Black Lives Matter

Es sind verstörende Bilder, die durch die Nachrichten gehen, zu dem Tode von George Floyd.

Ein Mann wird in aller Öffentlichkeit ermordet, obwohl er mehrfach sagt, daß er nicht atmen kann und darum bittet, daß sie ihn loslassen, lassen die vier Beamten nicht nach, ihn am Boden zu halten und auf ihm zu knien. Er hat Handschellen an und war nicht gewalttätig. Und das geht solange bis er an Sauerstoffmangel stirbt. Das ist furchtbar, aber genauso schlimm ist die Tatsache, daß in all diesen langen Minuten keiner der Umstehenden, und es müssen Menschen dagewesen sein, interveniert und die Polizisten anspricht, daß sie den Mann doch aufstehen lassen sollen, keiner. Obwohl zwei Videos existieren aus unterschiedlichen Blickwinkeln, also mindestens zwei Menschen in Sicht- und Rufweite gewesen sein müssen, hat keiner Einspruch gegen die Behandlung von George Floyd erhoben.

Die Frage ist nun, warum nicht? Herrscht in den Vereinigten Staaten eine derartige Angst vor der Polizei, daß sich keiner der Umstehenden getraut hat, etwas zu sagen. Haben sie nicht erkannt, daß ein Mensch in Gefahr war zu ersticken oder wollten sie es nicht erkennen? Oder sind sie gewohnt, daß Menschen so behandelt werden, weil es oft geschieht, weil sie es in den Nachrichten sehen, und es für sie alltäglich ist. Man kann nur dankbar sein, daß noch jemand die Geistesgegenwart hatte, das Geschehen zu filmen und zu verbreiten.

Genauso schlimm, wenn nicht noch schlimmer ist das, was danach passiert. Natürlich verschafft sich der aufgestaute Ärger Luft, es ist einfach zu oft geschehen, dass Afroamerikaner ohne Grund getötet wurden, das darf nicht mehr passieren. Und so sind die Protestmärsche nicht immer friedlich, daß aber auf die Protestierenden wie in Washington – wenn auch mit Gummi und Tränengas – geschossen wird, und sie mit Waffengewalt vertrieben werden, das ist das eine, daß dann der amerikanische Präsident zu einem Fototermin an einer naheliegenden Kirche geht, sich davor aufbaut und eine Bibel in seiner rechten Hand hochhebt, das nimmt einem den Atem.

Was ist die Botschaft hinter diesem Bild, das sich natürlich überall verbreitet.

Ich habe gesiegt, hat er nicht.

Es war ihm nicht möglich, zu den Menschen zu sprechen, sie zu beruhigen und ihnen eine Perspektive zu geben.

Ich bin der Gute, ist er nicht.

Er kann sich wie die Freiheitsstatue aufbauen, so oft wie er will und eine Bibel hochhalten, so wie die Freiheitsstatue die Fackel. Er wird kein Symbol für Freiheit werden, eher für Unterdrückung und Gewalt durch seine Taten.

Gott ist mit mir, er ist mit jedem Menschen.

im Neuen Testament stehen unter Matthäus 11, 28 die Worte.

‘Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.’

Ist das nicht auch die Botschaft, die hinter der Freiheitsstatue steht?

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat bisher andere Werte vertreten und da ist keine Änderung sichtbar.

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Natürlich sind diese Unruhen nicht alle Donald Trump anzulasten, das hat sich in den letzten 400 Jahren aufgestaut, aber es wäre seine Aufgabe, sich damit zu befassen und eine Lösung zu suchen.

Ist ihm das bewußt?

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