Glaube, Vertrauen und Zuversicht

Etwas zu glauben setzt voraus, daß man Vertrauen in die Person hat, die einem etwas sagt, dann kann man auch die Zuversicht haben, daß ein Versprechen eingehalten wird. Das ist bei den derzeitigen irdischen Verhältnissen schwierig. Die Umstände ändern sich sehr schnell und was gestern noch sicher war, ist heute schon nicht mehr wahr, jedenfalls auf irdischer Ebene.

Ganz anders verhält es sich bei dem geistigen Glauben, dem Glauben an Gott, hier können wir das Vertrauen haben, daß die ewige Liebe unwandelbar zu ihrem Wort steht. Sie ist immer ansprechbar, man kann ihr vertrauen und die Zuversicht haben, daß Hilfe nahe ist, wenn man sie braucht und um sie bittet.

Dieses rechte Bitten ist so sehr aus der Mode gekommen. Was auch fehlt ist das Vertrauen, die Zuversicht, daß die Bitte erfüllt wird? Wer hat es denn schon einmal versucht, von den vorgegebenen Gebeten abzuweichen und einfach mit Jesus zu sprechen, wie mit einem Vater, Freund oder einem Bruder und hat ihm ein Anliegen vorgelegt oder ihn um etwas gebeten, dessen man dringend bedarf?

Fehlt dir der Glaube, daß er dir zuhört. Dann geh auf Nummer sicher und rufe ihn, rufe ihn drei mal bei seinem Namen Jesus Christus, und er steht neben dir. Darauf kannst du vertrauen. Und du kannst dich ganz einfach mit ihm unterhalten, erzähle ihm, was dich bedrückt. Und wenn du ihn um etwas bittest, vergiß nicht, dich dafür zu bedanken. Es ist ein Geheimnis um dieses „danken“. Jesus selbst hat darauf hingewiesen, daß nach einer Bitte auch das Danke folgen sollte, weil er dann doch gar nicht mehr anders kann als deine Bitte zu erhören, wegen des darin liegenden Vertrauens.

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Lebensgeheimnisse von Gottfried Mayerhofer

Glaube, Vertrauen, Zuversicht

http://www.vitaswing.de/gm/lgeh/LGEH-010.HTM

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Das in dem Kapitel erwähnte Adelma „Betrachtungsbuch“ ist bei Google Play zu finden, kann entweder am PC gelesen werden oder über eine App heruntergeladen werden.

https://play.google.com/store/books/details/Betrachtungsbuch_f%C3%BCr_Alle_von_mehreren_seligen_Gei?id=izySKhcSaqcC&gl=US

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Neues Testament Lukas 11, 9 – Übersetzung Martin Luther

Vom Vertrauen beim Beten

Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.

Denn wer da bittet, der nimmt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.

Wo bittet unter euch ein Sohn den Vater ums Brot, der ihm einen Stein
dafür biete? und, so er um einen Fisch bittet, der ihm eine Schlange für den Fisch biete?

oder, so er um ein Ei bittet, der ihm einen Skorpion dafür biete?

So denn ihr, die ihr arg seid, könnet euren Kindern gute Gaben geben, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

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Im Himmel wird es nicht langweilig

Jedenfalls nicht, nachdem man durch die ersten Phasen durchgegangen ist.

Es dauert normalerweise seine Zeit bis der Mensch im Jenseits begreift, daß er nicht mehr auf der Erde lebt, sondern an einem anderen Ort ist. Und dort geht es darum, daß er die auf der Erde gelernten „Weisheiten“ vergißt und ablegt. Meist ist die Seele – und nur diese kommt ins Jenseits – auch noch belastet mit Aufgaben, die nicht erledigt wurden.

Und so kommt die Seele an einen Ort, an dem sie erst mal zur Ruhe kommt, sich besinnen und noch bestehende Lasten abarbeiten kann. Natürlich wird sie dort nicht alleine gelassen, auch wenn es so aussieht. Sie bekommt zur rechten Zeit Hilfe auf jede erdenkliche Weise, etwa, daß sie jemand besucht und mit ihr spricht und Hinweise gibt oder daß sie ihrem „Erzfeind“ noch von der Erde her begegnet und sich mit diesem auseinandersetzten soll.

Je nachdem wie sich die Seele entwickelt, werden die Aufgaben größer und die Begegnungen öfter. Bis zu dem Punkt, der in dieser Entwicklung angestrebt wird, die Begegnung mit dem Herrn – mit Jesus. Oft gibt sich dieser bei den ersten Begegnungen nicht zu erkennen, sondern läßt die menschliche Seele noch einmal gehörig arbeiten und sich fragen, warum sie zu diesem Menschen sich so hingezogen fühlt, bis zu dem Punkt, an dem dieser den Herrn erkennt.

So auch in dem Buch von Jakob Lorber „Bischof Martin“. In dem beschrieben wird, wie der (katholische) Bischof dem Leibe nach stirbt und sich dann in einer Situation wiederfindet, die er sich nie so ausgemalt hat und vor der er erst einmal ratlos dasteht. Er ist nämlich ganz alleine und selbst seine Rufe nach einigen Heiligen, die ihm beistehen sollen, sind vergebens.

Endlich begegnet ihm jemand, der wie er, ein Bischof zu sein scheint, er trägt jedenfalls Bischofskleider. Und dieser Mensch konfrontiert ihn sogleich mit einer evangelischen Kirche, ihm einem katholischen Bischof ist dies natürlich total zuwider. …

Und so geht es weiter und weiter bis zu der Begegnung mit dem Herrn und der Führung durch ihn. Er lernt die Planeten und ihre Bewohner kennen, soweit es für ihn zuträglich ist. Und nach und nach hat er immer weitere Begegnungen mit Menschen von der Erde, denen er helfen kann und die ihn herausfordern. Er bekommt es mit Missionaren und Klosterschwestern zu tun und sieht auch dabei, daß nicht immer, was wir Menschen auf Erden meinen, daß es gottgefällig sei, es auch tatsächlich ist. Aber es läßt sich dann jeweils doch ein Weg finden, das irdische abzulegen und gerecht zu werden.

Bei all dem wird der ehemalige Bischof Martin geschult und legt Stück für Stück seine bisherigen Vorurteile und Meinungen ab und hilft dabei seinen Mitmenschen, dasselbe auch zu tun. Er begegnet dabei auch Menschen aus China, Jesuiten, Anhänger Lamas, Klosterschwestern usw., denen er hilft und die er belehrt.

Selbst die Sonne wird von der Gesellschaft besucht und auch dort gibt es Arbeit, aber auch Lohn. Und war bis dahin das Erreichen der Gotteskindschaft nur auf der Erde möglich, so wird dies nun auch den Bewohnern der Sonne ermöglicht.

Selbst eine Auseinandersetzung mit Satan hat Martin, aber auch das geht vorbei und seine Ausbildung wurde weitergeführt, er hat den nächsten Abschnitt bestanden und befindet sich auf einem guten Weg, abgeschlossen wird seine Schulung, seine Arbeit, seine Erkenntnis, sein Weg so wie unserer aller, glücklicherweise ewig nicht sein.

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Schlussmahnung des Herrn an die Leser

1. Wer diese speziellst dargestellte Szene aus dem Jenseits aber gläubig und wohlbeherzigend überliest, der wird es sogar greifen können, wie es mit dem Menschen nach der Ablegung des Leibes im Reich der Geister aussieht; und wird sich danach richten können. Wer aber ein Weltmensch ist, der wird das ebenso, wie die ganze Heilige Schrift ungläubig als eine Torheit eines hirnlosen Skriblers [Schriftstellers] verwerfen. Allein an dem liegt ja nichts, denn über kurz wird er doch dahin kommen, wo ihm außer Mir niemand wird helfen können!

2. Sollte sich etwa irgendein poetisch-philosophischer Kopf an manchen Reden Martins stoßen, weil sie ihm teilweise etwa doch zu irdisch, schmutzig und ungeistig klingen sollen, dem sei bloß das gesagt: ‚Wo ein Aas ist, da versammeln sich die Adler!‘ und des Menschen Geist ist gleich hier wie jenseits in seiner Trübsal; so er aber geläutert wird von allen Schlacken, da wird er auch reden als ein reiner Geist ohne Schmutz und Trübe.

3. Obschon aber durch diese Enthüllung die Geisterwelt nahe völlig erschöpfend gezeigt ist, in den verschiedensten Haupt- und Seitenführungen der Seelen und Geister [im] Jenseits, so müsst ihr aber das dennoch nicht als einen allgemeinen, sondern lediglich nur als einen individuell-speziellen Führungsfall ansehen und annehmen, der lediglich die Reinigung und Vollendung Martins bezweckt. Noch nachfolgende kurzgefasste Szenen aus dem Jenseits werden euch darüber ganz klar belehren.

4. Diese in allen Teilen speziell gezeigte Szene Martins aber ist für sich dennoch als ein abgeschlossenes Ganzes zu betrachten. Nehmt sie gläubig an, so werdet ihr [im] Jenseits leichteren Weges wandern, als viele Tausende, die vom jenseitigen Leben keine Ahnung haben, und sind voll Nacht und Finsternis. Meine Gnade, Mein Segen und Meine Liebe mit euch allen! Amen!

Kapitel 205 Bischof Martin von Jakob Lorber

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Link zum Buch Bischof Martin von Jakob Lorber – Inhaltsverzeichnis

http://www.vitaswing.de/jl/bmar/index.htm

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Link zum Buch Bischof Martin von Jakob Lorber startet bei Kapitel 1 (ist evtl. übersichtlicher

https://jakob-lorber.cc/index.php?s=BM+1&l=de&b=

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Nur die Liebe läßt uns leben *1)

Wir leben in einer außergewöhnlichen Zeit, es herrscht in einigen Ländern offener Krieg und in anderen schwere Auseinandersetzungen. Und an anderen Stellen stehen die Menschen auf, weil sie sich nicht mehr unterdrücken oder ausbeuten lassen wollen.

Und selbst in den nicht in offene Kriege verwickelten und scheinbar friedlichen Ländern sind die Menschen beunruhigt, es gibt massive Teuerungen, Unsicherheiten wegen der Rohstoffknappheit, den Transportproblemen usw. Aber oft auch deswegen, weil Hersteller die „Gunst der Stunde“ nutzen und die Preise mehr anheben als es eigentlich notwendig ist, um einen höheren Gewinn zu erzielen.

Es ist schlimm, denn man braucht ja die Waren und so muß man einkaufen und die hohen Preise bezahlen, und gleichzeitig werden dann Ängste geschürt, daß man nicht mehr genug Geld hat, um die laufenden Kosten zu bezahlen.

Wenn dann noch Politiker in diese Kerbe schlagen und auf die Corona-Pandemie oder ein Problem mit der Gas- und Stromversorgung hinweisen, so trägt das nicht zur Beruhigung bei.

Aber wie schlimm wird es denn werden? Das kann keiner sagen, es kann keiner sagen, wie kalt es wird, ob die Versorgung ausreicht oder ob es zu Engpässen kommt. Was im Moment gemacht wird, ist, es wird Unruhe gestiftet und die Angst geschürt. All das soll uns verunsichern und beschäftigen.

Was aber ist, wenn wir das zwar anschauen, aber einfach anfangen, Gott zu vertrauen, und ihn um Hilfe bitten. Manchmal dauert es etwas, es kann sein, daß etwas anderes kommt, als das, was man meinte, zu brauchen. Aber die Hilfe kommt, sei es ein Gedanke, wo man um etwas nachfragen kann oder ein Angebot von etwas, was man gerade braucht. Eine Antwort kommt bestimmt. Wir sind allzeit in Gottes Herzen, wie könnte er uns da nicht helfen?

Und noch etwas ist möglich, einfach dem, was jetzt ist, diesen negativen Gedanken, die Liebe entgegenzusetzen. Es geht nun nicht darum, jeden im Äußeren zu umarmen, aber ihm freundlich im Herzen zu begegnen. Wenn jeder sich bemüht, seinen Zorn oder seine Wut, aber auch die Verzweiflung wegzupacken und ein Gefühl der Liebe dem anderen gegenüber fühlt, wird sich alles ändern. Auch das dauert vielleicht ein bißchen, ein negatives Gefühl kann schon hartnäckig sein, aber es läßt sich überwinden.

Und wie ist es denn, wenn man den anderen mag, wird man ihm auch helfen, ja, er braucht gar nicht mehr viel zu fragen, man fühlt schon, was nötig ist und ist auch bereit, ihm das zu geben, was er braucht, mit ihm zu teilen. Denn auch er wird helfen, wenn man selber Hilfe braucht und er das kann. . Und wenn es denn doch einmal nicht möglich ist und es ein Nein sein muß, dann sagt „nein“, aber sagt es liebevoll.

Fangt doch einfach an zu lieben und zusammenzustehen, gemeinsam ist es viel einfacher, schwere Zeiten zu bewältigen. Dieses einengen, unsicher machen und die Menschen gegeneinander ausspielen, das ist die negative Seite, und wir sind auf die Erde gekommen, um gerade diese zu überwinden. Ja, und Gott ist die Liebe und er ist da, wo die Liebe gelebt wird. *2)

Und je mehr Menschen das machen, umso stärker wird die Schwingung und dann werden wieder mehr Menschen davon erfaßt und dann verstärkt es sich noch mehr und wird zu einer Bewegung und dann ist vieles möglich.

Es geht einfach darum, mit der Liebe zum Nächsten anzufangen. Aber denkt daran, es geht nicht darum, sich im Namen der Liebe ausnutzen zu lassen, das ist damit nicht gemeint.

Die zwei Gebote des Neuen Testamentes lauten:

„Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst.“

Jesus aber sprach zu ihm: „Du sollst lieben Gott, deinen HERRN, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte.“

Dies ist das vornehmste und größte Gebot.

Das andere aber ist ihm gleich; Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Neues Testament Matthäus 22, 37-39 – Übersetzung Martin Luther – ähnlich bei Markus 12, 29-31 und Lukas 10,27

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*1) Quelle Wikipedia

Nur die Liebe läßt uns leben war der deutsche Beitrag zum Eurovision Song Contest 1972, der von Mary Roos in deutscher Sprache aufgeführt wurde.

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*2) Matthäus 18, 20 Neues Testament – Luther-Übersetzung

Weiter sage ich euch: wo zwei unter euch eins werden, warum es ist, daß sie bitten wollen, das soll ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.

Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

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Bertha Dudde Nr. 5963 21. 5. 1954 – Buch Nr. 65

BD. Nr. 5963:    

Liebe „Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir ….“

In der Vereinigung mit Mir findet ihr euren Frieden. Euer Sehnen ist gestillt, sowie ihr euch eins wisset mit Mir, so ihr euch Mir verbunden habt durch die Liebe oder inniges Gebet, das im Geist und in der Wahrheit zu Mir emporgesandt wird. Das Gebet ist der Wille nach der Verbindung mit Mir, Liebeswirken aber die Erfüllung, denn „wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm ….“ Die Liebe ist das Größte …. und vom Wirken in Liebe ist alles abhängig, was mit Ausreifen der Seele, mit Rückkehr ins Vaterhaus und ewiger Seligkeit bezeichnet wird …. Und so ihr euch nur immer die Worte vor Augen haltet: „Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm ….“, so ihr nur immer daran denket, daß Ich Selbst die Liebe bin, dann wird euch auch das Erfüllen Meiner Liebegebote als Wichtigstes erscheinen, dann werdet ihr euch bemühen, in der Liebe zu leben, um dadurch mit Mir auf ewig verbunden zu sein. Die Liebe ist alles …. sie ist Erlöserkraft, sie ist Licht, sie ist das göttliche Prinzip, der Mittelpunkt der ewigen Ordnung …. So ein Mensch ohne Liebe dahinlebt, ist er völlig aus der Ordnung gekommen, er ist völlig Gott entgegengesetzt in seinem Denken und Handeln, er ist blind im Geist, d.h. erkenntnislos, und er ist unerlöst in den Händen des Gegners, der ihn von jeglicher Seligkeit ausscheiden will …. Die Liebe bin Ich Selbst, die Lieblosigkeit ist Mein Gegner …. und wer also das Verlangen hat, mit Mir vereint zu sein, wer Mich erringen will, der muß in der Liebe leben, denn dann muß Ich auch bei ihm sein, weil die Liebe Meine Ursubstanz ist von Ewigkeit. Wohl teile Ich ungemessen Gnaden aus, wohl schenke Ich euch, was ihr nicht verdienet und nicht von selbst anstrebt, doch alle Meine Gnadengeschenke sollen nur das eine bewerkstelligen, daß ihr zur Liebe euch gestaltet, denn ob Ich euch auch alles schenken möchte …. ohne Liebe bliebet ihr dennoch tot, ohne Liebe bliebet ihr gerichtete Wesen …. ihr bliebet immer nur Meine Geschöpfe, könntet aber nimmermehr Meine Kinder werden. Die Liebe erst bringt das Vergöttlichen Meiner Geschöpfe zustande, die Liebe erst kann uns einigen, ansonsten ihr immer nur außerhalb von Mir als isolierte Wesen ein unglückseliges Dasein führet. Und darum ist das erste und vornehmste Gebot: Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst …. Und von dem Erfüllen jenes Gebotes hängt euer Geisteszustand ab auf Erden schon und dereinst in der Ewigkeit …. Darum gab Ich Meinen Jüngern den Auftrag, hinauszugehen in die Welt und den Menschen Meine göttliche Liebelehre zu verkünden …. darum lebte Ich Selbst den Menschen auf Erden ein Leben in Liebe vor und besiegelte diese Meine Liebelehre mit dem Tode am Kreuz, den Ich für Meine Mitmenschen erlitten habe aus übergroßer Liebe …. weil Ich ihre endlose Not erkannte und ihnen helfen wollte. Und solange ihr Menschen diese Meine Gebote unbeachtet lasset, könnet ihr nicht zur Seligkeit gelangen, und ob ihr euch noch so tief demütigt und euch vor Mir in den Staub werfet, Mich um Erbarmen bittend …. Ich liebe euch mit einer nicht mehr zu überbietenden Liebe, und Ich will euch alle gewinnen für Mich, doch nur in der von euch erwiderten Liebe besteht Meine Seligkeit, und diese müsset ihr Mir freiwillig schenken …. Und eurer Bitte um Erbarmen muß das Verlangen zugrunde liegen nach Mir, weil ihr Mich liebet …. und weil ihr erkennet, in welch weitem Abstand von Mir ihr euch noch befindet. Ihr müsset Mich zu erreichen suchen, ihr müsset wollen, die Vereinigung mit Mir zu finden, und ihr müsset darum selbst in der Liebe leben, ansonsten eine Vereinigung niemals stattfinden kann. Bedenket, daß ihr die ewige Liebe Selbst mit jedem Liebewerk an euch ziehet …. daß Sie aber nicht in eure Herzen eintreten kann, wenn dieses noch völlig dem Urwesen Gottes widersprechend geartet ist …. Nur durch die Liebe schließet ihr euch mit Mir zusammen, und daran sollet ihr denken und das Liebegebot als Wichtigstes zu erfüllen suchen …. ihr sollet wissen, daß ohne Liebe kein Mensch selig werden kann.

Amen

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Vorhersagen

Allgemein

Vorhersagen gab es wohl zu allen Zeiten, interessant für die heutige Zeit sind aber die Hinweise im Neuen Testament *1), die auch im Großen Evangelium des Johannes von Jakob Lorber *2) stehen. Es geht dabei einmal um die großen Geschehnisse und zum zweiten über den Hintergrund dieser Umwandlungen.

Warum Vorhersagen

Es ist jeweils ein Aufruf an die Menschen, sich zu ändern, ihr Fehlverhalten zu erkennen und abzulegen. Darum werden diese Vorhersagen auch veröffentlicht, finden sich schon als Warnungen im Neuen Testament und sind allgemein bekannt, z. B. die Vorhersagen von Nostradamus usw.

Genauigkeit

Vorhersagen enthalten zwar Hinweise und Warnungen, sind aber in Bezug auf die einzelnen Vorkommnise oder den zeitlichen Ablauf eher vage, so daß viel Spielraum für Interpretationen bleibt. Nostradamus z. B. hat das, was er gesehen hat, sehr stark verschlüsselt, sowohl das Geschehen als auch die zeitliche Reihenfolge, so daß es schwierig ist, die Ereignisse seinen Vorhersagen zuzuordnen, aber gerade das hat die Menschen immer wieder beschäftigt.

Für so ein Vorgehen gibt es einige Gründe, man kann nicht immer in einem Weltuntergangszenario leben, das nimmt jede Hoffnung, wenn man z. B. weiß, morgen beginnt ein Krieg sein, oder es gibt ein verheerendes Erdbeben.

Und zum anderen ist es so, daß nicht jede Vorhersage eintreffen muß. Es besteht immer die Möglichkeit, daß die Menschen sich ändern und dann ein Ereignis, das diese Änderung hervorrufen soll und vorhergesagt wurde, nicht mehr nötig ist und dann ausbleibt.

Müssen Vorhersagen eintreffen?

Nein, wenn sich die Menschen ändern, ändern sich die Umstände und es gibt die vorhergesagten Katastrophen nicht mehr oder nur noch in abgeschwächter Form, soweit wie sie nötig sind.

Es ist beides möglich, so wie es jetzt ist, weiterzumachen, bis zum bitteren Ende, was immer das bedeutet,

Teuerungen, Pandemien, Weltkrieg

oder

Leben in Liebe und Frieden

Entwicklung statt Zerstörung

Wie und was können wir ändern?

…….. Sehet, Ich habe einmal durch ein Wortkind gesagt, das nicht zur „Bieberauer Schule“ gehört: Seht Kinder, ICH gebe euch die Zukunft kund über diesen Planeten. Aber wisset, das, was Ich euch gebe als echte Prophetie, es ist dies die wahrscheinlichste Möglichkeit. Es bräuchte nicht geschehen, wenn es Menschen gäbe, die Meine Liebe lebten. Ihr könnt, ihr könnt den Gang der Dinge auch jetzt noch , Meine Kinder, aufhalten durch eure Liebe. Wenn eine Bewegung der Liebe über diese Erde gehen würde, wenn jeder von euch diese Liebe weitergibt und diese Liebe lebt, Vorbild ist, ja, Zeichen setzt, ja, wenn ICH durch ihn dieses Wunder der Liebe wirke und so die Flamme der Liebe weitergetragen wird von Herz zu Herz, von Mensch zu Mensch, von Haus zu Haus, von Land zu Land, oh Kinder, dann wäre das, was bevorsteht, nicht notwendig. Es ist alles eine Schule der Liebe. Eine Schule der Liebe, wobei ihr, Meine Kinder, von Mir die Möglichkeit in die Hand bekommen habt, zu arbeiten und zu wirken in Meinem Namen in Meinem Willen, in Meiner Liebe, so zu wirken, wie Ich wirkte als ICH auf dieser Erde war. …..Schauet euch eure Vergangenheit an, wie da Menschen immer wieder aufstanden, erfüllt von Meinem Geist und Meiner Liebe, und gebetet haben, gepredigt, gearbeitet in Meinem Namen und Zeichen setzten bis in die heutige Zeit. Zeichen, die nie mehr untergehen werden, die keine Dunkelheit mehr auslöschen kann. Ihr alle könnt es, Kinder, ihr alle seid dazu berufen. Ja, ihr alle sollt Auserwählte sein. Oh Kinder, schauet, ihr habet den Verstand von MIR erhalten. Ihr habt ihn erhalten als eine Möglichkeit, um in dieser Welt zu existieren, zu leben. Aber was habt ihr mit diesem Verstande gemacht? Ihr habet ihn über alles gesetzt. Dabei ist euer Verstand das schwächste Glied in euerem ganzen Körper. Laßt doch euer Herz sprechen, denkt mit dem Herzen, lebt mit dem Herzen und nehmet den Verstand als das, was er ist: ein Hilfsmittel, das ICH euch an die Hand gegeben habe. Aber der Verstand, er soll nicht die Regie führen über euch. ….Seht, Meine Kinder, es ist dieser Weg so leicht, sich frei zu machen, den Mut zu haben, sich MIR ganz anzuvertrauen, ohne Rücksicht. Den euch kann ja nicht geschehen, ICH halte euch doch fest. ICH bin doch die Wahrheit. Ihr glaubt es, ihr wisst es, zweifelt nicht daran, vertrauet. darauf. Die Welt, die Welt kann euch doch nicht bedrängen. Ihr seid doch bei MIR aufgehoben, Meine Kinder. Und sehet, so stehe ICH da, so stehe ICH da und warte auch euch, demütig. ICH stehe an der Straßenecke, ICH stehe an der Tür und klingele, ICH stehe im Gewühl der Städte, ICH stehe als einsamer Mensch vor euch. Ja stellt euch MICH vor als einsamen Menschen, der euch begegnet und der mit seinen Augen euch lockt. Ja, und man übersieht MICH, Meil ICH so klein, so unscheinbar, so demütig bin, ohne zu fordern, ohne zu zwingen, sondern nur bittend, bittend durch meine Gesten. Die Gesten, die ihr seht in der Natur, die Bäume, die welk werden im Sommer, ja die Felder, die verdorren, die Flüsse, die verseucht sind, die Fische, die vergiftet auf der Oberfläche schwimmen. Somit bitte Ich euch, winke ICH euch, wacht auf Kinder, wacht doch endlich auf aus eurem süßen Schlummer. Geht ans Werk mit Freude, mit Kraft, mit Liebe, denn ihr wißt doch, daß ihr daheim seid beim Vater, daß ihr nicht mehr zu suchen braucht. Ihr habt doch eure Heimat gefunden, ihr Heimatlosen in dieser Welt. Und so nehmet, oh Kinder, in der Kühle dieser Scheune diese Worte der Wäre auf in eurem Herzen, auf daß sie entzünden eure Funken, die ihr in euch habt, der Lebe und des Willens. Auf daß ihr ein brennendes Feuer werden und als Fackeln meiner Liebe entzündet durch dieses Leben geht. ….Oh Kinder, sehet dafür, dafür spreche ICH durch Menschenmund, dafür wirke ich an allen Stellen und überall. Und wenn du, Mein Kind meinest, daß dies nicht der Vater ist, oder daß dies nicht mit dieser oder jener Schrift übereinstimmt, oh Mein Kind, laß doch den Weltverstand beiseite, gehe doch hin auf den Kern der Botschaft und der Kern der Botschaft ist das, was Ich euch in der Bibel gab: Lebet die Liebe, lebet die Liebe in der Gemeinschaft, in der Ich euch zusammengestellt habe. Leset die Bibel, leset das neue Testamet, wie da die ersten Gemeinden zusammenstanden und lebten, jeder mit unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten ausgestattet, sich gegenseitig unterstützend und helfend, wissend, daß jeder angewiesen ist auf den anderen und daß alle zusammen ersten mystischen Leib Christi ergeben. ….Der mystische Leib Christi, der ihr alle, die ganze Menschheit, sein sollt. Denn ihr alle seid Atome, seid Zellen in diesem Leibe. Jeder mit anderen Aufgaben, mit anderen Gaben, mit anderen Fähigkeiten, Meine Kinder. Und so schauet nicht auf Menschen, die im Rampenlicht stehen und arbeiten, tätig sind. Und denket nicht, das kann ich nicht. Nein Kinder, das könnet ihr auch nicht, das sollt ihr auch nicht, denn jeder von euch hat andere Aufgaben, andere Fähigkeiten, die ihn herausstellen, und so zeigen, daß er bereit ist für den Bruder, für die Schwester zu wirken, die dieser Fähigkeit mangeln. Und so helft euch in Meinem Namen. So wirket zusammen an eurem Platze – in Meinem Namen, in Meiner Liebe. Und so verwirklicht das Gebet der Liebe. Liebet Mich über alles und euren Nächsten wie euch selbst…. Amen. …

gegeben durch das Innere Wort – 1. Okt. 1983 in Lüneburg Wolfgang

*1) Neues Testament – Übersetzung durch Martin Luther

Lukas 21, 5 – 36

Die Zerstörung des Tempels

Und da etliche sagten von dem Tempel, daß er geschmückt wäre mit feinen Steinen und Kleinoden, sprach er:

Es wird die Zeit kommen, in welcher von dem allem, was ihr sehet, nicht ein Stein auf dem andern gelassen wird, der nicht zerbrochen werde.

Vom Anfang der Not

Sie fragten ihn aber und sprachen: Meister, wann soll das werden? und welches ist das Zeichen, wann das geschehen wird?

Er aber sprach: Sehet zu, lasset euch nicht verführen. Denn viele werden kommen in meinem Namen und sagen, ich sei es, und: »Die Zeit ist herbeigekommen.« Folget ihnen nicht nach!

Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Empörungen, so entsetzet euch nicht. Denn solches muß zuvor geschehen; aber das Ende ist noch nicht so bald da.

Da sprach er zu ihnen: Ein Volk wird sich erheben wider das andere und ein Reich wider das andere, und es werden geschehen große Erdbeben hin und wieder, teure Zeit und Pestilenz; auch werden Schrecknisse und große Zeichen am Himmel geschehen.

Aber vor diesem allem werden sie die Hände an euch legen und euch
verfolgen und werden euch überantworten in ihre Schulen und Gefängnisse und vor Könige und Fürsten ziehen um meines Namens willen.

Das wird euch aber widerfahren zu einem Zeugnis.

So nehmet nun zu Herzen, daß ihr nicht sorget, wie ihr euch verantworten sollt.

Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, welcher nicht sollen
widersprechen können noch widerstehen alle eure Widersacher.

Ihr werdet aber überantwortet werden von den Eltern, Brüdern, Gefreunden und Freunden; und sie werden euer etliche töten.

Und ihr werdet gehaßt sein von jedermann um meines Namens willen.

Und ein Haar von eurem Haupte soll nicht umkommen.
Fasset eure Seelen mit Geduld.


Vom Gericht über Jerusalem

Wenn ihr aber sehen werdet Jerusalem belagert mit einem Heer, so merket daß herbeigekommen ist seine Verwüstung.

Alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe auf das Gebirge, und wer drinnen ist, der weiche heraus, und wer auf dem Lande ist, der komme nicht hinein.

Denn das sind die Tage der Rache, daß erfüllet werde alles, was
geschrieben ist.

Weh aber den Schwangern und Säugerinnen in jenen Tagen! Denn es wird große Not auf Erden sein und ein Zorn über dies Volk, und sie werden fallen durch des Schwertes Schärfe und gefangen geführt
werden unter alle Völker; und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis daß der Heiden Zeit erfüllt wird.
Vom Kommen des Menschensohnes

Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen; und auf Erden wird den Leuten bange sein, und sie werden zagen, und das Meer und die Wassermengen werden brausen, und Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden; denn auch der Himmel Kräfte werden sich bewegen.

Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in der Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.

Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, so sehet auf und erhebet eure
Häupter, darum daß sich eure Erlösung naht.


Mahnungen im Hinblick auf das Ende

Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Sehet an den Feigenbaum und alle
Bäume: wenn sie jetzt ausschlagen, so sehet ihr’s an ihnen und merket, daß jetzt der Sommer nahe ist.

Also auch ihr: wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich Gottes nahe ist.

Wahrlich ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß es alles geschehe.

Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte vergehen nicht.

Hütet euch aber, daß eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen und mit Sorgen der Nahrung und komme dieser Tag schnell über euch; denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle, die auf Erden wohnen.

So seid nun wach allezeit und betet, daß ihr würdig werden möget, zu
entfliehen diesem allem, das geschehen soll, und zu stehen vor des
Menschen Sohn.

Neues Testament Übersetzung durch Martin Luther

Markus 13, 1 – 37

Die Zerstörung des Tempels

Und da er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm seiner Jünger einer: Meister, siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das!

Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Siehst du wohl allen diesen großen Bau? Nicht ein Stein wird auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen werde.


Vom Anfang der Not

Und da er auf dem Ölberge saß gegenüber dem Tempel, fragten ihn Petrus, Jakobus und Johannes und Andreas besonders:

Sage uns, wann wird das alles geschehen? Und was wird das Zeichen sein, wann das alles soll vollendet werden?

Jesus antwortete ihnen und fing an, zu sagen: Sehet zu das euch nicht jemand verführe!

Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: »Ich bin Christus!« und werden viele verführen.

Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so fürchtet euch nicht. Denn es muß also geschehen; aber das Ende ist noch nicht da.

Es wird sich ein Volk wider das andere empören und ein Königreich wider das andere, und werden Erdbeben geschehen hin und wieder, und wird teure Zeit und Schrecken sein. Das ist der Not Anfang.

Ihr aber, sehet euch vor! Denn sie werden euch überantworten vor die
Rathäuser und Schulen; und ihr müßt gestäupt werden, und vor Fürsten und Könige geführt werden um meinetwillen, zu einem Zeugnis über sie.

Und das Evangelium muß zuvor verkündigt werden unter alle Völker.

Wenn sie euch nun führen und überantworten werden, so sorget nicht, was ihr reden sollt, und bedenket auch nicht zuvor; sondern was euch zu der Stunde gegeben wird, das redet. Denn ihr seid’s nicht, die da reden, sondern der Heilige Geist.

Es wird aber überantworten ein Bruder den andern zum Tode und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören gegen die Eltern und werden sie helfen töten.

Und ihr werdet gehaßt sein von jedermann um meines Namens willen. Wer aber beharrt bis an das Ende, der wird selig.


Vom Höhepunkt der Not

Wenn ihr aber sehen werdet den Greuel der Verwüstung (von dem der
Prophet Daniel gesagt hat), daß er steht, wo er nicht soll (wer es liest, der merke darauf!), alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe auf die Berge; und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder ins Haus und komme nicht hinein, etwas zu holen aus seinem Hause; und wer auf dem Felde ist, der wende sich nicht um, seine Kleider zu holen.

Weh aber den Schwangeren und Säugerinnen zu der Zeit!

Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter.

Denn in diesen Tagen werden solche Trübsale sein, wie sie nie gewesen sind bisher, vom Anfang der Kreatur, die Gott geschaffen hat, und wie auch nicht werden wird.

Und so der HERR diese Tage nicht verkürzt hätte, würde kein Mensch selig: aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er auch diese Tage verkürzt.

Wenn nun jemand zu der Zeit wird zu euch sagen: Siehe, hier ist Christus! siehe, da ist er! so glaubet nicht.

Denn es werden sich erheben falsche Christi und falsche Propheten, die
Zeichen und Wunder tun, daß sie auch die Auserwählten verführen, so es möglich wäre.

Ihr aber sehet euch vor! Siehe, ich habe es euch alles zuvor gesagt.


Vom Kommen des Menschensohnes

Aber zu der Zeit, nach dieser Trübsal, werden Sonne und Mond ihren Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden sich bewegen.

Und dann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in den Wolken mit großer Kraft und Herrlichkeit.

Und dann wird er seine Engel senden und wird versammeln seine
Auserwählten von den vier Winden, von dem Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.


Mahnungen im Hinblick auf das Ende

An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis: wenn jetzt seine Zweige saftig werden und Blätter gewinnen, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist.

Also auch, wenn ihr sehet, daß solches geschieht, so wisset, daß es nahe vor der Tür ist.

Wahrlich, ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß dies alles geschehe. Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.

Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im
Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.

Sehet zu, wachet und betet; denn ihr wisset nicht, wann es Zeit ist.

Gleich als ein Mensch, der über Land zog und verließ sein Haus und gab seinem Knecht Macht, einem jeglichen sein Werk, und gebot dem Türhüter, er sollte wachen.

So wachet nun (denn ihr wißt nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob er kommt am Abend oder zu Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder des Morgens), auf daß er nicht schnell komme und finde euch schlafend.

Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!

*2) Großes Evangelium des Johannes von Jakob Lorber – Band 1 – Kapitel 72

Gang nach Sichar. Bedeutsame Voraussagen über die Zukunft. Über das Weltende und das allgemeine Gericht. Von der großen Trübsal. Verheißung der Engel mit den Posaunen vor der Wiederkunft Christi. Die Erde als Paradies. Des Satans letzte Probe. Vom Leiden und Auferstehen des Herrn


[GEJ.01_072,01] Es wird nun der Weg angetreten, und der Oberste samt dessen geheiltem Weibe und zweien seiner ersten Unterkommandanten begleiten Mich. Der Oberste und dessen Weib aber nehmen den Jonael in ihre Mitte, besprechen sich mit
ihm und befragen ihn über verschiedenes der jüdischen Religion, und was darin auf Mich Bezug hätte; und der im ersten Dörflein geheilte Gichtbrüchige nimmt einen alleraufmerksamsten Teil an solcher Unterredung. Ich aber gehe unter den sieben Töchtern Jonaels und dessen Weibe. Diese befragen Mich auch um so manches, was
da etwa in Kürze über die Welt, über Jerusalem und über Rom kommen werde. Und ich gebe ihnen gütige Antworten und zeige ihnen, wie in Kürze der geheime Fürst der Welt gerichtet werde und kurz darauf alles, was seines Anhanges ist. Zugleich zeige Ich ihnen auch das Ende der Welt und ein allgemeines Gericht gleich dem zu den Zeiten Noahs, und sie fragen Mich voll tiefen Staunens, wann und wie solches geschehen werde.
[GEJ.01_072,02] Ich aber sage zu ihnen: „Meine lieben Töchter! So wie es zu Noahs Zeiten war, so wird es auch dann sein; die Liebe wird abnehmen und völlig erkalten, der Glaube an eine aus den Himmeln an die Menschen geoffenbarte reine Lebenslehre und Gotteserkenntnis wird in einen finstersten toten Aberglauben voll Lug und Trug verwandelt werden, und die Machthaber werden sich der Menschen abermals wie der Tiere bedienen und werden sie ganz kaltblütig und gewissenlosest hinschlachten lassen, so sie sich nicht ohne alle Widerrede dem Willen der glänzenden Macht fügen werden! Die Mächtigen werden die Armen plagen mit allerlei Druck und werden jeden freieren Geist mit allen Mitteln verfolgen und unterdrücken, und dadurch wird eine Trübsal unter die Menschen kommen, wie auf der Erde noch nie eine war! Aber dann werden die Tage verkürzt werden der vielen Auserwählten wegen, die unter den Armen sich vorfinden werden; denn wo dies nicht geschähe, könnten sogar die Auserwählten zugrunde gehen!
[GEJ.01_072,03] Es werden aber bis dahin von nun an noch tausend und nicht noch einmal wieder tausend Jahre vergehen! Alsdann aber werde Ich dieselben Engel, so wie ihr sie nun hier sehet, mit großen Aufrufsposaunen unter die armen Menschen senden! Diese werden die im Geiste totgemachten Menschen der Erde gleichsam aus den Gräbern ihrer Nacht erwecken; und wie eine Feuersäule sich wälzt von einem Ende der Welt zum andern hin, werden diese vielen Millionen Geweckten sich hinstürzen über alle die Weltmächte, und nicht wird ihnen jemand mehr einen Widerstand zu leisten vermögen!
[GEJ.01_072,04] Von da an wird die Erde wieder zum Paradiese werden, und Ich werde leiten Meine Kinder rechten Weges immerdar.
[GEJ.01_072,05] Aber von da an nach einem Verlaufe von tausend Jahren wird der Fürst der Nacht einmal auf eine nur sehr kurze Zeit von sieben Jahren und etlichen Monden und Tagen der Zeit nach frei seiner selbst willen, entweder zum gänzlichen
Falle oder zur möglichen Wiederkehr.
[GEJ.01_072,06] Im ersten Falle wird dann die Erde zu einem ewigen Kerker ihrem innersten Teile nach umgewandelt werden; aber die Außenerde wird ein Paradies verbleiben. Im zweiten Falle aber würde die Erde zum Himmel umgestaltet werden, und der Tod des Fleisches und der Seele würde für ewig verschwinden! – Wie aber das, und ob?! – Das darf voraushin auch nicht einmal der erste Engel der Himmel wissen; das weiß allein der Vater. Was Ich euch aber nun veroffenbart habe, das saget vorher niemandem, als bis ihr nach ein paar Erdjahren werdet vernommen haben, daß Ich von der Erde erhöhet worden sei!“

[GEJ.01_072,07] Da fragten aber die Töchter, worin solche Erhöhung bestehen werde.
[GEJ.01_072,08] Ich aber sage zu ihnen: „So ihr davon hören werdet, werden eure Herzen wohl sehr traurig werden! Aber dann tröstet euch mit dem, daß Ich darauf nach drei Tagen wieder in eurer Mitte Mich befinden und euch Selbst überbringen werde die große Bestätigung des neuen Testaments und die Schlüssel zu Meinem ewigen Reiche! Sehet aber zu, daß Ich euch dann so rein, wie ihr jetzt seid, antreffe,
ansonst ihr nicht Meine Bräute für ewig werden könnet!“ – Auf das geloben Mir die Töchter samt ihrer Mutter, alles auf das genaueste zu beachten, was Ich ihnen geboten und geraten habe.