Umdenken

Was bleibt an Möglichkeiten, die jetzige Entwicklung aufzuhalten, um eben nicht auf ein baldiges Ende zuzusteuern. Einige Menschen sind aufgewacht und dabei, die Mitmenschen wachzurütteln, um sie zu einem Umdenken und zu einer Umstellung ihres verschwenderischen Lebens zu bewegen.

Aber es sind zu wenige und die Masse Mensch ist träge und will sich nicht ändern, es ist zu mühsam, und es geht ja noch gut. Was soll es also? Es wird schon werden.

Nein, wird es nicht!

Es wird enger und enger, und zwar für alle. Niemand wird sich dem entziehen können. Es ist auch nicht möglich, für alle Zeiten vorzusorgen. Irgendwann gehen die Vorräte dann doch zu Ende.

Und das betrifft ja auch nur das, was der Mensch im Äußeren braucht.

Das eigentliche Umdenken wäre aber, sich im Innern zu ändern, weniger Egoismus, mehr Miteinander.

Bei einem Umdenken und Zusammenarbeiten aller wären sehr schnell die Kriege beendet, könnten die Flüchtlinge unbesorgt in ihre Länder zurückkehren. Würden die reichen „Staaten“ die armen unterstützen, damit alle Menschen ein Auskommen hätten und in Frieden leben könnten.

Kriege und Handelskriege wären ein Relikt der Vergangenheit, die Firmen würden ihre Ressourcen zugunsten aller benutzen, Saatgut wäre wieder Allgemeingut, Wasser gerecht verteilt. Die Erde nicht mehr ausgenutzt.

Und alle Menschen könnten in Frieden an dem von ihnen gewünschten Ort leben.

Glaubst Du Mensch, das das möglich ist?

Wenn nicht, was ist dann die Alternative? Aufrüstung, Krieg, Hungersnot, Seuchen und Umweltkatastrophen bis zum Zeitpunkt, an dem dann jeder unter Druck, Angst, Schmerzen zur Einsicht kommen muß.

Es ist auch nicht so, daß das nicht abzusehen gewesen wäre, die ersten Warnungen vor den Zuständen in dieser Zeit wurden schon vor Tausenden von Jahren ausgesprochen und aufgeschrieben, aber entweder nicht beachtet oder falsch interpretiert.

Leben auf der Erde

Im Mai 2019 wurde eine australische Studie veröffentlicht, die zu dem drastischen Ergebnis kommt, daß es eine geringe Wahrscheinlichkeit gibt, daß ab dem Jahr 2050 kein menschliches Leben mehr auf dem Planeten Erde möglich ist. Bei dem derzeitigen Stand der Entwicklungen ist das eine eher optimistische Darstellung.

Wie sieht es denn heute hier auf der Erde aus, die Ernährung der vielen Menschen wird problematischer, das Wasser knapp. Und die Entwicklung geht zudem dahin, daß Wasserrechte und Patente auf Pflanzen und Tiere an große Firmen erteilt bzw. von diesen aufgekauft werden. Wer dann ohne Genehmigung eine solche Pflanze anbaut, macht sich strafbar! Oder wer dann Wasser aus einem Brunnen entnimmt, der aufgekauft wurde, macht sich ebenfalls strafbar! Das ist bereits heute Realität.

Die Nahrung wird auch dadurch knapper, daß durch die Klimaveränderung die Ernten geringer ausfallen werden. Die Sommer werden wärmer, der Regen bleibt aus, das heißt weniger Ernte, je nach Landstrich zudem Bodenerosion und durch Unwetter Mißernten. Die Nahrung wird dadurch noch knapper. Bereits heute hungern über 800 Millionen Menschen – ca. 2 Milliarden leiden an chronischem Nährstoffmangel durch einseitige Ernährung, das ist der aktuelle Stand.

Dazu kommt die Unruhe in den Beziehungen der Länder, Handelskrieg und mittlerweile auch kriegerische Handlungen, Bürgerkrieg in vielen Ländern. Weltweit sind ca. 70 Millionen Menschen auf der Flucht, leben in Lagern oder versuchen, in ein wohlhabenderes Land einzuwandern. Sie nehmen in ihrer Verzweiflung dabei sogar den Tod in Kauf, wenn sie mit z. B. Schlauchbooten das Mittelmeer überqueren wollen.

Dazu kommt noch eine bisher in dieser Form nicht gekannte Gefahr, die durch die technische Entwicklung gegebene Möglichkeit der Kontrolle und der Verlust der Privatsphäre. Und die Menschen geben die Informationen sogar freiwillig preis, weil ihnen nicht bewußt ist, wie sehr sie sich ausliefern und manipulieren lassen.

Der Mensch ist nicht mehr frei in seinen Entscheidungen, in seiner Entwicklungsmöglichkeit und das widerspricht dem eigentlichen Sinn des Lebens.

Wer kann noch helfen?

Zwei Männer umkreisen die Erde in einem Space-Shuttle, um die Verbindung zum Weltenbaum zu inspizieren. Sie war zwar schon immer da, aber seit sie bekannt ist, meinten die Menschen, sie müßten ein Auge darauf haben.

Einer der Männer war ein Angestellter der Weltenverwaltung, der andere ein hoher Regierungsbeamter der Weltenregierung, der sich einmal von den Gegebenheiten vor Ort überzeugen wollte. Der Angestellte erläuterte dem Regierungsbeamten die Umgebung und die Besonderheiten und wies auch auf etwas wie einen aufgesetzten Ball an der Verbindung zwischen dem Weltenbaum und der Erde hin.

„Da ist vor kurzem ein Sprengsatz angebracht worden, um die Erde im Notfall von dem Weltenbaum zu trennen. Ausgelöst werden kann diese Bombe von der Erde aus und auch im Shuttle haben wir die Möglichkeit, der Knopf hier .. –   Neeeiiiinnn – Niiicht drücken“

Zu spät – ein Licht leuchtete auf an der Stelle, an der die Bombe angebracht war und die Verbindung zwischen Weltenbaum und Erde wird unterbrochen. Vom Shuttle aus beobachten die beiden Männer entsetzt, wie die Erde anfängt, sich langsam nach unten zu bewegen.

Und was passiert nun: „Das weiß ich nicht, wir konnten die Tiefe noch nicht erkunden, soweit kam noch keiner von uns.“ Im Funkgerät sind aufgeregte Stimmen zu hören: „Was ist passiert, wieso wurde die Erde erschüttert und bewegt sich jetzt.“  „Wir haben die Abtrennungsbombe gezündet – aus Versehen“.

Schweigen – „Was machen wir jetzt?“ Alle denken angestrengt nach – dann.

„Beten, es gibt keine Alternative.“

Und so wird die Nachricht verbreitet, von dem was geschehen ist,  und daß die einzige Möglichkeit der Rettung wohl von „Gott“ kommen könne. Und so solle jeder um Hilfe bitten. Und die meisten  Menschen fangen an, voll Inbrunst zu beten. Einige schütteln den Kopf und meinen, daß es ja doch keinen Sinn habe, es gibt keinen Gott und ….. Na ja, – Schaden kann ja nicht, und so schließen sich auch viele der Ungläubigen den Betenden an.

Und es gibt keine Diskussionen mehr, welcher Gott denn nun der richtige sei, welches Gebet das wirkungsvollste oder ob es etwas Besonderes zu beachten gibt. Es gibt einfach nur noch das Herzensgebet, die Verbindung zwischen Gott und Mensch und die Bitte um Hilfe.

Die Männer im Shuttle beten ebenso, und sie sind diejenigen, die es dann als erstes sehen – wie sich eine Art Wolke, gebildet wie eine Hand – unter die Erde schiebt und erst den Fall verlangsamt und dann die Erde behutsam  auf ihren Ursprungsort zurückhebt und sich auch die Verbindung wieder herstellt, so daß die Erde wieder in ihrer alten Position und gesichert ist.

Als sie diese Information an die Menschen auf die Erde weitergeben, brandet Jubel auf und alle danken Gott.

Und diesmal gibt keine Diskussion, welcher Gott denn nun geholfen hat oder ob es dieses Gebet oder jenes gewesen ist, das besonders wirkungsvoll war. Wenn einer damit anfängt, wird er ausgelacht.

Gott hat geholfen, er hat die Bitten seiner Kinder erhört und sie aus der Not befreit, in die sie sich selber gebracht haben.

24. 1. 2015 Gerlinde Bauer