich dann jeweils doch ein Weg finden, das irdische abzulegen und gerecht zu werden.

Bei all dem wird der ehemalige Bischof Martin geschult und legt Stück für Stück seine bisherigen Vorurteile und Meinungen ab und hilft dabei seinen Mitmenschen, dasselbe auch zu tun. Er begegnet dabei auch Menschen aus China, Jesuiten, Anhänger Lamas, Klosterschwestern usw., denen er hilft und die er belehrt.

Selbst die Sonne wird von der Gesellschaft besucht und auch dort gibt es Arbeit, aber auch Lohn. Und war bis dahin das Erreichen der Gotteskindschaft nur auf der Erde möglich, so wird dies nun auch den Bewohnern der Sonne ermöglicht.

Selbst eine Auseinandersetzung mit Satan hat Martin, aber auch das geht vorbei und seine Ausbildung wurde weitergeführt, er hat den nächsten Abschnitt bestanden und befindet sich auf einem guten Weg, abgeschlossen wird seine Schulung, seine Arbeit, seine Erkenntnis, sein Weg so wie unserer aller, glücklicherweise ewig nicht sein.

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Schlussmahnung des Herrn an die Leser

1. Wer diese speziellst dargestellte Szene aus dem Jenseits aber gläubig und wohlbeherzigend überliest, der wird es sogar greifen können, wie es mit dem Menschen nach der Ablegung des Leibes im Reich der Geister aussieht; und wird sich danach richten können. Wer aber ein Weltmensch ist, der wird das ebenso, wie die ganze Heilige Schrift ungläubig als eine Torheit eines hirnlosen Skriblers [Schriftstellers] verwerfen. Allein an dem liegt ja nichts, denn über kurz wird er doch dahin kommen, wo ihm außer Mir niemand wird helfen können!

2. Sollte sich etwa irgendein poetisch-philosophischer Kopf an manchen Reden Martins stoßen, weil sie ihm teilweise etwa doch zu irdisch, schmutzig und ungeistig klingen sollen, dem sei bloß das gesagt: ‚Wo ein Aas ist, da versammeln sich die Adler!‘ und des Menschen Geist ist gleich hier wie jenseits in seiner Trübsal; so er aber geläutert wird von allen Schlacken, da wird er auch reden als ein reiner Geist ohne Schmutz und Trübe.

3. Obschon aber durch diese Enthüllung die Geisterwelt nahe völlig erschöpfend gezeigt ist, in den verschiedensten Haupt- und Seitenführungen der Seelen und Geister [im] Jenseits, so müsst ihr aber das dennoch nicht als einen allgemeinen, sondern lediglich nur als einen individuell-speziellen Führungsfall ansehen und annehmen, der lediglich die Reinigung und Vollendung Martins bezweckt. Noch nachfolgende kurzgefasste Szenen aus dem Jenseits werden euch darüber ganz klar belehren.

4. Diese in allen Teilen speziell gezeigte Szene Martins aber ist für sich dennoch als ein abgeschlossenes Ganzes zu betrachten. Nehmt sie gläubig an, so werdet ihr [im] Jenseits leichteren Weges wandern, als viele Tausende, die vom jenseitigen Leben keine Ahnung haben, und sind voll Nacht und Finsternis. Meine Gnade, Mein Segen und Meine Liebe mit euch allen! Amen!

Kapitel 205 Bischof Martin von Jakob Lorber

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Link zum Buch Bischof Martin von Jakob Lorber – Inhaltsverzeichnis

http://www.vitaswing.de/jl/bmar/index.htm

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Link zum Buch Bischof Martin von Jakob Lorber startet bei Kapitel 1 (ist evtl. übersichtlicher

https://jakob-lorber.cc/index.php?s=BM+1&l=de&b=

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Nur die Liebe läßt uns leben *1)

Wir leben in einer außergewöhnlichen Zeit, es herrscht in einigen Ländern offener Krieg und in anderen schwere Auseinandersetzungen. Und an anderen Stellen stehen die Menschen auf, weil sie sich nicht mehr unterdrücken oder ausbeuten lassen wollen.

Und selbst in den nicht in offene Kriege verwickelten und scheinbar friedlichen Ländern sind die Menschen beunruhigt, es gibt massive Teuerungen, Unsicherheiten wegen der Rohstoffknappheit, den Transportproblemen usw. Aber oft auch deswegen, weil Hersteller die „Gunst der Stunde“ nutzen und die Preise mehr anheben als es eigentlich notwendig ist, um einen höheren Gewinn zu erzielen.

Es ist schlimm, denn man braucht ja die Waren und so muß man einkaufen und die hohen Preise bezahlen, und gleichzeitig werden dann Ängste geschürt, daß man nicht mehr genug Geld hat, um die laufenden Kosten zu bezahlen.

Wenn dann noch Politiker in diese Kerbe schlagen und auf die Corona-Pandemie oder ein Problem mit der Gas- und Stromversorgung hinweisen, so trägt das nicht zur Beruhigung bei.

Aber wie schlimm wird es denn werden? Das kann keiner sagen, es kann keiner sagen, wie kalt es wird, ob die Versorgung ausreicht oder ob es zu Engpässen kommt. Was im Moment gemacht wird, ist, es wird Unruhe gestiftet und die Angst geschürt. All das soll uns verunsichern und beschäftigen.

Was aber ist, wenn wir das zwar anschauen, aber einfach anfangen, Gott zu vertrauen, und ihn um Hilfe bitten. Manchmal dauert es etwas, es kann sein, daß etwas anderes kommt, als das, was man meinte, zu brauchen. Aber die Hilfe kommt, sei es ein Gedanke, wo man um etwas nachfragen kann oder ein Angebot von etwas, was man gerade braucht. Eine Antwort kommt bestimmt. Wir sind allzeit in Gottes Herzen, wie könnte er uns da nicht helfen?

Und noch etwas ist möglich, einfach dem, was jetzt ist, diesen negativen Gedanken, die Liebe entgegenzusetzen. Es geht nun nicht darum, jeden im Äußeren zu umarmen, aber ihm freundlich im Herzen zu begegnen. Wenn jeder sich bemüht, seinen Zorn oder seine Wut, aber auch die Verzweiflung wegzupacken und ein Gefühl der Liebe dem anderen gegenüber fühlt, wird sich alles ändern. Auch das dauert vielleicht ein bißchen, ein negatives Gefühl kann schon hartnäckig sein, aber es läßt sich überwinden.

Und wie ist es denn, wenn man den anderen mag, wird man ihm auch helfen, ja, er braucht gar nicht mehr viel zu fragen, man fühlt schon, was nötig ist und ist auch bereit, ihm das zu geben, was er braucht, mit ihm zu teilen. Denn auch er wird helfen, wenn man selber Hilfe braucht und er das kann. . Und wenn es denn doch einmal nicht möglich ist und es ein Nein sein muß, dann sagt „nein“, aber sagt es liebevoll.

Fangt doch einfach an zu lieben und zusammenzustehen, gemeinsam ist es viel einfacher, schwere Zeiten zu bewältigen. Dieses einengen, unsicher machen und die Menschen gegeneinander ausspielen, das ist die negative Seite, und wir sind auf die Erde gekommen, um gerade diese zu überwinden. Ja, und Gott ist die Liebe und er ist da, wo die Liebe gelebt wird. *2)

Und je mehr Menschen das machen, umso stärker wird die Schwingung und dann werden wieder mehr Menschen davon erfaßt und dann verstärkt es sich noch mehr und wird zu einer Bewegung und dann ist vieles möglich.

Es geht einfach darum, mit der Liebe zum Nächsten anzufangen. Aber denkt daran, es geht nicht darum, sich im Namen der Liebe ausnutzen zu lassen, das ist damit nicht gemeint.

Die zwei Gebote des Neuen Testamentes lauten:

„Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst.“

Jesus aber sprach zu ihm: „Du sollst lieben Gott, deinen HERRN, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte.“

Dies ist das vornehmste und größte Gebot.

Das andere aber ist ihm gleich; Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Neues Testament Matthäus 22, 37-39 – Übersetzung Martin Luther – ähnlich bei Markus 12, 29-31 und Lukas 10,27

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*1) Quelle Wikipedia

Nur die Liebe läßt uns leben war der deutsche Beitrag zum Eurovision Song Contest 1972, der von Mary Roos in deutscher Sprache aufgeführt wurde.

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*2) Matthäus 18, 20 Neues Testament – Luther-Übersetzung

Weiter sage ich euch: wo zwei unter euch eins werden, warum es ist, daß sie bitten wollen, das soll ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.

Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

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Bertha Dudde Nr. 5963 21. 5. 1954 – Buch Nr. 65

BD. Nr. 5963:    

Liebe „Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir ….“

In der Vereinigung mit Mir findet ihr euren Frieden. Euer Sehnen ist gestillt, sowie ihr euch eins wisset mit Mir, so ihr euch Mir verbunden habt durch die Liebe oder inniges Gebet, das im Geist und in der Wahrheit zu Mir emporgesandt wird. Das Gebet ist der Wille nach der Verbindung mit Mir, Liebeswirken aber die Erfüllung, denn „wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm ….“ Die Liebe ist das Größte …. und vom Wirken in Liebe ist alles abhängig, was mit Ausreifen der Seele, mit Rückkehr ins Vaterhaus und ewiger Seligkeit bezeichnet wird …. Und so ihr euch nur immer die Worte vor Augen haltet: „Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm ….“, so ihr nur immer daran denket, daß Ich Selbst die Liebe bin, dann wird euch auch das Erfüllen Meiner Liebegebote als Wichtigstes erscheinen, dann werdet ihr euch bemühen, in der Liebe zu leben, um dadurch mit Mir auf ewig verbunden zu sein. Die Liebe ist alles …. sie ist Erlöserkraft, sie ist Licht, sie ist das göttliche Prinzip, der Mittelpunkt der ewigen Ordnung …. So ein Mensch ohne Liebe dahinlebt, ist er völlig aus der Ordnung gekommen, er ist völlig Gott entgegengesetzt in seinem Denken und Handeln, er ist blind im Geist, d.h. erkenntnislos, und er ist unerlöst in den Händen des Gegners, der ihn von jeglicher Seligkeit ausscheiden will …. Die Liebe bin Ich Selbst, die Lieblosigkeit ist Mein Gegner …. und wer also das Verlangen hat, mit Mir vereint zu sein, wer Mich erringen will, der muß in der Liebe leben, denn dann muß Ich auch bei ihm sein, weil die Liebe Meine Ursubstanz ist von Ewigkeit. Wohl teile Ich ungemessen Gnaden aus, wohl schenke Ich euch, was ihr nicht verdienet und nicht von selbst anstrebt, doch alle Meine Gnadengeschenke sollen nur das eine bewerkstelligen, daß ihr zur Liebe euch gestaltet, denn ob Ich euch auch alles schenken möchte …. ohne Liebe bliebet ihr dennoch tot, ohne Liebe bliebet ihr gerichtete Wesen …. ihr bliebet immer nur Meine Geschöpfe, könntet aber nimmermehr Meine Kinder werden. Die Liebe erst bringt das Vergöttlichen Meiner Geschöpfe zustande, die Liebe erst kann uns einigen, ansonsten ihr immer nur außerhalb von Mir als isolierte Wesen ein unglückseliges Dasein führet. Und darum ist das erste und vornehmste Gebot: Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst …. Und von dem Erfüllen jenes Gebotes hängt euer Geisteszustand ab auf Erden schon und dereinst in der Ewigkeit …. Darum gab Ich Meinen Jüngern den Auftrag, hinauszugehen in die Welt und den Menschen Meine göttliche Liebelehre zu verkünden …. darum lebte Ich Selbst den Menschen auf Erden ein Leben in Liebe vor und besiegelte diese Meine Liebelehre mit dem Tode am Kreuz, den Ich für Meine Mitmenschen erlitten habe aus übergroßer Liebe …. weil Ich ihre endlose Not erkannte und ihnen helfen wollte. Und solange ihr Menschen diese Meine Gebote unbeachtet lasset, könnet ihr nicht zur Seligkeit gelangen, und ob ihr euch noch so tief demütigt und euch vor Mir in den Staub werfet, Mich um Erbarmen bittend …. Ich liebe euch mit einer nicht mehr zu überbietenden Liebe, und Ich will euch alle gewinnen für Mich, doch nur in der von euch erwiderten Liebe besteht Meine Seligkeit, und diese müsset ihr Mir freiwillig schenken …. Und eurer Bitte um Erbarmen muß das Verlangen zugrunde liegen nach Mir, weil ihr Mich liebet …. und weil ihr erkennet, in welch weitem Abstand von Mir ihr euch noch befindet. Ihr müsset Mich zu erreichen suchen, ihr müsset wollen, die Vereinigung mit Mir zu finden, und ihr müsset darum selbst in der Liebe leben, ansonsten eine Vereinigung niemals stattfinden kann. Bedenket, daß ihr die ewige Liebe Selbst mit jedem Liebewerk an euch ziehet …. daß Sie aber nicht in eure Herzen eintreten kann, wenn dieses noch völlig dem Urwesen Gottes widersprechend geartet ist …. Nur durch die Liebe schließet ihr euch mit Mir zusammen, und daran sollet ihr denken und das Liebegebot als Wichtigstes zu erfüllen suchen …. ihr sollet wissen, daß ohne Liebe kein Mensch selig werden kann.

Amen

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Vorhersagen

Allgemein

Vorhersagen gab es wohl zu allen Zeiten, interessant für die heutige Zeit sind aber die Hinweise im Neuen Testament *1), die auch im Großen Evangelium des Johannes von Jakob Lorber *2) stehen. Es geht dabei einmal um die großen Geschehnisse und zum zweiten über den Hintergrund dieser Umwandlungen.

Warum Vorhersagen

Es ist jeweils ein Aufruf an die Menschen, sich zu ändern, ihr Fehlverhalten zu erkennen und abzulegen. Darum werden diese Vorhersagen auch veröffentlicht, finden sich schon als Warnungen im Neuen Testament und sind allgemein bekannt, z. B. die Vorhersagen von Nostradamus usw.

Genauigkeit

Vorhersagen enthalten zwar Hinweise und Warnungen, sind aber in Bezug auf die einzelnen Vorkommnise oder den zeitlichen Ablauf eher vage, so daß viel Spielraum für Interpretationen bleibt. Nostradamus z. B. hat das, was er gesehen hat, sehr stark verschlüsselt, sowohl das Geschehen als auch die zeitliche Reihenfolge, so daß es schwierig ist, die Ereignisse seinen Vorhersagen zuzuordnen, aber gerade das hat die Menschen immer wieder beschäftigt.

Für so ein Vorgehen gibt es einige Gründe, man kann nicht immer in einem Weltuntergangszenario leben, das nimmt jede Hoffnung, wenn man z. B. weiß, morgen beginnt ein Krieg sein, oder es gibt ein verheerendes Erdbeben.

Und zum anderen ist es so, daß nicht jede Vorhersage eintreffen muß. Es besteht immer die Möglichkeit, daß die Menschen sich ändern und dann ein Ereignis, das diese Änderung hervorrufen soll und vorhergesagt wurde, nicht mehr nötig ist und dann ausbleibt.

Müssen Vorhersagen eintreffen?

Nein, wenn sich die Menschen ändern, ändern sich die Umstände und es gibt die vorhergesagten Katastrophen nicht mehr oder nur noch in abgeschwächter Form, soweit wie sie nötig sind.

Es ist beides möglich, so wie es jetzt ist, weiterzumachen, bis zum bitteren Ende, was immer das bedeutet,

Teuerungen, Pandemien, Weltkrieg

oder

Leben in Liebe und Frieden

Entwicklung statt Zerstörung

Wie und was können wir ändern?

…….. Sehet, Ich habe einmal durch ein Wortkind gesagt, das nicht zur „Bieberauer Schule“ gehört: Seht Kinder, ICH gebe euch die Zukunft kund über diesen Planeten. Aber wisset, das, was Ich euch gebe als echte Prophetie, es ist dies die wahrscheinlichste Möglichkeit. Es bräuchte nicht geschehen, wenn es Menschen gäbe, die Meine Liebe lebten. Ihr könnt, ihr könnt den Gang der Dinge auch jetzt noch , Meine Kinder, aufhalten durch eure Liebe. Wenn eine Bewegung der Liebe über diese Erde gehen würde, wenn jeder von euch diese Liebe weitergibt und diese Liebe lebt, Vorbild ist, ja, Zeichen setzt, ja, wenn ICH durch ihn dieses Wunder der Liebe wirke und so die Flamme der Liebe weitergetragen wird von Herz zu Herz, von Mensch zu Mensch, von Haus zu Haus, von Land zu Land, oh Kinder, dann wäre das, was bevorsteht, nicht notwendig. Es ist alles eine Schule der Liebe. Eine Schule der Liebe, wobei ihr, Meine Kinder, von Mir die Möglichkeit in die Hand bekommen habt, zu arbeiten und zu wirken in Meinem Namen in Meinem Willen, in Meiner Liebe, so zu wirken, wie Ich wirkte als ICH auf dieser Erde war. …..Schauet euch eure Vergangenheit an, wie da Menschen immer wieder aufstanden, erfüllt von Meinem Geist und Meiner Liebe, und gebetet haben, gepredigt, gearbeitet in Meinem Namen und Zeichen setzten bis in die heutige Zeit. Zeichen, die nie mehr untergehen werden, die keine Dunkelheit mehr auslöschen kann. Ihr alle könnt es, Kinder, ihr alle seid dazu berufen. Ja, ihr alle sollt Auserwählte sein. Oh Kinder, schauet, ihr habet den Verstand von MIR erhalten. Ihr habt ihn erhalten als eine Möglichkeit, um in dieser Welt zu existieren, zu leben. Aber was habt ihr mit diesem Verstande gemacht? Ihr habet ihn über alles gesetzt. Dabei ist euer Verstand das schwächste Glied in euerem ganzen Körper. Laßt doch euer Herz sprechen, denkt mit dem Herzen, lebt mit dem Herzen und nehmet den Verstand als das, was er ist: ein Hilfsmittel, das ICH euch an die Hand gegeben habe. Aber der Verstand, er soll nicht die Regie führen über euch. ….Seht, Meine Kinder, es ist dieser Weg so leicht, sich frei zu machen, den Mut zu haben, sich MIR ganz anzuvertrauen, ohne Rücksicht. Den euch kann ja nicht geschehen, ICH halte euch doch fest. ICH bin doch die Wahrheit. Ihr glaubt es, ihr wisst es, zweifelt nicht daran, vertrauet. darauf. Die Welt, die Welt kann euch doch nicht bedrängen. Ihr seid doch bei MIR aufgehoben, Meine Kinder. Und sehet, so stehe ICH da, so stehe ICH da und warte auch euch, demütig. ICH stehe an der Straßenecke, ICH stehe an der Tür und klingele, ICH stehe im Gewühl der Städte, ICH stehe als einsamer Mensch vor euch. Ja stellt euch MICH vor als einsamen Menschen, der euch begegnet und der mit seinen Augen euch lockt. Ja, und man übersieht MICH, Meil ICH so klein, so unscheinbar, so demütig bin, ohne zu fordern, ohne zu zwingen, sondern nur bittend, bittend durch meine Gesten. Die Gesten, die ihr seht in der Natur, die Bäume, die welk werden im Sommer, ja die Felder, die verdorren, die Flüsse, die verseucht sind, die Fische, die vergiftet auf der Oberfläche schwimmen. Somit bitte Ich euch, winke ICH euch, wacht auf Kinder, wacht doch endlich auf aus eurem süßen Schlummer. Geht ans Werk mit Freude, mit Kraft, mit Liebe, denn ihr wißt doch, daß ihr daheim seid beim Vater, daß ihr nicht mehr zu suchen braucht. Ihr habt doch eure Heimat gefunden, ihr Heimatlosen in dieser Welt. Und so nehmet, oh Kinder, in der Kühle dieser Scheune diese Worte der Wäre auf in eurem Herzen, auf daß sie entzünden eure Funken, die ihr in euch habt, der Lebe und des Willens. Auf daß ihr ein brennendes Feuer werden und als Fackeln meiner Liebe entzündet durch dieses Leben geht. ….Oh Kinder, sehet dafür, dafür spreche ICH durch Menschenmund, dafür wirke ich an allen Stellen und überall. Und wenn du, Mein Kind meinest, daß dies nicht der Vater ist, oder daß dies nicht mit dieser oder jener Schrift übereinstimmt, oh Mein Kind, laß doch den Weltverstand beiseite, gehe doch hin auf den Kern der Botschaft und der Kern der Botschaft ist das, was Ich euch in der Bibel gab: Lebet die Liebe, lebet die Liebe in der Gemeinschaft, in der Ich euch zusammengestellt habe. Leset die Bibel, leset das neue Testamet, wie da die ersten Gemeinden zusammenstanden und lebten, jeder mit unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten ausgestattet, sich gegenseitig unterstützend und helfend, wissend, daß jeder angewiesen ist auf den anderen und daß alle zusammen ersten mystischen Leib Christi ergeben. ….Der mystische Leib Christi, der ihr alle, die ganze Menschheit, sein sollt. Denn ihr alle seid Atome, seid Zellen in diesem Leibe. Jeder mit anderen Aufgaben, mit anderen Gaben, mit anderen Fähigkeiten, Meine Kinder. Und so schauet nicht auf Menschen, die im Rampenlicht stehen und arbeiten, tätig sind. Und denket nicht, das kann ich nicht. Nein Kinder, das könnet ihr auch nicht, das sollt ihr auch nicht, denn jeder von euch hat andere Aufgaben, andere Fähigkeiten, die ihn herausstellen, und so zeigen, daß er bereit ist für den Bruder, für die Schwester zu wirken, die dieser Fähigkeit mangeln. Und so helft euch in Meinem Namen. So wirket zusammen an eurem Platze – in Meinem Namen, in Meiner Liebe. Und so verwirklicht das Gebet der Liebe. Liebet Mich über alles und euren Nächsten wie euch selbst…. Amen. …

gegeben durch das Innere Wort – 1. Okt. 1983 in Lüneburg Wolfgang

*1) Neues Testament – Übersetzung durch Martin Luther

Lukas 21, 5 – 36

Die Zerstörung des Tempels

Und da etliche sagten von dem Tempel, daß er geschmückt wäre mit feinen Steinen und Kleinoden, sprach er:

Es wird die Zeit kommen, in welcher von dem allem, was ihr sehet, nicht ein Stein auf dem andern gelassen wird, der nicht zerbrochen werde.

Vom Anfang der Not

Sie fragten ihn aber und sprachen: Meister, wann soll das werden? und welches ist das Zeichen, wann das geschehen wird?

Er aber sprach: Sehet zu, lasset euch nicht verführen. Denn viele werden kommen in meinem Namen und sagen, ich sei es, und: »Die Zeit ist herbeigekommen.« Folget ihnen nicht nach!

Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Empörungen, so entsetzet euch nicht. Denn solches muß zuvor geschehen; aber das Ende ist noch nicht so bald da.

Da sprach er zu ihnen: Ein Volk wird sich erheben wider das andere und ein Reich wider das andere, und es werden geschehen große Erdbeben hin und wieder, teure Zeit und Pestilenz; auch werden Schrecknisse und große Zeichen am Himmel geschehen.

Aber vor diesem allem werden sie die Hände an euch legen und euch
verfolgen und werden euch überantworten in ihre Schulen und Gefängnisse und vor Könige und Fürsten ziehen um meines Namens willen.

Das wird euch aber widerfahren zu einem Zeugnis.

So nehmet nun zu Herzen, daß ihr nicht sorget, wie ihr euch verantworten sollt.

Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, welcher nicht sollen
widersprechen können noch widerstehen alle eure Widersacher.

Ihr werdet aber überantwortet werden von den Eltern, Brüdern, Gefreunden und Freunden; und sie werden euer etliche töten.

Und ihr werdet gehaßt sein von jedermann um meines Namens willen.

Und ein Haar von eurem Haupte soll nicht umkommen.
Fasset eure Seelen mit Geduld.


Vom Gericht über Jerusalem

Wenn ihr aber sehen werdet Jerusalem belagert mit einem Heer, so merket daß herbeigekommen ist seine Verwüstung.

Alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe auf das Gebirge, und wer drinnen ist, der weiche heraus, und wer auf dem Lande ist, der komme nicht hinein.

Denn das sind die Tage der Rache, daß erfüllet werde alles, was
geschrieben ist.

Weh aber den Schwangern und Säugerinnen in jenen Tagen! Denn es wird große Not auf Erden sein und ein Zorn über dies Volk, und sie werden fallen durch des Schwertes Schärfe und gefangen geführt
werden unter alle Völker; und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis daß der Heiden Zeit erfüllt wird.
Vom Kommen des Menschensohnes

Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen; und auf Erden wird den Leuten bange sein, und sie werden zagen, und das Meer und die Wassermengen werden brausen, und Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden; denn auch der Himmel Kräfte werden sich bewegen.

Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in der Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.

Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, so sehet auf und erhebet eure
Häupter, darum daß sich eure Erlösung naht.


Mahnungen im Hinblick auf das Ende

Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Sehet an den Feigenbaum und alle
Bäume: wenn sie jetzt ausschlagen, so sehet ihr’s an ihnen und merket, daß jetzt der Sommer nahe ist.

Also auch ihr: wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich Gottes nahe ist.

Wahrlich ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß es alles geschehe.

Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte vergehen nicht.

Hütet euch aber, daß eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen und mit Sorgen der Nahrung und komme dieser Tag schnell über euch; denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle, die auf Erden wohnen.

So seid nun wach allezeit und betet, daß ihr würdig werden möget, zu
entfliehen diesem allem, das geschehen soll, und zu stehen vor des
Menschen Sohn.

Neues Testament Übersetzung durch Martin Luther

Markus 13, 1 – 37

Die Zerstörung des Tempels

Und da er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm seiner Jünger einer: Meister, siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das!

Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Siehst du wohl allen diesen großen Bau? Nicht ein Stein wird auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen werde.


Vom Anfang der Not

Und da er auf dem Ölberge saß gegenüber dem Tempel, fragten ihn Petrus, Jakobus und Johannes und Andreas besonders:

Sage uns, wann wird das alles geschehen? Und was wird das Zeichen sein, wann das alles soll vollendet werden?

Jesus antwortete ihnen und fing an, zu sagen: Sehet zu das euch nicht jemand verführe!

Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: »Ich bin Christus!« und werden viele verführen.

Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so fürchtet euch nicht. Denn es muß also geschehen; aber das Ende ist noch nicht da.

Es wird sich ein Volk wider das andere empören und ein Königreich wider das andere, und werden Erdbeben geschehen hin und wieder, und wird teure Zeit und Schrecken sein. Das ist der Not Anfang.

Ihr aber, sehet euch vor! Denn sie werden euch überantworten vor die
Rathäuser und Schulen; und ihr müßt gestäupt werden, und vor Fürsten und Könige geführt werden um meinetwillen, zu einem Zeugnis über sie.

Und das Evangelium muß zuvor verkündigt werden unter alle Völker.

Wenn sie euch nun führen und überantworten werden, so sorget nicht, was ihr reden sollt, und bedenket auch nicht zuvor; sondern was euch zu der Stunde gegeben wird, das redet. Denn ihr seid’s nicht, die da reden, sondern der Heilige Geist.

Es wird aber überantworten ein Bruder den andern zum Tode und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören gegen die Eltern und werden sie helfen töten.

Und ihr werdet gehaßt sein von jedermann um meines Namens willen. Wer aber beharrt bis an das Ende, der wird selig.


Vom Höhepunkt der Not

Wenn ihr aber sehen werdet den Greuel der Verwüstung (von dem der
Prophet Daniel gesagt hat), daß er steht, wo er nicht soll (wer es liest, der merke darauf!), alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe auf die Berge; und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder ins Haus und komme nicht hinein, etwas zu holen aus seinem Hause; und wer auf dem Felde ist, der wende sich nicht um, seine Kleider zu holen.

Weh aber den Schwangeren und Säugerinnen zu der Zeit!

Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter.

Denn in diesen Tagen werden solche Trübsale sein, wie sie nie gewesen sind bisher, vom Anfang der Kreatur, die Gott geschaffen hat, und wie auch nicht werden wird.

Und so der HERR diese Tage nicht verkürzt hätte, würde kein Mensch selig: aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er auch diese Tage verkürzt.

Wenn nun jemand zu der Zeit wird zu euch sagen: Siehe, hier ist Christus! siehe, da ist er! so glaubet nicht.

Denn es werden sich erheben falsche Christi und falsche Propheten, die
Zeichen und Wunder tun, daß sie auch die Auserwählten verführen, so es möglich wäre.

Ihr aber sehet euch vor! Siehe, ich habe es euch alles zuvor gesagt.


Vom Kommen des Menschensohnes

Aber zu der Zeit, nach dieser Trübsal, werden Sonne und Mond ihren Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden sich bewegen.

Und dann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in den Wolken mit großer Kraft und Herrlichkeit.

Und dann wird er seine Engel senden und wird versammeln seine
Auserwählten von den vier Winden, von dem Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.


Mahnungen im Hinblick auf das Ende

An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis: wenn jetzt seine Zweige saftig werden und Blätter gewinnen, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist.

Also auch, wenn ihr sehet, daß solches geschieht, so wisset, daß es nahe vor der Tür ist.

Wahrlich, ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß dies alles geschehe. Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.

Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im
Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.

Sehet zu, wachet und betet; denn ihr wisset nicht, wann es Zeit ist.

Gleich als ein Mensch, der über Land zog und verließ sein Haus und gab seinem Knecht Macht, einem jeglichen sein Werk, und gebot dem Türhüter, er sollte wachen.

So wachet nun (denn ihr wißt nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob er kommt am Abend oder zu Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder des Morgens), auf daß er nicht schnell komme und finde euch schlafend.

Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!

*2) Großes Evangelium des Johannes von Jakob Lorber – Band 1 – Kapitel 72

Gang nach Sichar. Bedeutsame Voraussagen über die Zukunft. Über das Weltende und das allgemeine Gericht. Von der großen Trübsal. Verheißung der Engel mit den Posaunen vor der Wiederkunft Christi. Die Erde als Paradies. Des Satans letzte Probe. Vom Leiden und Auferstehen des Herrn


[GEJ.01_072,01] Es wird nun der Weg angetreten, und der Oberste samt dessen geheiltem Weibe und zweien seiner ersten Unterkommandanten begleiten Mich. Der Oberste und dessen Weib aber nehmen den Jonael in ihre Mitte, besprechen sich mit
ihm und befragen ihn über verschiedenes der jüdischen Religion, und was darin auf Mich Bezug hätte; und der im ersten Dörflein geheilte Gichtbrüchige nimmt einen alleraufmerksamsten Teil an solcher Unterredung. Ich aber gehe unter den sieben Töchtern Jonaels und dessen Weibe. Diese befragen Mich auch um so manches, was
da etwa in Kürze über die Welt, über Jerusalem und über Rom kommen werde. Und ich gebe ihnen gütige Antworten und zeige ihnen, wie in Kürze der geheime Fürst der Welt gerichtet werde und kurz darauf alles, was seines Anhanges ist. Zugleich zeige Ich ihnen auch das Ende der Welt und ein allgemeines Gericht gleich dem zu den Zeiten Noahs, und sie fragen Mich voll tiefen Staunens, wann und wie solches geschehen werde.
[GEJ.01_072,02] Ich aber sage zu ihnen: „Meine lieben Töchter! So wie es zu Noahs Zeiten war, so wird es auch dann sein; die Liebe wird abnehmen und völlig erkalten, der Glaube an eine aus den Himmeln an die Menschen geoffenbarte reine Lebenslehre und Gotteserkenntnis wird in einen finstersten toten Aberglauben voll Lug und Trug verwandelt werden, und die Machthaber werden sich der Menschen abermals wie der Tiere bedienen und werden sie ganz kaltblütig und gewissenlosest hinschlachten lassen, so sie sich nicht ohne alle Widerrede dem Willen der glänzenden Macht fügen werden! Die Mächtigen werden die Armen plagen mit allerlei Druck und werden jeden freieren Geist mit allen Mitteln verfolgen und unterdrücken, und dadurch wird eine Trübsal unter die Menschen kommen, wie auf der Erde noch nie eine war! Aber dann werden die Tage verkürzt werden der vielen Auserwählten wegen, die unter den Armen sich vorfinden werden; denn wo dies nicht geschähe, könnten sogar die Auserwählten zugrunde gehen!
[GEJ.01_072,03] Es werden aber bis dahin von nun an noch tausend und nicht noch einmal wieder tausend Jahre vergehen! Alsdann aber werde Ich dieselben Engel, so wie ihr sie nun hier sehet, mit großen Aufrufsposaunen unter die armen Menschen senden! Diese werden die im Geiste totgemachten Menschen der Erde gleichsam aus den Gräbern ihrer Nacht erwecken; und wie eine Feuersäule sich wälzt von einem Ende der Welt zum andern hin, werden diese vielen Millionen Geweckten sich hinstürzen über alle die Weltmächte, und nicht wird ihnen jemand mehr einen Widerstand zu leisten vermögen!
[GEJ.01_072,04] Von da an wird die Erde wieder zum Paradiese werden, und Ich werde leiten Meine Kinder rechten Weges immerdar.
[GEJ.01_072,05] Aber von da an nach einem Verlaufe von tausend Jahren wird der Fürst der Nacht einmal auf eine nur sehr kurze Zeit von sieben Jahren und etlichen Monden und Tagen der Zeit nach frei seiner selbst willen, entweder zum gänzlichen
Falle oder zur möglichen Wiederkehr.
[GEJ.01_072,06] Im ersten Falle wird dann die Erde zu einem ewigen Kerker ihrem innersten Teile nach umgewandelt werden; aber die Außenerde wird ein Paradies verbleiben. Im zweiten Falle aber würde die Erde zum Himmel umgestaltet werden, und der Tod des Fleisches und der Seele würde für ewig verschwinden! – Wie aber das, und ob?! – Das darf voraushin auch nicht einmal der erste Engel der Himmel wissen; das weiß allein der Vater. Was Ich euch aber nun veroffenbart habe, das saget vorher niemandem, als bis ihr nach ein paar Erdjahren werdet vernommen haben, daß Ich von der Erde erhöhet worden sei!“

[GEJ.01_072,07] Da fragten aber die Töchter, worin solche Erhöhung bestehen werde.
[GEJ.01_072,08] Ich aber sage zu ihnen: „So ihr davon hören werdet, werden eure Herzen wohl sehr traurig werden! Aber dann tröstet euch mit dem, daß Ich darauf nach drei Tagen wieder in eurer Mitte Mich befinden und euch Selbst überbringen werde die große Bestätigung des neuen Testaments und die Schlüssel zu Meinem ewigen Reiche! Sehet aber zu, daß Ich euch dann so rein, wie ihr jetzt seid, antreffe,
ansonst ihr nicht Meine Bräute für ewig werden könnet!“ – Auf das geloben Mir die Töchter samt ihrer Mutter, alles auf das genaueste zu beachten, was Ich ihnen geboten und geraten habe.

Der Großglockner

Ein Evangelium der Berge – offenbart durch Jakob Lorber

Die Berge, sie stehen da, scheinbar unerschütterlich seit Urzeiten und werden hoffentlich auch noch lange da stehen. Die einen gehen gerne in die Berge, wandern dort, besteigen die Gipfel, den anderen ist das zu mühsam, ihnen sind die Berge nicht so ganz geheuer, sie halten sich lieber in den Tälern auf.

Der Ursprung der Berge ist bekannt, sie sind entweder vulkanischen Ursprungs oder entstanden durch das Übereinanderschieben von tektonischen Platten. *1)

Weniger verbreitet ist aber das Wissen über die natürliche, innere und die geistige Bedeutung der Berge, dieses wird in dem Büchlein „Der Großglockner“, offenbart durch Jakob Lorber, aufgeschlüsselt.

Nicht nur sind die Berge u. a. „Regler der Luftströmungen“, insbesondere die Gletscher sind wichtig für die äußeren Verbindungen der Erde. Was das Abschmelzen der Gletscher dafür bedeutet, ist für uns noch nicht abzusehen, gut ist es jedenfalls nicht. Es bleibt das Vertrauen, daß uns die göttliche Liebe da nicht alleine läßt. – Außerdem gibt es Hinweise auf die guten Berggehzeiten und die Reinheit in den großen Höhen und weiteres mehr.

Wir haben unsere Bilder fertig und meinen, zu wissen, wie die Natur ist, bzw. unserer Meinung nach zu sein hat, aber in diesem Büchlein wird unser Weltbild tüchtig durchgerüttelt und neu zusammengesetzt. Die göttliche Liebe hat auch in der Natur alles gut geordnet, und es ist auf den Himmel ausgerichtet, und die Liebe läßt sich auch da finden. Allerdings müssen wir wohl oder übel unsere vorgefertigten Bilder mal zur Seite legen und die Zusammenhänge neu ansehen und erfassen.

Im Zentrum des Bildes oben ist die Zugspitze zu sehen.

*1) Wikipedia Großglockner

https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fglockner

Das Büchlein ist herausgegeben vom Lorber-Verlag und ist gedruckt oder als E-Buch (Kindle) erhältlich.

Link zum Buch im Web (frei) http://www.vitaswing.de/jl/grgl/index.htm

als Hörbuch auf Youtube (Start Playlist) (frei)

https://www.youtube.com/channel/UC50q6ZhPMmkvAkUhHh1yN5A/playlists

Mag sein, daß die Angabe der kompletten Links verwirrend ist, aber es ist so schnell etwas angeklickt und so können die Links doch etwas kontrolliert werden.