Jahre wie die Perlen an einer Schnur

Als Jesus Christus auf der Erde war, hat er natürlich mehr gesprochen und getan als im Neuen Testament aufgezeichnet ist. Im 19. Jahrhundert wurden durch Jakob Lorber durch das innere Wort 10 Bände in die Feder diktiert. Dabei wurden fast tagebuchartig das Leben, die Gespräche und Taten von Jesus Christus aufgezeichnet.

Bei einem der Gespräche mit Cyrenius Quirinus *1) erläutert Jesus, warum es so viele Katastrophen auf der Erde gibt und was dagegen getan werden kann.

Mittlerweile werden, wie in dem Kapitel beschrieben, zwar die Armen und Hungernden soweit möglich mit Nahrung versorgt. Es gibt immer noch zu viel Hunger und Armut auf der Erde, es ist nur ein Anfang.

Und nach der verheerenden Katastrophe im Ahrtal in Deutschland 2021 wurden nicht nur Ausgabestellen für Essen eingerichtet, sondern es gab und gibt auch ein bzw. mehrere „Baustoffzelte“, in denen an Betroffene, die nicht versichert sind, gespendete Materialien zum Wideraufbau kostenlos abgegeben werden. Also wurde und wird hier ganz im Sinne dieser Worte von Jesus Christus gehandelt.

Es ist ein Anfang, da aber in dem Kapital auch von einem Zeitraum von fünfzig Jahren gesprochen wird, bis sich das alles ändert, sollten wir da konsequent anfangen, da beim derzeitigen Zustand der Erde, diese Zeit nicht mehr bleibt *2).

Nachstehend aus dem Großen Evangelium des Johannes von Jakob Lorber (GEJ) Band 4 Kapitel 144

144. — Die Ursachen der Katastrophen *3)

[GEJ.04_144,01] (Der Herr:) „Ich sage es dir: Nur fünfzig Jahre lang leben in der rechten Ordnung Gottes, – und ihr werdet von keiner Kalamität *4) je etwas zu sehen, zu hören, zu schmecken und zu genießen bekommen!
[GEJ.04_144,02] Ich sage euch: Alle Kalamität, Seuchen, allerlei Krankheiten unter Menschen und Tieren, schlechte Witterung, magere und unfruchtbare Jahre, verheerender Hagelschlag, große, alles zerstörende Überschwemmungen, Orkane, große Stürme, große Heuschreckenzüge und dergleichen mehr sind lauter Folgen der unordentlichen Handlungsweisen der Menschen!
[GEJ.04_144,03] Würden die Menschen möglichst in der gegebenen Ordnung leben, so hätten sie alles das nicht zu gewärtigen. Die Jahre würden wie die Perlen auf einer Schnur verlaufen, eines so gesegnet wie das andere. Es würde den bewohnbaren Teil der Erde nie eine zu große Kälte oder eine zu große Hitze plagen. Aber da die gescheiten und überaus klugen Menschen aus sich allerlei bei weitem über ihren Bedarf hinaus unternehmen, wenn sie auf der Erde zu große Bauten und zu übertriebene Verbesserungen vornehmen, ganze Berge abgraben, um Heerstraßen anzulegen, wenn sie viele Hunderttausende von Morgen der schönsten Waldungen zerstören, wenn sie des Goldes und des Silbers wegen zu tiefe Löcher in die Berge schlagen, wenn sie endlich untereinander selbst im beständigen Zank und Hader leben, während sie doch zu jeder Zeit von einer großen Menge der intelligenten Naturgeister umgeben sind, von denen alle Witterung der Erde herrührt, sowie die Reinheit und Gesundheit der Luft, des Wassers und des Erdreiches, – ist es da denn hernach zu verwundern, wenn diese Erde von einer Unzahl von Übeln aller Art und
Gattung stets mehr und mehr heimgesucht wird?!
[GEJ.04_144,04] Geizige und habsüchtige Menschen legen vor ihren Scheunen Schloß und Riegel an und obendrauf noch scharfe Wächter zu ihren über allen Überfluß steigenden Schätzen und Reichtümern, und wehe dem, der sich ihnen unbefugt nähern möchte; wahrlich, der bekäme augenblicklich einen scharfen Prozeß!
[GEJ.04_144,05] Ich will damit nicht sagen, als sollte jemand sein mühsam
erworbenes Eigentum nicht beschützen; Ich rede hier vom höchst unnötigen, ins Ungeheure gehenden Überfluß. Wäre es denn da nicht tunlich, auch solche Scheuern zu errichten, die da offen stünden für jeden Armen und Schwachen, wennschon unter der Aufsicht eines weisen Spenders, auf daß kein Armer sich mehr nähme, als was er für seine Nahrung bedarf? Würden sogestaltig die Habsucht und der Geiz von der Erde verschwinden, so würden auch – höret Mich wohl! – alle mageren Jahre von der Erde den Abschied nehmen.
[GEJ.04_144,06] Du fragst, wie solches denn möglich sei. Und Ich antworte darauf: Auf die natürlichste Art von der Welt, das heißt: wenn man auch nur ein wenig im innern Wirken der gesamten Natur bewandert ist, so muß man das nicht nur bald einsehen, sondern sogar mit Händen und Füßen begreifen!
[GEJ.04_144,07] Da stehen vor uns noch die Heilpflanze und dort, etwas weiter voran, die äußerst schädliche Giftpflanze! Nähren sich nicht beide vom ganz gleichen Wasser, von der ganz gleichen Luft, vom ganz gleichen Lichte und von dessen ganz gleicher Wärme? Und dennoch ist diese Pflanze voll Heilstoffes und die andere voll tödlichen Giftes!
[GEJ.04_144,08] Ja, warum denn also? Weil die Heilpflanze vermöge ihres innern wohlgeordneten Charakters alle die sie umgebenden Naturlebensgeister nach ihrer guten Art stimmt und diese sich darauf ihr in aller Freundlichkeit und Friedsamkeit, sie ernährend, anschmiegen von außen her, wie von innen heraus, und es wird dadurch dann alles Heilsamkeit in der ganzen Pflanze, und am Tage im Sonnenlichte wird ihre Ausdünstung und die sie recht weithin umgebenden Naturlebensgeister auf den Menschen wie auch auf viele Tiere einen ungemein heilsamen Einfluß ausüben. [GEJ.04_144,09] Bei der Giftpflanze dort, deren Inneres einen höchst selbstsüchtigen und grimmig zornigen Charakter in sich faßt und einschließt, aber werden die gleichen Naturlebensgeister vom selben Charakter ergriffen und somit total verkehrt; sie schmiegen sich dann ebenfalls, die Pflanze ernährend, ihr an, und ihr ganzer Charakter wird darauf ganz homogen mit dem ursprünglichen der Pflanze. Aber auch ihre Umgebung und gleichsam Ausdünstung ist giftig und der menschlichen Gesundheit schädlich, und die Tiere gehen ihr mit ihren reizbaren Nüstern nicht in die Nähe.

Großes Evangelium des Johannes, Band 4 Kapitel 144

*1) Cyrenius Quirinus war römischer Oberstatthalter, Landpfleger von Syrien

*2) Australischer Klima-Report

*3) Link zum Band 4 (GEJ)

*4) Kalamität – Erläuterung Wikipedia

Das innere Wort

Im Alten Testament wird davon gesprochen, wie Gott mit den Menschen spricht, sie sogar besucht. Adam wurde von Gott persönlich das Paradies gezeigt und Eva und ihm ein Gebot gegeben, das sie allerdings übertraten.

Moses wurden die zehn Gebote von Gott direkt auf einem Berg übergeben.

Im „Alten Testament“ gab es dazu noch viele Propheten. Menschen, die von Gott angesprochen wurden und Ratgeber für ihre Mitmenschen und Regenten waren.

Im „Neuen Testament“ gibt es nach den vier Evangelien, den Apostelgeschichten und der Offenbarung des Johannes dann nichts mehr dergleichen? Weit gefehlt, viele Mystiker hatten und haben diese außerordentliche innere Verbindung und hörten und sahen und wurden aufgefordert, dies nieder zu schreiben. *1) Es gibt auch Beschreibungen dieses Vorgangs von verschiedenen Mystikern, hier drei Beispiele. *2)

Und natürlich gibt es die Verbindung Gottes mit jedem Menschen. Jeder einzelne hat diese Verbindung in sich, wir kennen sie als Stimme des Gewissens und sind alle aufgerufen, diese weiter zu entwickeln. *3)

*1) Liste Mystiker Wikipedia

*2) gm.sgeh = Gottfried Mayerhofer: Schöpfungsgeheimnisse

Das sog. ‚innere Wort‘ bei Propheten



Jakob Lorber über das Innere Wort

gm.sgeh.anz,01] Jakob Lorber in einem Brief an einen Freund am 16. 2. 1858:

gm.sgeh.anz,02] Innig geliebter Freund und Bruder im Herrn!

gm.sgeh.anz,03] Bezüglich des innern Wortes, wie man dasselbe vernimmt, kann ich als von mir selbst sprechend wenig oder nicht viel mehr sagen, als nur, daß ich des Herrn heiligstes Wort stets in der Gegend des Herzens wie einen höchst klar ausgesprochenen Gedanken licht und rein wie ausgesprochene Worte vernehme. Niemand, mir noch so nahe stehend, kann etwas von irgendeiner Stimme vernehmen; für mich erklingt diese Gnadenstimme aber dennoch heller denn jeder noch so laute materielle Ton. – Nun, das ist aber auch schon alles, was ich Ihnen aus meiner Erfahrung sagen kann.Aber es wandte sich jüngst eine dem Herrn höchst ergebene Frau durch mich an Ihn, und es ward ihr folgende Antwort zuteil, die ich Ihnen hier wörtlich mitteile, und diese lautet:

gm.sgeh.anz,04] „Das, was nun lediglich Mein irdisch sehr armseliger Knecht tut, das sollen eigentlich alle Meine wahrhaftigen Bekenner tun können; denn allen gilt des Evangeliums Wort: Ihr müsset alle von Gott gelehrt sein; den nicht der Vater ziehet, der kommt nicht zum Sohne! – Das aber besagt soviel als: Ihr müsset von eurer werktätigen lebendigen Liebe zu Mir und daraus zum Nächsten, der stets in einer oder der anderen Weise dürftiger ist, zur innern Weisheit aus Gott gelangen! – Denn eines jeden wahre werktätige Liebe zu Mir im vollsten Maße bin ja eben Ich Selbst in seinem Herzen gleich also wie der Sonne lebend wirkender Strahl in jedem Tautropfen, in jeder Pflanze und in allem, was die Erde trägt. Der Mich sonach wahrhaft über alles aus allen seinen Kräften liebt, dessen Herz ist sonach auch voll von Meiner Lebensflamme und Meiner Wärme und deren hellstem Licht, und das bin Ich im Geiste Selbst. Daß dadurch ein steter und hellster Verkehr zwischen Mir und den Mich über alles liebenden Menschen notwendig und unausweichlich bestehen muß, ist doch ebenso klar, als daß ein ganz gesundes Weizenkorn, in fruchtbare Erde gelegt, unter dem belebend warmen Einflusse des Sonnenstrahles zur segensreichsten Frucht aus dem Erdboden emporerwachsen muß. Daß dieses mit dem Menschen aber infolge der im Evangelium gestellten und nach Möglichkeit erfüllten Lebensbedingungen möglich ist, dafür steht dieser Mein Knecht als einnoch irdisch lebender Zeuge vor dir. Aber das sage Ich dir auch: Mit einer bloßen Mich wohl erkennenden Höchstverehrung und noch so tief andächtigen und selbst dich ganz zerknirschenden Bewunderung Meiner göttlichen Vollkommenheiten ist es nichts! Denn eine solche Mich höchst verehrende Liebe gleicht vollkommen einer recht törichten Nordpol-Expedition, bei der wahrlich kein wie immer gearteter Gewinn herausschaut. Denn solche Hochehrfurchtsseelen schnüren ihr Gemüt nur stets wie unter dem alles erdrückenden Gefriergrade des Nordpols enger zusammen und getrauen sich am Ende kaum mehr einen offenen Gedanken an Mich in ihnen aufkommen zu lassen, und es kann bei solchen Seelen von einem, Werdet vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist` – schon gar nie eine Rede sein. – Solcher sogenannt frommer Christen gibt es eine Menge in der Welt, und doch erreichen sie damit wenig oder nichts. – Alles aber liegt an dem, daß jemand, der zu Meinem lebendigen Wort in sich gelangen will, vollends ein Täter des Wortes, das ich geredet habe, ist.Dies zu deiner Danachachtung und Freitätigkeit aus der wahren lebendigen Liebe zu Mir für dich, Meine Tochter, und für jedermann. „

gm.sgeh.anz,05] Hier, lieber Freund, haben Sie Ihre Frage sicher so erschöpfend als möglich beantwortet, und es wäre vermessen von mir armem Sünder, Ihnen noch ein mehreres darüber zu sagen. J. Lorber.


Gottfried Mayerhofer über das Innere Wort

gm.sgeh.anz,06] Gottfried Mayerhofer in einem Brief an Johannes Busch in Dresden am 28. August 1870:

gm.sgeh.anz,07] „Daß Ihnen die letzten Kundgebungen nicht so ansprachen, wie die über Licht, Leben und Liebe, da müssen Sie bedenken, daß meine Freunde hier (in Triest und sonstwo) nicht alle auf gleicher Stufe geistiger Ausbildung stehen, und auch mit Ihnen selbst nicht in Vergleich gebracht werden können. – Der Herr gibt mir in Seiner Gnade oft nur das, was zum Teil meinen Freunden hier verständlich, teils auch vielleicht einst – wer weiß wann und durch wen – in geregelter Folge zur stufenweisen Ausbildung dienen soll; und so kommen oft Diktate, die zwar nichts Neues sagen, sondern nur früher Dagewesenes unter einer andern Form vortragen; denn ich bin immer ganz passiv bei solchen Mitteilungen, weiß höchst selten, um was sich’s handelt. Es befaßt mich gewöhnlich eine nicht zu erklärende Unruhe, ich muß mich dann zumSchreibtische setzen, und erst, wenn ich den Bleistift in die Hand nehme, erfahre ich, was der Herr will, und auch da noch weiß ich weder Anfang noch Folge, noch Ende; ja nicht ein Wort früher als das andere. – So zum Beispiel sagt es (S. Wort) mir: Nimm Evangelium Johannes K. 3, V. 7 usw. Ich in der Bibel nicht im mindesten bewandert, weiß also nichts von dem Inhalt dieses Kapitels noch Verses, suche es auf, setze mich hin und schreibe, was mir darüber diktiert wird.

gm.sgeh.anz,08] So entstehen meine Diktate, willenlos, ohne zu wissen warum und weswegen, eben so und nicht anders. – – Gottfried Mayerhofer, Triest. „


Johanne Ladner über das Innere Wort

gm.sgeh.anz,15] Empfangen vom Herrn durch Johanne Ladner am 28. August 1882:

gm.sgeh.anz,16] Liebe Kinder, Ich will euch etwas näher bezeichnen, auf welche Weise Ich mit euch verkehre. – In jedem Menschen liegt die Anlage zur Mediumschaft für Mich, das heißt, es ist jedem möglich, die Seele sich zurückziehen zu lassen und nur auf den Geist zu hören, etwas, was ja auch beim wahren Gebet stattfinden soll. Darum auch öfter Andächtige, die wirklich mit Mir reden wollen, sich von allen Eindrücken abschließen, bald ins stille Kämmerlein gehend, bald die Augen so lange schließend, damit die Seele zu keiner Wahrnehmung von außen veranlaßt werde.

gm.sgeh.anz,17] Dieses Stillehalten der Seele ist nötig bei einem Medium oder Werkzeug für Mein Wort im Augenblick des Innewerdens eines bestimmten Gedankeneindrucks, der gleich ist einem Lispeln ins Ohr des Herzens, welches sonach kann ausgesprochen oder niedergeschrieben werden, weil der Geist alsdann im Verein mit Mir das Organ (den Leib) regiert und die Seele indessen (mehr oder weniger) zurückgetreten ist.

gm.sgeh.anz,18] Allein dieses Zurücktreten der Seele kann plötzlich unterbrochen werden. Oft durch eine ganz leichte (äußere) Anregung, zum Beispiel durch einen Schall, durch etwas Störendes sehen, ja durch das Fliegen oder Sumsen einer Mücke, ebenso durch den Andrang anderer Geister, die sich geltend machen wollen. Daher kommt es, daß ein Medium anfangs oft vieler Täuschung ausgesetztist. Besonders ist dies der Fall bei solchen Medien, die Ich für Mich Selbst ausersehe; denn auch andere Geister drängen sich da heran und selbst Mein Gegner hat das Recht, diese Fähigkeit zu benutzen.

gm.sgeh.anz,19] Darum soll sich ein Medium zuerst mit Gebet an Mich wenden; und desgleichen soll auch dessen Umgebung und (die mit ihm geistig) Verbundenen ihm beistehen, wenn es von Mir Selbst Worte ‚ erhalten will.

gm.sgeh.anz,20] Hat aber ein solches Medium an Meinen Worten Freude und Liebe dazu, so wächst mit der Liebe auch die Klarheit und Beständigkeit beim Auffassen der diktierten Worte und der Einfluß derselben bleibt reiner denn zuvor, wo öfter wohl noch Seelisches sich einmengte.

gm.sgeh.anz,21] Ich klopfe oft uneingeladen an, auf eine Weise, die nur ihm verständlich und fühlbar ist, oft durch ein Herzklopfen, eine Bangigkeit – oder unwillkürlich ergreift die Hand die Feder, ohne zuvor an das Schreiben mit Mir jetzt gedacht zu haben. Ist aber eine gewisse Ängstlichkeit beim Einfließen der Worte da, besorgend daß etwas nicht klar verstanden werde, so macht die Hand dann mechanisch halt, bis der Strom wieder aufgenommen werden kann.

gm.sgeh.anz,22] Weil aber diese Vorgänge geistig sind, so kann leiblich dabei nicht viel beobachtet werden, aber die Beiwohnenden (oder Teilnehmer) bei derartigen Mitteilungen von oben werden gleichfalls geistig beeindruckt (je nach ihrer Sammlung), und der Geist wird ihnen das wahre Licht aufstecken über die Worte, welche auf das Papier übertragen sind. Ebenso können die jenseitigen Geister, wenn vereint mit dem eigenen Geiste (des Mediums), auch Besitz von seinem Organ nehmen und sich ausdrücken. Auch da ist eine Gedankenleere (Passivität) beim Medium nötig oder auf einige Zeit ein gewisses Zurückziehen der Seele. Solche Kundgebungen sind oft nur kurz und sehr anstrengend, auch sogar nachteilig, wenn der sich mitteilende Geist in seinem Geistig-Seelischen noch nicht reif genug ist. Oft wird durch solchen Verkehr bei einem Geiste sein Seelisches auch wieder mehr leidenschaftlich hervortreten, und er gibt sich dann nach dem momentanen Zustand, denn auch die Geister sind noch dem Wechsel mehr oder weniger unterworfen. –

gm.sgeh.anz,23] Medien gab es zu allen Zeiten wie auch besonders jetzt überall. Doch nur wenige sind es, die sich des heiligen Zweckes dabei bewußt sind und die also ganz auf Meine Seite treten. Ich muß deshalb sehr sparsam sie erziehen und wählen; denn wehe einem Medium, wenn es dem Satan gelingt, dasselbe für sich auszubeuten (wobei es nicht an schönen Worten und Plänen fehlt). Dessen Geist wird krank, und seine Krankheit wird zur Ansteckung für viele und kann großes Unheil anrichten. Denn der Satan überschreitet die Grenze und beraubt die Seele ihres freien Willens, er nötigt sie zu allerlei Übertreibung, Ärgernis und Ausschweifung mit Beiseitesetzung der göttlichen Gebote und Beschwichtigung durch das „der Zweck heiligt die Mittel“ (l. Mose 3,5). Dazu kommt oft fast völlige Aussaugung des Fluidums zu allerlei erscheinlichen Experimenten, welche vor Meinen Augen ein Greuel sind.

gm.sgeh.anz,24] Wohl aber allen Menschen, von denen Ich sagen kann: „Meine Schafe hören Meine Stimme, und sie folgen Mir, und Ich kenne sie, und Ich gebe ihnen das ewige Leben“! Wohl auch euch, die ihr nur Meiner Stimme folgen wollt! Mein Geist Selbst wird euch in alle Wahrheit leiten, daß ihr erkennet die Quelle, woraus euch stets erfrischendes Lebenswasser solle zugeführt werden.

BD. Nr. 7304:     Über das „innere Wort“ ….

Meine Stimme werden alle vernehmen, die sich danach sehnen und mit Mir im Herzen in Verbindung treten, also nicht nur Lippengebete zu Mir senden, die nicht gehört werden von Mir. Aber Ich habe viele Kinder, die innig zu Mir beten, und deren Gebet also erhöre Ich, besonders dann, wenn es nur die Bitte ist, daß Ich als Vater zu Meinem Kind reden soll …. Denn diese Bitte beweiset Mir seine Liebe zu Mir, Der Ich einem solchen Kinde alles bin …. Gott und Vater, Freund und Bruder …. Und dann werde Ich Mich auch äußern als Vater, Freund und Bruder, und allzeit wird Meine Ansprache ein Eingehen sein in dessen Bitten und Wünsche, die Mir das Kind vertrauensvoll unterbreitet. Und so darf sich also auch jeder Mensch angesprochen fühlen von Mir, der nur in inniger Zwiesprache mit Mir verharret, bis ihm Meine Antwort bewußt geworden ist, denn ebendieses Verharren und Erwarten Meiner Antwort darf nicht versäumt werden, was aber auch den tiefen Glauben voraussetzt, daß Ich zu Meinen Kindern spreche …. Hätten die Menschen mehr diesen tiefen Glauben, dann würde es ihnen allen auch nicht so ungewöhnlich sein, daß ein Gott zu Seinen Geschöpfen, daß ein Vater zu Seinen Kindern spricht. Doch ebendiesen Glauben haben nur wenige, und darum ist es so selten, daß Ich Mich so äußern kann, daß auch die Mitmenschen davon erfahren. Dazu kommt, daß die Menschen in ganz verschiedener Weise Meine Ansprache vernehmen, zumeist in der ihnen eigenen Sprache; und darum werden die Ergebnisse der traulichen Zwiesprache des Kindes mit dem Vater für eigenes Gedanken-Produkt gehalten, wenn nicht ungewöhnlicher Inhalt die Mitmenschen stutzig macht oder sie anders zu denken lehrt. Doch Ich sage euch: Viel zu gern rede Ich mit Meinen Kindern, als daß Ich eine Gelegenheit vorübergehen ließe, Mich zu äußern, wenngleich Ich immer nur dem Reifezustand entsprechend Mich kundgeben kann und der Aufgabe, die gleichzeitig der Empfänger Meines Wortes zu erfüllen hat auf dieser Erde. Sowie also die Zuleitung Meines Wortes mit einer Aufgabe verbunden ist, werden auch andere Bedingungen gestellt, die jener Empfänger erfüllen muß, um tauglich zu sein für seine Aufgabe. Und dann werden auch die Ergebnisse des innigen Verkehrs mit Mir, der Inhalt Meiner direkten Ansprache, anders sein in seiner Art, weil sie der Kritik von Verstandesmenschen standhalten müssen, weil sie als Lehrgut betrachtet werden müssen, das verbreitet werden soll, das als Evangelium den Menschen zugeführt werden soll, die sich in größter geistiger Not befinden. Aber es wird sich die Ansprache an Meine Kinder in keiner Weise widersprechen, wenngleich sie in verschiedener Form gehalten ist eben ihrer Bestimmung wegen. Denn Ich muß Meine Kinder entsprechend ihrer Aufnahmefähigkeit ansprechen. Und sowie diese Meine Ansprachen wörtlich wiedergegeben werden, widersprechen sie sich niemals …. werden sie jedoch eigener Anschauung gemäß umgestaltet, dann kann und wird auch Irrtum den Worten sich beigesellen, die anfänglich in reinster Wahrheit dem Menschen zugeleitet wurden. Lasset alles unverändert, was euch Menschen von oben ertönt …. Diese Mahnung möchte Ich euch immer wieder zugehen lassen, dann ist auch die Wahrheit garantiert, und dann wird niemand Anstoß nehmen können außer denen, die sich selbst noch nicht in der Wahrheit bewegen. Denn selbst wenn das Denken eines Menschen zuvor abweicht von der Wahrheit, wird es durch Mein Wort recht gelenkt, oder die strittigen Fragen werden noch so lange abseits gestellt, bis der Mensch ohne jeglichen inneren Widerstand …. hervorgerufen durch falsche Belehrung …. Meine Ansprache entgegennimmt und auch solche Widersprüche bereinigt werden. Aber Ich rede zu allen Meinen Kindern, die nur Mich zu sich sprechen lassen durch innige Verbindung und den Willen, Mich zu hören …. Und Meine Worte sind immer an jene gerichtet, die gleiche Fragen bewegen und die gleichen Willens sind, Mich zu hören. Doch angesichts der großen geistigen Not und des nahen Endes leite Ich Mein Wort …. die Lehre, die der Mensch Jesus auf Erden verkündet hat …. erneut zur Erde, auf daß sie Verbreitung finde und alle die Menschenherzen berühren soll, die sich im Suchen nach der Wahrheit Meiner Ansprache öffnen, wenn sie durch Meine Boten ihnen vermittelt wird. Dieses Wort also ist an alle gerichtet, wird aber ebenfalls nur bei denen von Eindruck sein, die ohne Abwehr es anhören, und diese werden gemäß Meinem Wort nun handeln und leben und auch die Auswirkung Meines Wortes erfahren können, denn sie werden zunehmen an Kraft und Licht, an Willensstärke und Weisheit, denn alles, was von Mir ausgeht, muß seine Wirkung haben, vorausgesetzt, daß der Wille des Menschen keinen Widerstand leistet …. daß der Mensch will, von Mir angesprochen zu werden, und dankend Meine Gnadengabe entgegennimmt, die Meine Liebe ihm bietet und bieten wird bis zum Ende ….

Amen

Bertha Dudde Kundgabe 7304 vom 11. 3. 1959 Buch 77

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Existenz Gottes ….. Weltweise …. Herz und Verstand

Dem Weltweisen fällt es oft schwer, an eine Gottheit zu glauben, weil sein Verstand andere Schlüsse zu ziehen genötigt ist durch ein Wissen, das aber nicht ganz der Wahrheit entspricht. Schon eine irrige Ansicht über die Entwicklung der Erde führt zu falschen Vorstellungen, und dann ist es schwer, einen ewigen Schöpfer gelten zu lassen, ein Wesen, Das durch Seine Kraftäußerung wohl erkennbar sein müßte, jedoch zumeist nicht erkannt werden will. Die Wissenschaft sucht alles zu beweisen. Wo ihr dies nicht möglich ist, gibt sie aber nicht ihre Unfähigkeit zu, sondern sie erkennt einfach nicht an, was ihrer Forschung unzugänglich ist. Und also baut sie auf einer falschen Anschauung auf, und zuletzt ist der Weg zur ewigen Gottheit so schwer zu finden, selbst wenn der Wille dazu vorhanden ist. Jegliche Forschung sollte damit beginnen, die Existenz Gottes klarzustellen, die zwar nicht bewiesen werden kann, doch geglaubt wird voller innerer Überzeugung. Dann wird jede Forschung einen schnellen und erfolgreichen Verlauf nehmen. Um aber zuerst zu diesem überzeugten Glauben zu gelangen, muß der Mensch trotz Verstandesschärfe letztere vorerst ausschalten und sich dem Empfinden des Herzens hingeben, er muß jegliche Wissenschaft beiseite lassen und einem Kind gleich sich von innen belehren lassen, d.h. als Wahrheit annehmen, was er sich empfindungsgemäß vorstellt oder wünscht. Er muß gewissermaßen wachen Auges träumen. Dann wird immer eine Gottheit ihm vorschweben, Die alles leitet und lenkt und von Der er sich getragen weiß. Der innerste Wunsch eines Menschen ist und bleibt eine starke Macht über ihm, nur der Weltverstand sucht diesen Wunsch zu ersticken, weil zum Verstand auch der spricht, der eine Gottheit verdrängen will, der aber zum Herzen des Menschen nicht gelangen kann und darum desto ärger den Verstand des Menschen zu beeinflussen sucht. Durch das Herz äußert Sich Gott, durch den Verstand Sein Gegner, wenn nicht das Herz stärker ist und den Verstand mit auf seine Seite zieht. Dann ist es auch möglich, verstandesmäßig Gott zu erkennen, und dann streben Herz und Verstand der ewigen Gottheit zu, dann wird auch die Wissenschaft auf anderem Fundament aufbauen, sie wird andere Schlüsse ziehen, die wahrlich keine Fehlschlüsse sind, denn sowie eine Forschung mit dem Glauben an eine Gottheit ihren Anfang nimmt, wird sie nicht ohne Erfolg bleiben und auch der Wahrheit nahekommen, ganz gleich, auf welchem Gebiet sie einsetzt. Dann wird Wissenschaft und Glaube nicht mehr im Widerspruch zueinander stehen, sondern sich nur ergänzen, und dann erst ist das Wissen frei von Irrtum, wenn es harmoniert mit dem Glauben an Gott als allmächtiges, weises und liebevolles Wesen, Das allem vorsteht, was war, ist und bleiben wird bis in alle Ewigkeit ….

Amen

Bertha Dudde – Kundgabe 4541 vom 15.1. 1949 – Band 52

siehe auch Berta Dudde

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6 Tage und ein Tag – Teil 1

Ich greife auf den Aspekt der sechs Tage Meines Gegners und des einen Tages Meines neuen Reiches. Wie beginnt dieses neue Reich? Ist es einfach da? Fangen wir bei Null an mit einer neuen Zählung? Hat man, als Ich geboren wurde mit dem Jahre 1 angefangen?

Ihr wißt, daß es nicht so ist. Man hat erst viel später begonnen, mit Christi Geburt die Zeitrechnung neu zu datieren. Und so wird auch das neue Friedensreich nicht plötzlich in Thesen angeschlagen sein an der Litfaßsäule oder an Kirchen, es breitet sich im Verborgenen aus. Es ist so, daß immer mehr Menschen etwas erkennen, immer mehr einer Sache nachgehen, ihr nachlaufen, sie zu ihrer persönlichen Angelegenheit machen. Und dann stehen die anderen da und schauen, wohin die wohl gehen. Und die einen kommen mit, und die anderen lehnen ab.

So wird dieses neue Reich kommen, so ist es im Kommen, so ist es ‚wie der Dieb in der Nacht‘ angebrochen, und nun ist sie da – die Neue Zeit – wie ein Silberstreifen am Horizont.

Ihr werdet sein wie Gott! Habe ich es nicht gesagt, daß ihr vollkommen werden sollet wie euer Vater im Himmel vollkommen ist? Wie ist das, wie Gott sein, was versteht ihr darunter?

Ihr wagt es nicht einmal zu denken, weil ihr nicht wißt, wie ich bin, weil ihr falsche Vorstellungen habt. Und genau über diesen Punkt, daß meine Kinder sein sollen wie Gott ihr Vater, will Ich nun sprechen. Und Ich spreche in Gleichnissen wie damals, als Ich Mensch war.

Ja, Meine Menschenkinder, Ich spreche in Form eines Märchens und Ich beginne mit der Zeit, die nun ist.

Ihr wißt, daß Mein Gegner diese Erde als sein Eigentum bekommen hat, daß er der König dieser Erde ist, daß er die Kinder knechten darf, daß sie aber in sich etwas haben, etwas aus Mir, und Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Und dieses, das sie in sich haben, das ist es, was euch drängt, was euch bewegt, was euch unruhig werden läßt, was euch traurig werden. Es ist das, was ihr nicht bekommen könnt, trotz Fernsehen, trotz Urlaub, trotz schöner Kleider, trotz Rauchen, trotz Alkohol. Es ist die Stimme in euch, die euch immer wieder mahnt und ruft, die niemals zu übertönen ist, das ist aus Mir, und es ist das Licht, es ist die Nahrung, die Ich euch mitgegeben habe in die Welt Meines Gegners, die Ich ihm überlassen habe.

Und wir wollen sehen, wie sechstausend Jahre – in Wirklichkeit sind es ja viel, viel mehr, auch dieses ist ja nur ein Gleichnis, genauso wie die Schöpfungstage in Wirklichkeit Äonen und Äonen beinhalten -, nehmen wir das Beispiel der sechstauend Jahre und der eintausend Jahre von Mir; und es sollen sich Meine Kinder entscheiden, wohin sie gehören, denn da, wo ihr Schatz ist, ist ihr Herz. Und das, was sie lieben, machen sie zu ihrem Gott und ihr Gott ist ihre Liebe. Ich will keine Geschöpfe knechten, Ich will, daß sie Mich lieben, daß sie aus Liebe zu Mir kommen und sagen: ‚Du bist der Herrlichste, Du bist der Weiseste, Du bist der Schönste, Du bist der Barmherzigste, der Geduldigste, Du bist der Ernsteste, Du bist der Herrlichste, oh Herr, ich will bei Dir sein, denn bei Dir ist es gut sein, bei Dir will ich eine Hütte bauen.‘ 

Christel Zahnd, Wersau 16. 5. 1984

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Ein Märchen – Teil 2

Und nun beginne ich das Märchen vom König, der seinem Gegner, seinem Verwalter, das Reich überließ, denn dieser Verwalter wollte sein wie er, wie der König, wollte sein wie Gott. Und er ging und beredete die Menschen, daß sie den König verlassen sollten, um ihm nachzufolgen. Und der König beließ ihn und sagte: ‚Nun, ich mag Meine Untertanen nicht knechten, und wenn sie lieber bei dir sein wollen, so will Ich gehen, aber du mußt Mir die überlassen, die mit Mir gehen wollen. Und ich übergebe dir Mein Reich, daß es das deine sei, aber siehe, ich will einen kleinen Teil haben, einen kleinen Garten, hier auf dieser, deiner Erde. Und der gehört Mir, und wer immer zu Mir kommen will in diesen Garten, der darf kommen. Du darfst die Menschen formen, du darfst sie betrügen, ziehen, du kannst tun, was du willst, aber ihren freien Willen darfst du nicht anrühren. Du kannst ihnen Fallen stellen, du kannst sie hinterlistig hintergehen, wie es ja deine Art ist, aber ihren freien Willen mußt du ihnen belassen. Und wenn sie zu Mir kommen wollen in den Garten, dann ist deine Macht gebrochen.  Erst wenn sie den Garten wieder verlassen, hast du wieder Macht über sie.‘ Und er ging, dieser König, der so weise war, der König, der Ich bin, und er ging in den kleinen Garten, und es folgten ihm Kinder, Menschen, die bei ihm bleiben wollten.

Und der andere, der Verwalter, er führte ein Schreckensregiment, immer schrecklicher, immer grausamer, immer offensichtlicher. Es wurde gemeuchelt und gemordet, es war die Welt voller Intrigen. Und jetzt gehen wir ins Zwanzigste Jahrhundert, gehen wir in unsere Zeit, und die Erde wurde immer wüster und immer leerer und die Menschen hungerten immer mehr und es gab immer mehr Beton und immer weniger Natur, und immer weniger Freiheit für die Tiere und immer mehr Gift und immer weniger Sonne und immer enger wurde das Netz.

Und im Garten des Königs blühte es, sangen die Vögel, duftete es. Aber die Menschen, die bei ihm wohnten, sie waren beständig am Arbeiten.

Was haben sie wohl getan? Sie haben die Sklaven des Verwalters, die da in schweren (geistigen) Ketten vorbeikamen an diesem Garten, sie haben ihnen eine Oase geboten. Denn da die Erde immer wüster wurde und immer leerer und immer trostloser, da wurde diese Oase des Königs zur einzigen Oase weit und breit.

Und da kommen sie in Ketten, ob sie Jeans tragen oder einen dunkelblauen Anzug mit Weste, ob sie bunte Röckchen tragen im Folklorestil, oder ein kleinkariertes Kostüm, oder gepunktete Kleider, ob sie Lederhosen tragen, Cordhosen, sie sind mit Ketten gebunden, sie werden getrieben von Sklavenaufsehern. Ja, sie stöhnen und schreien, manche sind ganz erstarrt mit toten Augen, manche sind nur an den Händen gefesselt und gehen alleine. Manche bilden eine ganze Familie mit Kindern, Frau und Mann, die aneinander gekettet sind. Und sie kommen an dem Garten des Königs vorbei und schauen voller Sehnsucht hinein. Und da steht der König und Er sagt zu den Sklaventreibern: ‘Lasset die Menschen hier rasten.‘ Und sie rufen: ‚Nein, sie sollen nicht rasten, sie müssen weiter!‘ Und der König sagt: ‘Sie werden ihr Ziel nicht lebend erreichen, wenn sie nicht etwas zu trinken bekommen und etwas zu essen bekommen, laßt die Menschen rasten.‘ Und Er hat etwas Zwingendes in Seinem Blick und sie sehen es ein, und die lassen die Leute sich lagern. Und da ruft der Herr die Kinder und sagt: ‘Sehet da eure Geschwister, kommt, tränkt sie, wascht ihnen die Wunden, bringt ihnen zu essen.‘ Und Er geht an den Brunnen in diesem Garten und die Kinder kommen und helfen. Es sind so viele Menschen und sie rufen und schreiben und sie drängen sich um das Wasser und stöhnen, und sie haben Schmerzen, und sie sind schmutzig und elend und die Kinder, sie laufen und laufen und der Herr sagt, der Vater: ‘Gehe nach drinnen und rufe sie alle zusammen. Und der eine soll in die Küche gehen und Teller holen, der andere soll Tassen holen und Becher, schicke den anderen in den Keller, daß er nach den Vorräten schaut, und schicke einen nach Verbandzeug, und ein anderer soll sehen, ob neue Kleider da sind! Schickt sie alle, alle los!‘

Und sie gehen und laufen und der König selber, Er geht und bringt das Wasser und Er gibt ihnen zu trinken und voller Liebe schaut Er sie an, jeden einzelnen. Er gibt ihnen das Wasser, Er streicht ihnen über die Haare, Er hält sie und voller unendlicher Liebe schaut Er sie an, bückt Er sich. Und es kommen die Kinder und bringen die Teller und die Becher und sie waschen die Wunden und da sagt der Vater. ‚Nun, wo sind denn die anderen, warum kommen sie denn gar nicht?‘ ‚Ja!‘, sagt ein Kind, ‚die einen sitzen da in der Küche und unterhalten sich immer. Ich habe gesagt, daß sie noch gebraucht werden, und sie haben gesagt: ‚Ihr müßt uns nicht immer gängeln, wir wissen alleine, was wir tun sollen.‘ ‚Ja, und die anderen, wo sind die anderen, wo sind die, die im Keller sind, die, die Lebensmittel holen? Wo sind die mit dem Verbandzeug? Ja, wo bleibt ihr denn?‘ Und da sagt ein Kind: ‚Vater, sie haben gesagt, sie wollen keine Knechte und Mägde sein, sie sind Kinder des Königs.‘

Und es war eine große Stille im Garten der Liebe und der Herr, der Vater, der König sagte: ‚Meine Kinder wollen sie sein? Wie können sie Meine Kinder sein, wenn sie nicht sind wie Ich? Und Ich, bin Ich nicht der Knecht aller, bin ich nicht Mensch gewesen, war Ich nicht als Knecht unter Meinen Kindern? Habe Ich, der Schöpfer mich nicht gebeugt unter die Gesetze Meines Gegners? Und bin Gott und Gott ist ein Knecht (in Seiner Liebe). Und wenn Meine Kinder Meine Kinder sein wollen, so müssen sie aus Liebe genauso sein wie Ich, und Ich bin ein Knecht Meiner Kinder. Und wer sein will wie Gott und wer Sein Kind sein will, kann es nur sein, wenn er ist wie Ich. Und Ich bin ewig der Letzte und ewig der Kleinste. Und weil ich ewig der Kleinste und der Letzte bin, werde ich nach dem Gesetze Meines Himmels ewig der Größte sein, denn Ich habe gesagt: ‚Die Letzten werden die Ersten sein!‘

Und – habt ihr sie verstanden, Meine Geschichte? Geht in euch! Wer sein will wie Ich, der dünke sich nicht besser als Ich, denn dann ist er so wie Mein Gegner. Der wollte auch sein wie Gott, aber er wußte nicht, wie Gott ist, denn Gott ist ganz anders. Gott ist Knecht, ewig Knecht in Seiner Liebe, für Seine Kinder. Und habt ihr nun endlich begriffen, was ich sage, was Meine Knechte und Mägde sind? Daß sie aus Liebe ihren Brüdern und Schwestern, die noch versklavt sind, die da noch Ketten der Welten tragen, die so arm und mühselig und beladen sind, daß sie ihnen dienen. Sie empfinden es nicht als dienen, denn wenn man liebt, wie Ich, dann dient man und hat seine Freude, man hat seine Liebe, man hat seinen Lohn in sich. Denen, die Mich lieben, ist es Süße, zu dienen.

Gehet ein wenig in die Stille über diese Meine Worte.‘

Christel Zahnd, Wersau, 16. 5. 1984

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Wer kann noch helfen?

Zwei Männer umkreisen die Erde in einem Space-Shuttle, um die Verbindung zum Weltenbaum zu inspizieren. Sie war zwar schon immer da, aber seit sie bekannt ist, meinten die Menschen, sie müßten ein Auge darauf haben.

Einer der Männer war ein Angestellter der Weltenverwaltung, der andere ein hoher Regierungsbeamter der Weltenregierung, der sich einmal von den Gegebenheiten vor Ort überzeugen wollte. Der Angestellte erläuterte dem Regierungsbeamten die Umgebung und die Besonderheiten und wies auch auf etwas wie einen aufgesetzten Ball an der Verbindung zwischen dem Weltenbaum und der Erde hin.

„Da ist vor kurzem ein Sprengsatz angebracht worden, um die Erde im Notfall von dem Weltenbaum zu trennen. Ausgelöst werden kann diese Bombe von der Erde aus und auch im Shuttle haben wir die Möglichkeit, der Knopf hier .. –   Neeeiiiinnn – Niiicht drücken“

Zu spät – ein Licht leuchtete auf an der Stelle, an der die Bombe angebracht war und die Verbindung zwischen Weltenbaum und Erde wird unterbrochen. Vom Shuttle aus beobachten die beiden Männer entsetzt, wie die Erde anfängt, sich langsam nach unten zu bewegen.

Und was passiert nun: „Das weiß ich nicht, wir konnten die Tiefe noch nicht erkunden, soweit kam noch keiner von uns.“ Im Funkgerät sind aufgeregte Stimmen zu hören: „Was ist passiert, wieso wurde die Erde erschüttert und bewegt sich jetzt.“  „Wir haben die Abtrennungsbombe gezündet – aus Versehen.“

Schweigen – „Was machen wir jetzt?“ Alle denken angestrengt nach – dann.

„Beten, es gibt keine Alternative.“

Und so wird die Nachricht verbreitet, von dem was geschehen ist,  und daß die einzige Möglichkeit der Rettung wohl von „Gott“ kommen könne. Und so solle jeder um Hilfe bitten. Und die meisten  Menschen fangen an, voll Inbrunst zu beten. Einige schütteln den Kopf und meinen, daß es ja doch keinen Sinn habe, es gibt keinen Gott und ….. Na ja, – Schaden kann ja nicht, und so schließen sich auch viele der Ungläubigen den Betenden an.

Und es gibt keine Diskussionen mehr, welcher Gott denn nun der richtige sei, welches Gebet das wirkungsvollste oder ob es etwas Besonderes zu beachten gibt. Es gibt einfach nur noch das Herzensgebet, die Verbindung zwischen Gott und Mensch und die Bitte um Hilfe.

Die Männer im Shuttle beten ebenso, und sie sind diejenigen, die es dann als erstes sehen – wie sich eine Art Wolke, gebildet wie eine Hand – unter die Erde schiebt und erst den Fall verlangsamt und dann die Erde behutsam  auf ihren Ursprungsort zurückhebt und sich auch die Verbindung wieder herstellt, so daß die Erde wieder in ihrer alten Position und gesichert ist.

Als sie diese Information an die Menschen auf die Erde weitergeben, brandet Jubel auf und alle danken Gott.

Und diesmal gibt keine Diskussion, welcher Gott denn nun geholfen hat oder ob es dieses Gebet oder jenes gewesen ist, das besonders wirkungsvoll war. Wenn einer damit anfängt, wird er nur angelächelt.

Gott hat geholfen, er hat die Bitten seiner Kinder erhört und sie aus der Not befreit, in die sie sich selber gebracht haben.

Gerlinde

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