Jahre wie die Perlen an einer Schnur

Als Jesus Christus auf der Erde war, hat er natürlich mehr gesprochen und getan als im Neuen Testament aufgezeichnet ist. Im 19. Jahrhundert wurden durch Jakob Lorber durch das innere Wort 10 Bände in die Feder diktiert. Dabei wurden fast tagebuchartig das Leben, die Gespräche und Taten von Jesus Christus aufgezeichnet.

Bei einem der Gespräche mit Cyrenius Quirinus *1) erläutert Jesus, warum es so viele Katastrophen auf der Erde gibt und was dagegen getan werden kann.

Mittlerweile werden, wie in dem Kapitel beschrieben, zwar die Armen und Hungernden soweit möglich mit Nahrung versorgt. Es gibt immer noch zu viel Hunger und Armut auf der Erde, es ist nur ein Anfang.

Und nach der verheerenden Katastrophe im Ahrtal in Deutschland 2021 wurden nicht nur Ausgabestellen für Essen eingerichtet, sondern es gab und gibt auch ein bzw. mehrere „Baustoffzelte“, in denen an Betroffene, die nicht versichert sind, gespendete Materialien zum Wideraufbau kostenlos abgegeben werden. Also wurde und wird hier ganz im Sinne dieser Worte von Jesus Christus gehandelt.

Es ist ein Anfang, da aber in dem Kapital auch von einem Zeitraum von fünfzig Jahren gesprochen wird, bis sich das alles ändert, sollten wir da konsequent anfangen, da beim derzeitigen Zustand der Erde, diese Zeit nicht mehr bleibt *2).

Nachstehend aus dem Großen Evangelium des Johannes von Jakob Lorber (GEJ) Band 4 Kapitel 144

144. — Die Ursachen der Katastrophen *3)

[GEJ.04_144,01] (Der Herr:) „Ich sage es dir: Nur fünfzig Jahre lang leben in der rechten Ordnung Gottes, – und ihr werdet von keiner Kalamität *4) je etwas zu sehen, zu hören, zu schmecken und zu genießen bekommen!
[GEJ.04_144,02] Ich sage euch: Alle Kalamität, Seuchen, allerlei Krankheiten unter Menschen und Tieren, schlechte Witterung, magere und unfruchtbare Jahre, verheerender Hagelschlag, große, alles zerstörende Überschwemmungen, Orkane, große Stürme, große Heuschreckenzüge und dergleichen mehr sind lauter Folgen der unordentlichen Handlungsweisen der Menschen!
[GEJ.04_144,03] Würden die Menschen möglichst in der gegebenen Ordnung leben, so hätten sie alles das nicht zu gewärtigen. Die Jahre würden wie die Perlen auf einer Schnur verlaufen, eines so gesegnet wie das andere. Es würde den bewohnbaren Teil der Erde nie eine zu große Kälte oder eine zu große Hitze plagen. Aber da die gescheiten und überaus klugen Menschen aus sich allerlei bei weitem über ihren Bedarf hinaus unternehmen, wenn sie auf der Erde zu große Bauten und zu übertriebene Verbesserungen vornehmen, ganze Berge abgraben, um Heerstraßen anzulegen, wenn sie viele Hunderttausende von Morgen der schönsten Waldungen zerstören, wenn sie des Goldes und des Silbers wegen zu tiefe Löcher in die Berge schlagen, wenn sie endlich untereinander selbst im beständigen Zank und Hader leben, während sie doch zu jeder Zeit von einer großen Menge der intelligenten Naturgeister umgeben sind, von denen alle Witterung der Erde herrührt, sowie die Reinheit und Gesundheit der Luft, des Wassers und des Erdreiches, – ist es da denn hernach zu verwundern, wenn diese Erde von einer Unzahl von Übeln aller Art und
Gattung stets mehr und mehr heimgesucht wird?!
[GEJ.04_144,04] Geizige und habsüchtige Menschen legen vor ihren Scheunen Schloß und Riegel an und obendrauf noch scharfe Wächter zu ihren über allen Überfluß steigenden Schätzen und Reichtümern, und wehe dem, der sich ihnen unbefugt nähern möchte; wahrlich, der bekäme augenblicklich einen scharfen Prozeß!
[GEJ.04_144,05] Ich will damit nicht sagen, als sollte jemand sein mühsam
erworbenes Eigentum nicht beschützen; Ich rede hier vom höchst unnötigen, ins Ungeheure gehenden Überfluß. Wäre es denn da nicht tunlich, auch solche Scheuern zu errichten, die da offen stünden für jeden Armen und Schwachen, wennschon unter der Aufsicht eines weisen Spenders, auf daß kein Armer sich mehr nähme, als was er für seine Nahrung bedarf? Würden sogestaltig die Habsucht und der Geiz von der Erde verschwinden, so würden auch – höret Mich wohl! – alle mageren Jahre von der Erde den Abschied nehmen.
[GEJ.04_144,06] Du fragst, wie solches denn möglich sei. Und Ich antworte darauf: Auf die natürlichste Art von der Welt, das heißt: wenn man auch nur ein wenig im innern Wirken der gesamten Natur bewandert ist, so muß man das nicht nur bald einsehen, sondern sogar mit Händen und Füßen begreifen!
[GEJ.04_144,07] Da stehen vor uns noch die Heilpflanze und dort, etwas weiter voran, die äußerst schädliche Giftpflanze! Nähren sich nicht beide vom ganz gleichen Wasser, von der ganz gleichen Luft, vom ganz gleichen Lichte und von dessen ganz gleicher Wärme? Und dennoch ist diese Pflanze voll Heilstoffes und die andere voll tödlichen Giftes!
[GEJ.04_144,08] Ja, warum denn also? Weil die Heilpflanze vermöge ihres innern wohlgeordneten Charakters alle die sie umgebenden Naturlebensgeister nach ihrer guten Art stimmt und diese sich darauf ihr in aller Freundlichkeit und Friedsamkeit, sie ernährend, anschmiegen von außen her, wie von innen heraus, und es wird dadurch dann alles Heilsamkeit in der ganzen Pflanze, und am Tage im Sonnenlichte wird ihre Ausdünstung und die sie recht weithin umgebenden Naturlebensgeister auf den Menschen wie auch auf viele Tiere einen ungemein heilsamen Einfluß ausüben. [GEJ.04_144,09] Bei der Giftpflanze dort, deren Inneres einen höchst selbstsüchtigen und grimmig zornigen Charakter in sich faßt und einschließt, aber werden die gleichen Naturlebensgeister vom selben Charakter ergriffen und somit total verkehrt; sie schmiegen sich dann ebenfalls, die Pflanze ernährend, ihr an, und ihr ganzer Charakter wird darauf ganz homogen mit dem ursprünglichen der Pflanze. Aber auch ihre Umgebung und gleichsam Ausdünstung ist giftig und der menschlichen Gesundheit schädlich, und die Tiere gehen ihr mit ihren reizbaren Nüstern nicht in die Nähe.

*1) Cyrenius Quirinus war römischer Oberstatthalter, Landpfleger von Syrien

*2) Australischer Klima-Report

*3) Link zum Band 4 (GEJ)

*4) Kalamität – Erläuterung Wikipedia